Anfrage. Einer der drei Zeugen, die das System „Novomatic-Hahn" beschreiben, berichtet über Treffen mit der Polizei. Ich fasse die Hinweise in einer ANFRAGE an die Innenministerin zusammen. Es geht um Essen, Trinken, Prostituierte und Herren aus Tschetschenien, Georgien und Russland. Architekt der Novomatic-Polizeibeziehungen soll laut dieser Aussage der gut bekannte „Verein der
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Anfrage. Einer der drei Zeugen, die das System „Novomatic-Hahn" beschreiben, berichtet über Treffen mit der Polizei. Ich fasse die Hinweise in einer ANFRAGE an die Innenministerin zusammen. Es geht um Essen, Trinken, Prostituierte und Herren aus Tschetschenien, Georgien und Russland. Architekt der Novomatic-Polizeibeziehungen soll laut dieser Aussage der gut bekannte „Verein der Freunde der Wiener Polizei" sein.
Nicht nur ich bin gespannt, was die Innenministerin antworten wird.
Hahn. Der Noch-nicht-Kommissar versucht sich durchzuschummeln. Drei Zeugen belasten ihn. Aber sein Name ist Hahn, und er weiß von nichts.
Die Fakten sprechen gegen Hahn. Aber Hahn hat einen mächtigen Verbündeten: das sogenannte Österreichische. So bezeichnet man die Angewohnheit, sich mit allem abzufinden. Korruption, Misswirtschaft oder einen der vielen anderen Gründe, die einen außerhalb Österreichs von Ämtern ausschließen - die sind nur unter einer Voraussetzung berichtenswert: wenn sie sich im Ausland zutragen.
Hypo. Genau wie in der Affäre „Hahn" ist es auch bei Hypo gelaufen. Schon vor zwei Jahren hat unser Kärntner Landtagsabgeordneter Rolf Holub in einem umfassenden Bericht alles vorgelegt, was jetzt zu großer Aufregung führt. Damals war das keine „Geschichte". Kein österreichischer Journalist hat sich gefunden, der die Affäre zu seiner Sache gemacht hat.
Zum Skandal ist Hypo jetzt in Deutschland geworden. Dort wird mit Hochdruck gerichtlich und parlamentarisch untersucht. Jetzt, wo das deutsche Skandal-Gütesiegel drauf ist, kann die fertige Affäre in Österreich untersucht werden.
In der Affäre „Hahn-Novomatic" ist das nicht anders. Drei Zeugen belasten den Noch-Minister. Aber es wird auch diesmal den Spiegel und die Financial Times brauchen, damit es ganz am Ende eine heiße österreichische Viertelstunde gibt.
Antwort auf Beitrag vom: 15.01.2010






