DONNERSTAG, 01. FEBRUAR 2001
Die Sozis haben ihre Dringliche vorbereitet und schauen durch die Finger. Helene Partik-Pablé und ein VP-Abgeordneter stechen die SPÖ-Dringliche mit einer eigenen der Regierung ab. Das Thema: "Gewalt von links". Eine Schlüsselpassage beweist, dass alle freiheitlichen Tassen aus dem Schrank sind: "Wie es überhaupt auffällt, dass bisher alle Bombenattentäter, die in diesem Zusammenhang
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Die Sozis haben ihre Dringliche vorbereitet und schauen durch die Finger. Helene Partik-Pablé und ein VP-Abgeordneter stechen die SPÖ-Dringliche mit einer eigenen der Regierung ab. Das Thema: "Gewalt von links". Eine Schlüsselpassage beweist, dass alle freiheitlichen Tassen aus dem Schrank sind: "Wie es überhaupt auffällt, dass bisher alle Bombenattentäter, die in diesem Zusammenhang bekannt wurden, politisch links zuzuordnen sind. Nicht nur die Täter von Ebergassing sondern auch Franz Fuchs, der als "ein echter Achtundsechziger" und "politische eher linksstehend" bezeichnet wurde und aus einem erzsozialistischen Elternhaus stammt." Die Regierungsparteien wollen eines nicht zur Kenntnis nehmen: Die einzige Gewalt von links, die in Österreich immer wieder zu Todesopfern führt, ist die Nichtbeachtung der Vorrangregel im Strassenverkehr. Die politisch lebensgefährliche Gewalt kommt seit langem ausschließlich von rechts.
Partik-Pablé versucht eine Brandrede. Ein Abgeordneter nach dem anderen beginnt zu lachen. Bald halten sich die meisten die Bäuche. Völlig irritiert schimpft die pensionierte Richterin vor sich hin. Als dann noch Innenminister Strasser in seiner Antwort das Demonstrationsrecht gegen die FPÖ verteidigt, ist der Ofen aus. Die Opposition applaudiert dem Innenminister, die Freiheitlichen sitzen ratlos in ihren Bänken. Was sie derzeit tun, es geht in die Hosen. Häufiger Hosenwechsel ist das einzige, was ihnen derzeit hilft.
18 Uhr Landesverteidigungsrat. Schüssel hat keine Lust, den außenpolitischen und den Landesverteidigungsrat getrennt abzuhalten, daher pfeift er auf Gesetz und Geschäftsordnung und lädt beide gemeinsam während der Plenarsitzung. Einem Vertreter der SPÖ wird mitgeteilt, dass er die Einladung morgen bekommen würde. Es sei sich halt nicht anders ausgegangen. Heinz Fischer verliert selten die Fassung. Diesmal reicht es dem Präsidenten. Als Schüssel bemerkt, dass er überzogen hat, bietet er plötzlich neue Termine an. Der Kanzler hat von Haider gelernt. Man spürt richtig, wie wenig er von Parlament und Kontrolle hält.






