Tagebuch / Mai 2012

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SONNTAG, 31. DEZEMBER 2006

Ich sitz hier auf der Alm und fasse seit Tagen die ersten Ergebnisse des Untersuchungsausschusses zusammen. Die vier Tage langen öffentlichen Vernehmungen waren ergebnisreich. Einiges ist jetzt schon viel klarer als zu Beginn. Sobald ich durch die Protokolle durch bin, werde ich die erste Bilanz veröffentlichen.Das Jahr geht zu Ende und mit ihm das erste große Wahlversprechen der SPÖ. Die
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Ich sitz hier auf der Alm und fasse seit Tagen die ersten Ergebnisse des Untersuchungsausschusses zusammen. Die vier Tage langen öffentlichen Vernehmungen waren ergebnisreich. Einiges ist jetzt schon viel klarer als zu Beginn. Sobald ich durch die Protokolle durch bin, werde ich die erste Bilanz veröffentlichen.

Das Jahr geht zu Ende und mit ihm das erste große Wahlversprechen der SPÖ. Die Studiengebühren werden nicht abgeschafft. Gusenbauer will „Bummelstudenten“ bestrafen. Das ist aus mehreren Gründen eine schlechte Idee. Zum ersten trifft die Regelung, wer halb arbeitet, solle halb zahlen, gerade die sozial Schwächsten. Warum arbeitende Studenten als Bummler denunziert werden, bleibt Vorsitzendengeheimnis. Zum zweiten ist Bummeln gut. Die Zeit des Studierens ist auch eine Zeit der Orientierung und des Ausprobierens. Gusenbauer, Cap, Häupl und ich waren Bummelstudenten – aus einem einfachen Grund: Wir haben zuerst „politisiert“ und erst dann studiert. Das war möglich, weil wir keine Gebühren zahlen mussten.

Hätte Alfred Gusenbauer nicht von Bruno Kreiskys Bummelunis profitiert, hätte er vielleicht schnell studiert und schnell einen Job gefunden. Möglicherweise wäre er heute schon Leiter der BAWAG-Zweigstelle in Ybbs.

Bummeln ist gut, weil es kreativer und freier macht. Die zunehmende Produktivität der Arbeit wird uns die Chance geben, auch jenseits der Universitäten Bummelzonen, Zonen des Lernens und des freien Lebens, einzurichten. Daher beende ich das Jahr mit einem großen Lob des Bummelns.

Es lebe hoch, hoch, hoch!

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Antwort von: Thomas Schett
verfasst am: 31.12.2006 17:42:35

Absolut Ihrer Meinung, Herr Pilz. Leider wird aber auch Bildung immer mehr der neoliberalen Verwertungslogik unterworfen.

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Antwort von: kritikus
verfasst am: 31.12.2006 17:35:19

Lieber Peter Pilz, Du musst uns nicht erklären, wie schwer das Politikerleben ist und Du auch heute arbeiten musst. Schmeiß Deine Akten in eine Ecke und sauf Dir einen ordentlichen Rausch
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Lieber Peter Pilz, Du musst uns nicht erklären, wie schwer das Politikerleben ist und Du auch heute arbeiten musst. Schmeiß Deine Akten in eine Ecke und sauf Dir einen ordentlichen Rausch an - das schützt vor Magengeschwüren ;)

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 31.12.2006 17:18:29

Nein Koalitionslogik! €- Fighter bekommen wir, Studiengebühren behalten wir, 45 Beitragsjahre sind genug ,ohne Abschläge in PensionVielleicht a bisserl. usw.... Eigentlich hätte
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Nein Koalitionslogik! €- Fighter bekommen wir, Studiengebühren behalten wir, 45 Beitragsjahre sind genug ,ohne Abschläge in Pension

Vielleicht a bisserl. usw....

Eigentlich hätte dies die SPÖ als auch als 2.Stärkste Partei

durchsetzen können. Ich meine was da noch übrig bleibt von den

Wahlversprechen hätte die SPÖ auch mit Vizekanzler Gusi unter

Schüssel erreichen müssen.

Na ja es gibt ja wieder Wahlen und nicht so lange wird es dauern...

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Antwort von: Altruist
verfasst am: 31.12.2006 13:06:40

Auch ich brauchte 16 statt 8 Semester für mein Studium - arbeitete daneben 30 Stunden/Woche während der gesamten 8 Jahre und zahlte brav SV und Steuern ein. Nach Gusis Definition war ich
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Auch ich brauchte 16 statt 8 Semester für mein Studium - arbeitete daneben 30 Stunden/Woche während der gesamten 8 Jahre und zahlte brav SV und Steuern ein. Nach Gusis Definition war ich ein Bummelstudent.

Also jene, die arbeiten und sowieso schon in das soziale System einzahlen, sollen nochmals zur Kasse gebeten werden und jene, die nicht arbeiten müssen, weil es der Papa richtet, zahlen keine Studiengebühren. Ist das sozialdemokratische Logik?

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Antwort von: gbtoe
verfasst am: 02.01.2007 18:56:14

hab mehr als das Doppelte der Mindest gebraucht. Daneben manchmal auch wenig gearbeitet, trotzdem ist nix weitergegangen. Hab etwas mehr gemacht, als im Lehrplan gefordert aber auch viele
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hab mehr als das Doppelte der Mindest gebraucht. Daneben manchmal auch wenig gearbeitet, trotzdem ist nix weitergegangen. Hab etwas mehr gemacht, als im Lehrplan gefordert aber auch viele bedrückende Misserfolge einstecken müssen.

Unter heutigen Umständen hätt ichs nicht vielleicht nicht gepackt. Als Legastheniker mit schlechten Lese- und Lernfähigkeiten sinken die Chancen, den Schema-F Kriterien von Prüfungen zu entsprechen, auch bei einigemaßen hoher Intelligenz.

Schade für das Recht auf Bildung. Evtl. mittelfristig gut für Ausbildungszwecke.

Übrigens gibt es Hinweise darauf, dass kaum ein anderer Sektor in den letzten Jahrzehnten so massiv (auf Drängen von Industrieunternehmen) verstaatlicht wird, wie der Bildungssektor: AMS-Umschulungen, Uni-Studierende, FH-Studierende, Schülerzahlen steigen, Lehrlingszahlen sinken. MfG

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