Tagebuch / Mai 2012

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Es gibt eine ausgezeichnete Nachricht, und die lautet: Die österreichische Filiale von Transparency International ist gegründet. Der Beirat ist 1a: der Verfassungsrechtler Heinz Mayer als Präsident und im Beirat Prof. Walter Barfuss, der Ökonom Kurt Bayer vom WIFO, der frühere Rechnungshofpräsident Franz Fiedler, unser ehemaliger Abgeordneter Staatsanwalt Walter Geyer, der unermüdliche
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Es gibt eine ausgezeichnete Nachricht, und die lautet: Die österreichische Filiale von Transparency International ist gegründet. Der Beirat ist 1a: der Verfassungsrechtler Heinz Mayer als Präsident und im Beirat Prof. Walter Barfuss, der Ökonom Kurt Bayer vom WIFO, der frühere Rechnungshofpräsident Franz Fiedler, unser ehemaliger Abgeordneter Staatsanwalt Walter Geyer, der unermüdliche Aufdecker Florian Klenk vom Falter, die EU-Ökonomin Edith Kitzmantel, BIA-Chef Martin Kreutner als oberster anti-Korruptions-Polizist, der Ökonom und frühere SPÖ-Abgeordnete Ewald Nowotny, der Parteienfinanzierung-Experte und Politiologe Hubert Sickinger und Werner Vogt, Arzt und Kämpfer gegen das gesamte Böse. Das ist eine Sondereinheit, die für die tief verwurzelte österreichische Korruption ein schönes Problem wird. Freude!

So, und jetzt zum Schlimmsten. Heute in der Früh bin ich wieder einmal in einen feucht-klebrigen Beweis der Tüchtigkeit des Wiener Bürgermeisters gestiegen: Hundescheisse!

Ganz Wien beherbergt so viele Hunde wie die Bezirke Margareten oder Hernals Einwohner haben. Damit hat Wien einen 24. Bezirk, dessen Bewohner ein Privileg haben: Sie dürfen hinscheißen, wo sie wollen. Wenn 46 933 Hunde täglich ihre durchschnittlich 30 Deka Scheiße auf Wiens Straßen verteilen, bescheren sie der Stadt gemeinsam 14,08 Tonnen Hundescheiße. Pro Jahr sind das 5138,87 Tonnen, fein über die Stadt, ihre Gehsteige, Spielplätze und Wiesen verteilt.

Jetzt gibt es zwei Arten von Menschen. Die einen verlieren sich in ihre Gedanken und blicken dazu, wenn sie gehen, ständig zu Boden. Die anderen gehen mit offenen Augen durch die Stadt, sehen sich um und die Hundescheiße nicht. Wenn dann in der Nähe eine Lacke ist, hüpfen sie darin herum und haben Glück gehabt. Wenn alles trocken ist, droht Gestank.

Noch schlimmer ist es für die Kinder, weil Hundehalter zwei Orte zur Ablassung der Scheiße bevorzugen: Wiesen und Sandkisten.

Warum ist Wien die einzige Stadt, in der ein stilles Grundrecht für freies Hundescheißen gilt? Ist das Wahlrecht von Herrln und Frauerln so fürchtenswert, dass ihnen das kommunale Scheißrecht eingeräumt werden muss? Ich sage NEIN!

Wien ist keine Scheißstadt. Wo Hund, da auch Sackerl und Schauferl. Wo das nicht, da STRAFE!

Wer Häupl wählt, wählt Hundstrümmerln. Das ist die bittere Wahrheit. Und ein ganz streng riechender Grund, die absolute Trümmerlmehrheit zu verhindern.


Antwort auf Beitrag vom: 14.10.2005


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