Tagebuch / Mai 2012

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Ein Triumph. Dietmar Pflegerl hat Peter Turrini inszeniert. Nach der Uraufführung ene Viertelstunde stehender Beifall. Alle haben ihn verdient.Turrini hat mit „Bei Einbruch der Dunkelheit“ eines seiner schönsten Stücke geschrieben. Die Geschichte vom Gutshof der Lampersberg in Maria Saal ist kaum verhüllt. Jeder weiß, dass der Schriftsteller für Thomas Bernhard steht und der
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Ein Triumph. Dietmar Pflegerl hat Peter Turrini inszeniert. Nach der Uraufführung ene Viertelstunde stehender Beifall. Alle haben ihn verdient.

Turrini hat mit „Bei Einbruch der Dunkelheit“ eines seiner schönsten Stücke geschrieben. Die Geschichte vom Gutshof der Lampersberg in Maria Saal ist kaum verhüllt. Jeder weiß, dass der Schriftsteller für Thomas Bernhard steht und der dicke Bub aus dem Dorf Turrini selbst ist. Die Koffer, die Dietmar Pflegerl über den Text hinaus an den Anfang des Stückes gestellt hat, verweisen auf Bernhard, als der Dichter beide Lampersbergs zur Flucht mit jeweils einem von ihnen zum gleichen Zeitpunkt mitten in der Nacht in die Halle bestellt hatte und beide kamen.

Dietmar Pflegerl hat Turrini genau und in hohem Tempo inszeniert. Der Text, der beim Vorlesen wie eine feine Reihe von Monologen klingt, wird plötzlich dramatisch.

Die Schauspieler sind wunderbar. Alle und ein paar besonders, Gertrud Roll, Bernhard Schir und Toni Böhm.

Jörg Haider hat Dietmar Pflegerl aus dem Vertrag geekelt. Er hat es geschafft, dass der erfolgreichste Theaterdirektor Österreichs 2007 aus Klagenfurt vertrieben wird. So wird 2007 zum Pflegerls letztem Kärntner Triumph: Er wird Klagenfurt als Sieger verlassen. Haider wird in Klagenfurt vor die Hunde gehen.


Antwort auf Beitrag vom: 15.01.2006


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