Steiermark: Wir haben verloren, nicht viel, aber zum ersten Mal seit vielen Jahren. Was haben wir falsch gemacht?1. Es stimmt schon, dass einem beim Duell zweier Großer weniger Platz bleibt als sonst. Aber das ist – mit Ausnahme von Wien, Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg – keine ungewöhnliche Situation. 2. Im Gegensatz zur KPÖ war unser Angebot weniger klar und weniger
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Steiermark: Wir haben verloren, nicht viel, aber zum ersten Mal seit vielen Jahren. Was haben wir falsch gemacht?
1. Es stimmt schon, dass einem beim Duell zweier Großer weniger Platz bleibt als sonst. Aber das ist – mit Ausnahme von Wien, Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg – keine ungewöhnliche Situation.
2. Im Gegensatz zur KPÖ war unser Angebot weniger klar und weniger persönlich. Drei Dinosaurier auf einem bunten Plakat – das war keine politische Botschaft, für die man gewählt wird.
3. Die soziale Frage wird immer mehr zur Schlüsselfrage von der französischen EU-Abstimmung bis zur steirischen Landtagswahl. Gewählt wird hier, wer eine klare und harte sachliche Position mit einem hohen Maß an persönlicher Glaubwürdigkeit verbindet. Mit einem Riedel-Glas in der Hand wird Alfred Gusenbauer auch in Zukunft nicht die Arbeiter hinter sich scharen können. Aber auch wir haben hier ein Problem. Während wir von der Ökologie bis zu den Menschenrechten ein klares und scharfes Profil haben, ist unsere Sozialpolitik ein Schattenbereich geblieben. Das muss sich ändern, wenn wir nicht im selben toten Winkel wie die deutschen Grünen landen wollen.
Aber gut ist, dass Waltraud Klasnic abgewählt ist; dass es die FPÖ nicht geschafft hat; und dass das BZÖ schon am Start abgesoffen ist. Wolfgang Schüssel und Jörg Haider haben in der Steiermark vom Freibier bis zur Türkei alles gegeben und nichts bekommen. Jetzt regieren sie mit leeren Händen weiter.
Antwort auf Beitrag vom: 02.10.2005






