Österreich. Eine Freundin berichtet aus London. Österreich ist täglich in den Schlagzeilen. Einmal ist es ein verhafteter Waffenhändler, dann die Wiederaufnahme Kampusch, dann die Beziehung Haider-Petzner. Dazu kommt der Amstettner Keller und der Wahlerfolg der FPÖ.Morgen soll Martin Graf zum Dritten Nationalratspräsidenten gewählt werden. Das passt ins Bild einer Republik, in der bald
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Österreich. Eine Freundin berichtet aus London. Österreich ist täglich in den Schlagzeilen. Einmal ist es ein verhafteter Waffenhändler, dann die Wiederaufnahme Kampusch, dann die Beziehung Haider-Petzner. Dazu kommt der Amstettner Keller und der Wahlerfolg der FPÖ.
Morgen soll Martin Graf zum Dritten Nationalratspräsidenten gewählt werden. Das passt ins Bild einer Republik, in der bald alles nur deshalb normal ist, weil man sich an alles gewöhnt hat.
Graf. Wenn morgen SPÖ und ÖVP die Wahl von Martin Graf möglich machen, dann ist eine letzte Grenze überschritten. Dann werden Zyklon B-Witze und das Lob der tüchtigen Wirtschaft des Dritten Reiches wieder salonfähig.
Banken. In den letzten Stunden verstärkt sich der Eindruck, dass Faymann und Pröll weit mehr wissen, als sie zugeben. Nicht nur in der Kommunalkredit brechen die ersten Dämme. Wir haben als Bedingung für die Zustimmung zum Banken-Rettungsprogramm die Offenlegung aller faulen Geschäfte gefordert. Faymann, Pröll und Molterer haben beschwichtigt: „Alles gesund, nur eine kleine Spritze zur Steigerung der Fitness!“
Wenn sie gelogen haben, müssten sie eigentlich sofort den Hut nehmen: für die AUA, für die hemmungslose Liberalisierung des Finanzmarktes in Österreich, für ihr Augen zudrücken und alles laufen lassen. So wie das AUA-Managment den Konzern nicht aus der Unternehmenskrise führen wird, so werden Faymann und Pröll Österreich nicht vor den schlimmsten Auswirkungen der Finanzkrise schützen.
Antwort auf Beitrag vom: 27.10.2008






