Tagebuch / Mai 2012

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FPÖ. Karl Öllinger hat wieder einmal voll ins Braune getroffen. Mit seinen Mitarbeitern macht der Dritte Nationalratspräsidenten Martin Graf sein Büro zur ersten parlamentarischen Wehrsportgruppe Österreichs.Martin Graf ist Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft „Olympia“. Seine Mitarbeiter Sebastian Ploner und Markus Vetter decken sich beim deutschen Aufruhr-Verlag mit
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FPÖ. Karl Öllinger hat wieder einmal voll ins Braune getroffen. Mit seinen Mitarbeitern macht der Dritte Nationalratspräsidenten Martin Graf sein Büro zur ersten parlamentarischen Wehrsportgruppe Österreichs.

Martin Graf ist Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft „Olympia“. Seine Mitarbeiter Sebastian Ploner und Markus Vetter decken sich beim deutschen Aufruhr-Verlag mit einschlägigen Utensilien ein.

Aber natürlich ist das alles ganz harmlos. Bücher wie „Funkenflug – das Handbuch für nationalen Aktivismus“ und „Deutschland ist größer als die Bundesrepublik“ verschaffen den neuen Parlamentsmitarbeitern nur den unbedingt nötigen völkischen Horizont. Mit Parolen wie „White Power“ weisen sie auf ihre Distanz zu rot-schwarz hin. Und ein T-Shirt mit „Ich bereue nichts“ gibt nur einen Hinweis auf die vielen Stimmen, die Graf von SPÖ und ÖVP erhalten hat.

Grafs Leibbursche und künftiger Büroleiter Walter Asperl ist selbst ein Verbindungsmann zu einer Lagerkultur, die mit dem „Jugendbund Sturmadler“ an Zeiten und Bräuche der Hitlerjugend erinnert. „Die ideologische Verbundenheit des burschenschaftlichen FPÖ-Vorfeldes mit dem fanatischen Antisemiten Mahler drückte sich auch in einer Wortmeldung von Walter Asperl (aB! Olympia) aus: Auf der Pressekonferenz vom 10. Mai meinte er, Mahler stünde ´mit seinen Werten´ dem national-freiheitlichen Milieu ´sehr nahe´“, berichtet das Dokumetationsarchiv des Österreichischen Widerstands.

„Einheit und Kampf. Das revolutionäre Magazin für Nationalisten“
– dafür steht der Aufruhr-Verlag. Horst Mahler, Sturmadler, White Power – dafür steht die FPÖ im Nationalrat. Jetzt herrscht Aufruhr im Nationalratspräsidium. Wird Frau Prammer zusehen, wie sich gleich in ihrer Nachbarschaft eine rechtsextreme Zelle auf Parlamentskosten einrichtet?


Antwort auf Beitrag vom: 29.12.2008


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