Tagebuch / Februar 2012

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Ich hätte gar nicht erst fragen sollen, weil mich Ihre Meinung ohnehin nur mäßig interessiert (nehmen Sie's als Beweis meiner Überheblichkeit - geschenkt !). Ich nehme Sie hier zwar noch als einen der angenehmeren Diskussionspartner wahr, was aber weniger daran liegt, daß ich das eine oder andere Mal sogar Ihrer Meinung bin, als vielmehr daran, daß Sie anders
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Ich hätte gar nicht erst fragen sollen, weil mich Ihre Meinung ohnehin nur mäßig interessiert (nehmen Sie's als Beweis meiner Überheblichkeit - geschenkt !).

Ich nehme Sie hier zwar noch als einen der angenehmeren Diskussionspartner wahr, was aber weniger daran liegt, daß ich das eine oder andere Mal sogar Ihrer Meinung bin, als vielmehr daran, daß Sie anders als viele hier wenigstens überhaupt eine Meinung haben, über die diskutiert werden kann (auch wenn Sie es sich manchmal leicht machen und sich aufs Kritisieren beschränken, anstatt eigene Lösungsansätze zu liefern - aber diesen Vorwurf kennen Sie ja bereits aus unseren früheren Diskussionen).

Und nicht anders sehe ich mich hier auch selber.

Es mag ja sein bzw. wird wahrscheinlich auch so sein, daß ich von manchen hier als überheblich und rechthaberisch wahrgenommen werde; aber wenn alleine schon die Art, wie ich meine Argumente vortrage, diejenigen verstummen läßt, die sich im Besitz einer viel größeren Wahrheit wähnen, dann kann es ehrlich gesagt mit dieser viel größeren Wahrheit auch nicht weit her sein.

Sie sollten, finde ich, bei dem Ganzen aber auch nicht die Unredlichkeit übersehen, mit der manche hier ihr Bauchgefühl als unumstößlichen Standpunkt verkaufen, der keinerlei Diskussion zugänglich ist.

Ich halte Sie nicht für so naiv als daß Sie allen Ernstes annehmen würden, daß Aussagen wie "Muslime sind Integrationsverweigerer" oder "Die Linken gehn mir am O..." auch noch mit irgendwelchen Gegenargumenten geadelt werden müßten, zumal schon diese Aussagen selbst keinerlei Argument enthalten.

Vielleicht halten Sie es ja für ein Zeichen von Größe, auf solche Aussagen gar nicht erst zu reagieren. Teilweise ist es das vielleicht auch - aber Sie kennen ja meinen Standpunkt, daß bestimmte Aussagen ganz einfach nicht ohne Reaktion bleiben dürfen, andernfalls sie salonfähig würden. Vom Gegenteil konnten Sie mich bislang noch nicht überzeugen, falls Sie's überhaupt schon versucht haben sollten.

Und: Auch wenn ich in den von mir vertretenen Standpunkten sehr verfestigt bin und dementsprechend auftrete - ich bin für Gegenstandpunkte immer offen, wenn sie nur diskutabel sind.

Was obiger Artikel mit mir zu tun haben sollte, versteh ich leider nicht.

Vor allem bin ich nämlich -im Gegensatz zu Ihnen- sicher nicht jemand, der sich selbst irgendetwas leicht macht.


Antwort auf: Küchenjurist (hermann@deranwalt.at)


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