Gas. Der Gashahn ist zu. Das ist nur für die, denen auch in der Energiepolitik der Tellerrand den Horizont bildet, eine Überraschung.Vor einem Jahr sind die Erdölpreise explodiert. Schon damals beschwor die Regierung, die Abhängigkeit von den „Scheichs“ werde jetzt reduziert. Wir haben ein Programm vorgestellt: „Raus aus Öl und Gas – bis 2020“.Der Ölpreis ist wieder gefallen und
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Gas. Der Gashahn ist zu. Das ist nur für die, denen auch in der Energiepolitik der Tellerrand den Horizont bildet, eine Überraschung.
Vor einem Jahr sind die Erdölpreise explodiert. Schon damals beschwor die Regierung, die Abhängigkeit von den „Scheichs“ werde jetzt reduziert. Wir haben ein Programm vorgestellt: „Raus aus Öl und Gas – bis 2020“.
Der Ölpreis ist wieder gefallen und die Energiepolitiker von Pröll bis Faymann sind wieder eingeschlafen. Jetzt sind sie wieder kurz wach. Kaum dreht Putin den Hahn wieder auf, werden sie ein weiteres Mal wegdämmern.
Die Abhängigkeit von Gas und Öl ist längst zur Schlüsselfrage der globalen Sicherheitspolitik geworden. Der Irak-Krieg, die Spannungen von Aserbeidschan bis Kasachstan, der Streit um Nabucco und der schwere Konflikt zwischen Russland und der Ukraine – all das sind Stationen eines eskalierenden Konflikt um die erschöpften Ressourcen des fossilen Zeitalters.
Sicherheitspolitik heißt heute „Pellets“, „Fotovoltaik“ und vor allem „Energiesparen“. Statt dessen setzt die österreichische Außenwirtschaftspolitik auf die Gasleitung „Nabucco“, die statt durch Russland durch den Iran gehen soll. Irans Präsident Ahmadinedjad wird sich freudig an den Gashahn setzen.
KLOIBI ONLINE. Die kleine Serie über den Kabinettschef der Innenministerin wirkt. Immer mehr Beamte berichten mir über Machtmissbrauch und Schiebungen. Das Zentrum ist auch hier Wien, aber auch aus der engeren Heimat der Innenministerin wird Bemerkenswertes berichtet. Im Rahmen unserer kleinen Zusatzaktion „Fekterzeichen XY“ werden wir jedem Hinweis nachgehen.
Heute geht es um erfolgreiche und um weniger erfolgreiche Interventionen. Entscheidend für den Erfolg ist der Absender. Ist er schwarz, ist alles gut. Ist er rot oder blau, gibt es zwei Möglichkeiten: ein Geschäft oder ein klares Nein. Diese Erfahrung musste auch Jörg Haider machen.
Ein Beamter aus der Personalabteilung des Innenministeriums wendet sich an Kloibi. Revierinspektor Gau habe seinen Karenzurlaub genützt, um im Büro des Kärntner Landeshauptmanns zu arbeiten. Jetzt wolle er diese Karenzierung verlängern lassen. Was bei einer ÖVP-Intervention sofort funktioniert hätte, führt im Fall „Haider“ zu einem anderen Ergebnis. Kloibi empfiehlt: „ich würde karenzierung ablehnen bzw mir teuer abkaufen lassen“.
Aber was heißt das – „abkaufen lassen“? Wie kann man sich im Innenministerium beim jetzigen Kabinettschef Karenzierungen „kaufen“? Und was ist der Preis?
Antwort auf Beitrag vom: 07.01.2009






