MONTAG, 27. AUGUST 2001
Irgendwann wird sich auch die österreichische Außenpolitik mit George Bush befassen müssen. Ich weiß nicht, wie Österreich mit einem Präsidenten, der parteiübergreifend als der dümmste aller Zeiten abgehakt wird, leben würde. Es spricht für eine Grundwurstigkeit, wenn sich die führende Nation mit einem Trottel an ihrer Spitze abfindet. Dumm, so lehrt Bush aber überzeugend, hat nichts
>> mehr lesen
Irgendwann wird sich auch die österreichische Außenpolitik mit George Bush befassen müssen. Ich weiß nicht, wie Österreich mit einem Präsidenten, der parteiübergreifend als der dümmste aller Zeiten abgehakt wird, leben würde. Es spricht für eine Grundwurstigkeit, wenn sich die führende Nation mit einem Trottel an ihrer Spitze abfindet. Dumm, so lehrt Bush aber überzeugend, hat nichts mit harmlos zu tun. Alles, was der Präsident in die Hände kriegt, wird scharfgemacht: der Ausstieg aus dem Klimavertrag, die Kündigung des ABM-Abkommens und jetzt die Parteinahme gegen Arafats schwankendes Zentrum in der PLO. Alle, die einem NATO-Beitritt Österreichs das Wort reden, sollen erklären, warum wir uns dem militärischen Oberbefehl eines dreinschlagenden Hillbillies unterstellen sollen.
Im Innenministerium haben immer mehr Beamte genug. Mit seinem Versuch, das Ressort nach dem Vorbild der niederösterreichischen ÖVP umzubauen, schafft sich der Minister immer mehr Widerstand im eigenen Haus. Ein Jahr hat der „liberale" Strasser sein Image gepflegt. Jetzt legt er los: politische Säuberungen und parteiliche Neubesetzungen, ein Jagdkommando namens „BIA", schwarz-blauer Stapo-Umbau und Mißbrauch von EKIS und KPA ohne jede interne Konsequenz. Rechtsstaat ist für Strasser das, was im Staat rechts ist. Neben Böhmdorfer ist der Innenminister der zweite harte Wendepolitiker im Kabinett.






