Eurofighter.
Wir sind nach Strich und Faden betrogen worden. Die Eurofighter unserer Tranche 1 haben Betriebskosten pro Stunde von 74 000 Euro. Und: Für die deutsche Luftwaffe hat ein Eurofighter 57 Millionen Euro gekostet. Der österreichische Verteidigungsminister hat dafür genau das Doppelte bezahlt. Das riecht nach organisiertem Betrug und Milliardenkorruption.
Die neuen
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Eurofighter.
Wir sind nach Strich und Faden betrogen worden. Die Eurofighter unserer Tranche 1 haben Betriebskosten pro Stunde von 74 000 Euro. Und: Für die deutsche Luftwaffe hat ein Eurofighter 57 Millionen Euro gekostet. Der österreichische Verteidigungsminister hat dafür genau das Doppelte bezahlt. Das riecht nach organisiertem Betrug und Milliardenkorruption.
Die neuen Fakten stehen in der
ANTWORT der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bulling-
Schröter, Schäfer, Dr. Höll und der Fraktion DIE LINKE vom 3. August 2010
BT-Drucksache 17/2709 vom 4. August 2010
Neuburger Jagdgeschwader 74
Auf Frage 5 antwortet der parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt für den Verteidigungsminister:
Ein EUROFIGHTER verbraucht pro Stunde durchschnittlich ca. 3.500 Kilogramm Treibstoff/Kerosin (derzeit Flugkraftstoff des Typs F-34).
Nach Berechnungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ergibt sich durch die Verbrennung dieser Menge Treibstoff mittlerer Qualität in einem Turbinenluftstrahltriebwerk ein durchschnittlicher Kohlendioxidausstoß pro EUROFIGHTER-Flugstunde von ca. 11.000 Kilogramm.
Elf Tonnen CO² pro Flugstunden - das ist ein Umweltverbrechen.
Bei Frage 6 geht es um die Betriebskosten:
Die Kosten (Betriebskosten und kalkulatorische Kosten) der Flugstunden für Luftfahrzeuge der Bundeswehr werden jährlich im Ministerialblatt des Bundesministeriums der Verteidigung veröffentlicht.
Bisher ließen programmbedingte Kostenschwankungen in der Einführungsphase EUROFIGHTER keine statistisch repräsentative Ermittlung der flugstundenbezogenen Kosten zu. Daher wurden rechnerisch die Kosten pro Flugstunde wie beim Waffensystem TORNADO zu Grunde gelegt, d.h. die Flugstundenkosten für 2007 und 2008 entsprechen den TORNADO-Werten (2007: 41.804 EURO, 2008: 40.426 EURO).
Mit Erreichen eines statistisch stabileren Flugbetriebs wurden die Kosten für das Waffensystem EUROFIGHTER erstmals für das Jahr 2009 mit 73.992 EURO ermittelt.
74 000 Euro pro Flugstunde - das ist eine Million Schilling. Platter, Darabos - sie haben uns alle belogen.
Frage 7 hat den Kaufpreis zum Inhalt. Und hier kommt es zur größten Überraschung:
Die durchschnittlichen Anschaffungskosten der in Neuburg a.d. Donau stationierten Luftfahrzeuge EUROFIGHTER Tranche 1 betrugen ca. 57 Millionen EURO pro Stück einschließlich USt.
Ein österreichischer Eurofighter kostet rund 115 Millionen Euro. Die österreichischen Jets sind gebrauchte der deutschen Luftwaffe - und damit baugleich mit den Flugzeugen des deutschen Jagdgeschwaders. Dort kostet ein Eurofighter 57 Millionen Euro.
Also: Die deutsche Luftwaffe kauft einen neuen Eurofighter der Tranche 1 um 57 Millionen Euro - und verkauft ihn gebraucht um 115 Millionen Euro an Darabos weiter.
Jeder kann sich jetzt ausmalen, wie viele Millionen bei uns verschwunden sind. Scheibner, Platter, Grasser, Schüssel, Darabos - das sind die Herren der verschwundenen Milliarden.
Nach wie vor weigert sich Darabos, seinen Eurofighter-Vertrag offenzulegen. Nach wie vor vertuscht er die Pannen. Und nach wie vor deckt er die Korruption im Bundesheer.
Es ist Zeit für die nächste Untersuchung.
Antwort auf Beitrag vom: 29.08.2010






