Tagebuch / Juli 2010

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MONTAG, 21. JULI 2010

Graz grün. Das ist das Hauptergebnis der gestrigen Wahl. Wir haben 6,3 Prozent dazu gewonnen. Die SPÖ ist zum ersten Mal auf weniger als zwanzig Prozent abgestürzt.Der Herr Bachmayer, der Meister des Meinungssenfs, weiß auf der Stelle, dass das nichts mit Bundespolitik zu tun hat. Alles spricht gegen diese Ansicht. Die SPÖ ist auch für Gusenbauer abgestraft worden. Wir Grüne stehen in Graz
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Graz grün. Das ist das Hauptergebnis der gestrigen Wahl. Wir haben 6,3 Prozent dazu gewonnen. Die SPÖ ist zum ersten Mal auf weniger als zwanzig Prozent abgestürzt.

Der Herr Bachmayer, der Meister des Meinungssenfs, weiß auf der Stelle, dass das nichts mit Bundespolitik zu tun hat. Alles spricht gegen diese Ansicht. Die SPÖ ist auch für Gusenbauer abgestraft worden. Wir Grüne stehen in Graz und im Bund gut da. Und spätestens ab der Islam-Hetze der FPÖ war die Grazer Wahl eine nationale Angelegenheit.

Die FPÖ ist neben der SPÖ die zweite große Verliererin. Sie hat auf die anderen gezielt und punktgenau das eigene Knie getroffen. Jetzt muss Strache dem niederösterreichischen Wahlkampf entgegen humpeln.

Wird Graz jetzt schwarz-grün regiert? Einiges spricht dafür. Aber es kommt auf die Grazer ÖVP an. Wird sie vom Verkehr bis zum Umgang mit Minderheiten, von der Kultur bis zur Energie einen Gegenkurs zu Schüssel und Molterer fahren? Für Graz wäre es gut, und für uns wäre es spannend.

Bemerkenswert war gestern wieder das Regierungsfernsehen. Als die Zeit im Bild Graz ins Bild brachte, stand darunter „ÖVP gewinnt Grazer Wahl“. Ja, am Küniglberg sind seit einigen Monaten wieder 1,5 ÖVP-Prozente deutlich mehr als 6,4 Prozent der Grünen.

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Antwort von: Fridolin
verfasst am: 25.01.2008 09:22:40

Rücker hat eigentlich nur Stimmen dazugewonnen, weil sie (im gegensatz zu Sonneck) sympathisch wirkt. Right face in the right place. Von Anliegen oder Vorhaben ist an die Basis eigentlich nichts
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Rücker hat eigentlich nur Stimmen dazugewonnen, weil sie (im gegensatz zu Sonneck) sympathisch wirkt. Right face in the right place. Von Anliegen oder Vorhaben ist an die Basis eigentlich nichts durchgesickert. (was wolte eigentlich Ferk: "Mehr" von allem und jedem, und Nagl: "Ihr zuliebe" eigener Frau die Waschmaschine einräumen.

Und was hat das mit Stadtpolitik zu tun.) Leider ist die sympathische KPÖlerin gegenüber dem noch sympathischeren KPÖler Kaltenegger abgestunken. Am allersympathischsten ist aber der Nagl. Vielleicht geht sich eine sympathische Lösung mit Grün aus. Gabs da bei den Grazer Wahlen eigentlich Unsympathler auch?

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Antwort von: Otto
verfasst am: 23.01.2008 09:44:57

Also ich geb' ja zu, dass die Grünen einen starken Gewinn in Graz eingefahren haben. Aber im Vergleich dazu hat die extreme Rechte in Graz mit FPÖ und BZÖ zusammen 7.8% bekommen!
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Also ich geb' ja zu, dass die Grünen einen starken Gewinn in Graz eingefahren haben. Aber im Vergleich dazu hat die extreme Rechte in Graz mit FPÖ und BZÖ zusammen 7.8% bekommen! Also von einem Wahlverlierer FPÖ zu sprechen halte ich für radikal Übertrieben. Jede Person, die ich kenne wundert sich über die verschwörungsartige Einhelligkeit mit der ale Medien behaupten, die FPÖ hätte die Wahl verloren. Die rechten haben in Graz stärker dazugewonnen als die Grünen, und das ist ein Grund für Besorgnis, vorallem im Hintergrund dieses Wahlkampfes. Macht euch Gedanken wieso und suhlt euch nicht zu sehr in eurem "Erfolg" sonst bleibt ihr bald auf der Strecke! Diese Art von Selbsttäuschuung bringt den Grünen garnichts.

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Antwort von: Leon
verfasst am: 22.01.2008 13:30:21

Graz ist grün.Wohl wiedermal eine Selbsteinschätzung.Wohin sollen denn die KPÖ Stimmen fließen ?Wohl doch zu den Grünen, die teilweise ohnedies eineiige Zwillinge der
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Graz ist grün.

Wohl wiedermal eine Selbsteinschätzung.

Wohin sollen denn die KPÖ Stimmen fließen ?

Wohl doch zu den Grünen, die teilweise ohnedies eineiige Zwillinge der KPÖ sind.

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Antwort von:
verfasst am: 22.01.2008 13:04:08

Aha –da kritisiert der Herr Pilz das Regierungsfernsehen, weil die Zeit im Bild die ÖVP als Wahlsieger bezeichnet hat. Selbst bezeichnet Herr Pilz die FPÖ als Wahlverlierer, obwohl
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Aha –da kritisiert der Herr Pilz das Regierungsfernsehen, weil die Zeit im Bild die ÖVP als Wahlsieger bezeichnet hat. Selbst bezeichnet Herr Pilz die FPÖ als Wahlverlierer, obwohl die FPÖ sowohl Prozente als auch absolute Stimmen dazugewonnen hat.

Also Herr Pilz, sie sind bezüglich Objektivität auch nicht besser als das Regierungsfernsehen.

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Antwort von: Manfred
verfasst am: 21.01.2008 15:24:21

Zur FPÖ: Wer weiß schon wie vile die FPÖ ohne Islamhetze verloren hätte. Nur wer es weiß, kann sagen, wie wenig sie gebracht hat.Zu Schwarz-Grün: In OÖ ist
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Zur FPÖ: Wer weiß schon wie vile die FPÖ ohne Islamhetze verloren hätte. Nur wer es weiß, kann sagen, wie wenig sie gebracht hat.

Zu Schwarz-Grün: In OÖ ist längst der neoliberale Sündenfall der Grünen passiert. Sie reiht sich in den den Parteiengleichklang der von lobbyisten gelenkten Demokratie ein, der lediglich durch zielgruppengerechte Kommunikation der Inhalte (d.h.: die "Notwendigkeit" von Sozial-, Umwelt- und Lohndumping, alleinige Ausrichtung der Wirtschaft auf Kapitalmarktgeschehen) unterscheidet. Daher ist es auch egal, welches Wahlrecht in Zukunft gilt. Die Politik wird von der EU gemacht, das heißt von Lobbyisten und deren Marionetten.

PS.: Ex.ÖVP-Obmann und EX-Vizekanzler Riegler ist in Sachen ökologische und soziale Ausrichtung von Politik und Wirtschaft um vieles glaubwürdiger als die Grünen.

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Antwort von: Oberösterreicher
verfasst am: 22.01.2008 11:56:05

Aha. Sündenfall der Grünen in Oberösterreich? Dafür gehts uns aber ganz gut im Land ob der Enns. Das, lieber Manfred, heisst REALPOLITIK. Ich weiss, damit haben einige bei den
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Aha. Sündenfall der Grünen in Oberösterreich? Dafür gehts uns aber ganz gut im Land ob der Enns. Das, lieber Manfred, heisst REALPOLITIK. Ich weiss, damit haben einige bei den Grünen Probleme, aber ich wähle sie genau dafür.

Was genau ist jetzt der "Sündenfall" der Grünen in OÖ?

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Antwort von: Manfred
verfasst am: 22.01.2008 15:48:52

Sündenfall: Wer, wenn nicht die Grünen sollten wissen, dass Energieversorger nicht dem Spekulantenwahnsinn überlassen werden dürfen. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass
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Sündenfall: Wer, wenn nicht die Grünen sollten wissen, dass Energieversorger nicht dem Spekulantenwahnsinn überlassen werden dürfen. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass Energiepolitik dadurch unmöglich geworden ist, dass dadurch eine Rückkehr zur Atomenergie fast schon eine ausgemachte Sache ist, dass aufgrund der Kartellbildung die Preise ungehindert steigen, weil die allein die Rendite zählt, während die Infrastruktur langsam aber sicher verkommt und klar ist, dass irgendwann der Staat dafür aufkommen wird.

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Antwort von: Oberösterreicher
verfasst am: 23.01.2008 02:51:10

Sag ich ja - die machen halt Realpolitik. Die OKA (EnergieAG) ist nicht verkauft (so muss halt der Hr. Raiffeisen-Scharinger die Fäden hinter der Bühne ziehen), und selbst wenn, glaub ich
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Sag ich ja - die machen halt Realpolitik. Die OKA (EnergieAG) ist nicht verkauft (so muss halt der Hr. Raiffeisen-Scharinger die Fäden hinter der Bühne ziehen), und selbst wenn, glaub ich nicht, daß jemand uns zwingen kann, Atomstrom zu kaufen. Das wäre - vor allem mit dem Hintergrund Temelín in OÖ wohl auch ziemlich fatal.

Ich bin ihrer Meinung - Infrastruktur kann, darf und soll nicht ganz privatisiert werden.

Rückkehr zur AK in D? - Sind denn dort die Grünen in der Regierung? Klar waren sie. Aber sie waren halt, und haben, wenn ich mich recht erinnere, der Atomkraft erstmal den Hahn abgedreht.

Daß da EU-weit einiges nicht ganz richtig läuft ist nochmal eine andere Sache. Man muss schon sehen, daß die AK-Lobby eine große ist, und nicht zuletzt Siemens dort auch mitmischt. Deren Geschäftspraktiken kennt man ja mittlererweile...

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Antwort von: Manfred
verfasst am: 23.01.2008 16:22:36

Die OKA wurde nicht verkauft, die Grünen waren aber für einen Börsegang. Realpolitik kann und muss anders ausschauen, wenn es nciht Lobbyisten-Politik sein soll.Wenn die OKA verkauft
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Die OKA wurde nicht verkauft, die Grünen waren aber für einen Börsegang. Realpolitik kann und muss anders ausschauen, wenn es nciht Lobbyisten-Politik sein soll.

Wenn die OKA verkauft ist, lässt sich deren Geschäftsgebaren nicht kontrollieren, auch nicht, ob sie Atomstrom kauft, im ausladn betreibtr, oder nicht. Infrastrukteren sollen überhauot nicht privatiseirt werden, denn die ganzen Kosten trägt immer der Steuerzahler.

Dass der Ausstie uas der AK nicht funktioniert und der politische Wille eine so geringe Rolle spielt, ist Ergebnis der Privatisierung. Dass die Ausstiegsverträge so schlecht gemacht sind, fällt auch in die Verantwortung der Grünen.

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Antwort von: Küchenjurist (hermann@deranwalt.at)
verfasst am: 22.01.2008 15:44:07

Stimmt - in OÖ scheint es eigentlich hinzuhauen, so wie zB auch auf Gemeinde-Ebene in Klosterneuburg. Ich seh da ehrlich gesagt auch keinen Sündenfall, außer vielleicht, daß
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Stimmt - in OÖ scheint es eigentlich hinzuhauen, so wie zB auch auf Gemeinde-Ebene in Klosterneuburg.

Ich seh da ehrlich gesagt auch keinen Sündenfall, außer vielleicht, daß Anschobers Versuche, das IG-Luft umzusetzen, nicht unbedingt populär sind (was aber kein Kriterium sein sollte).

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Antwort von: rolli
verfasst am: 21.01.2008 15:20:42

S.g. Herr Doktor! Sie haben noch nicht das Wesen einer Wahl verstanden!Es gibt einen Gewinner, und das ist der, der die meisten Stimmen erhält. Das ist wiederum die ÖVP. Was ist also falsch
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S.g. Herr Doktor!

Sie haben noch nicht das Wesen einer Wahl verstanden!

Es gibt einen Gewinner, und das ist der, der die meisten Stimmen erhält. Das ist wiederum die ÖVP. Was ist also falsch an der ORF-Berichterstattung!?

Ich glaube in der Schule gelernt zu haben, dass 37 % der ÖVP deutlich mehr als die 15 % der Grünen sind!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bitte erklären Sie einem schlechten Mathematiker wie mir irre neue Theorie!

Vielen Dank im voraus

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Antwort von: Ivan
verfasst am: 21.01.2008 21:46:15

Tja irgendwie scheint der Herr Pilz nicht zu begreifen dass 85% der Grazer die Grünen NICHT gewählt haben.Eine klarere Mehrheit kann es kaum geben... Was die unsäglichen Auswürfe
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Tja irgendwie scheint der Herr Pilz nicht zu begreifen dass 85% der Grazer die Grünen NICHT gewählt haben.

Eine klarere Mehrheit kann es kaum geben...

Was die unsäglichen Auswürfe der FPÖ anbelangt: Sie sind und waren unnötig, blöd, stupide und schlichtweg nicht zu akzeptieren.

Aber ich glaube kaum dass die FPÖ deswegen zugelegt hat sondern maximal trotzdem.

Es wundert mich nicht wirklich, denn klar vorhandene Probleme bei der Integration von so manchen Migranten werden leidergottes von gewissen Parteien (Vor allem den Grünen) einfach nicht zur Kenntnis genommen.

So lange das so ist, wird eine FPÖ immer einen gewissen Zulauf haben.

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Antwort von: Küchenjurist (hermann@deranwalt.at)
verfasst am: 22.01.2008 16:02:56

Wie kommen Sie darauf, daß "klar vorhandene Probleme bei der Integration von so manchen Migranten" nicht zur Kenntnis genommen werden ? Es ist doch eher so, daß diese Probleme
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Wie kommen Sie darauf, daß "klar vorhandene Probleme bei der Integration von so manchen Migranten" nicht zur Kenntnis genommen werden ?

Es ist doch eher so, daß diese Probleme von rechtsdümmlerischer Seite ständig derart aufgebauscht und verallgemeinert werden, daß es folgedessen in der darüber geführten Debatte gar nicht mehr um diese Probleme geht, sondern nur mehr noch darum, ganze Bevölkerungsgruppen vor unsachlicher Pauschalverhetzung in Schutz zu nehmen.

Da muß dann aber natürlich alles, was sich diesbezüglich auf sachlicher Ebene abspielt (und wo weit und breit nichts von den rechtsdümmlerischen angeblichen "Problemlösern" zu sehen ist), in der öffentlichen Wahrnehmung untergehen.

Bsp.: Wenn eine ehemalige Innenministerin hinausposaunt, daß 50 % der hier lebenden Muslime "nicht integrationsbereit" seien, dann muß man sich damit befassen, aus welcher Motivlage heraus sie zu einer derart absurden Aussage kommt, anstatt mit dieser Aussage selbst.

Das heißt aber nicht, daß irgendwer den extremistischen Rand, den es in jeder ideologisch verbrämten Personengruppe gibt, deshalb ignorieren würde; bloß die öffentlich wahrgenommene Debatte bleibt halt so wie immer an der Oberfläche, wo es nur darum geht, ob Islam mit Islamismus gleichzusetzen und insofern verwerflicher ist als christlichsozialer Erzkatholizismus udgl. mehr.

Oder anders gesagt: Es ist müßig, über ästhetische Fragen des Fahrzeugdesigns "diskutieren" zu wollen (was nichts anderes ist als anderen seinen persönlichen Geschmack aufzwingen zu wollen); ob ein Fahrzeug gut ist oder schlecht, zeigt allein der Praxistest - und auch da gibt es bekanntlich sog. "Montagsautos", aus deren Nichtbewährung noch keineswegs Rückschlüsse auf die ganze Serie zulässig sind ...

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Antwort von: Ivan
verfasst am: 22.01.2008 21:33:03

Ich erkläre gerne wie ich darauf komme. Es ist kaum irgendwo so leicht wie in Österreich als rechter verschrieen zu werden.Wenn da einer sagt das er Österreich liebt wird er von
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Ich erkläre gerne wie ich darauf komme.

Es ist kaum irgendwo so leicht wie in Österreich als rechter verschrieen zu werden.

Wenn da einer sagt das er Österreich liebt wird er von gewissen Kreisen sofort geschnitten.

Seltsamerweise fällt aber keinem auf wie viele rechtsradikale Migranten es bei uns gibt. Zugegeben das kann vielleicht in Wien anders sein als bei uns. In Vorarlberg jedoch sind extrem viele junge Türken extreme Nationalisten, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Fahne eines Landes wedeln das sie nur vom Urlaub her kennen.

Viele bekennen sich ganz offen und selbstverständlich zu Gruppierungen wie den grauen Wölfen.

Dies wird ofiziell ganz einfach nicht zur Kentnis genommen.

Eigentlich sollte man schon darüber nachdenken wie es kommt das Österreicher (Das sind die meisten) extreme Nationlisten eines ihnen eigentlich fremden Landes sind.

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Antwort von: Küchenjurist (hermann@deranwalt.at)
verfasst am: 22.01.2008 23:11:47

1. Nur weil die Rechtsdümmler das ihnen in argumentativer Hinsicht durchwegs fehlende Gewicht dadurch wettzumachen suchen, daß sie stets ganz Österreich (und nicht nur ihre 15 %
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1. Nur weil die Rechtsdümmler das ihnen in argumentativer Hinsicht durchwegs fehlende Gewicht dadurch wettzumachen suchen, daß sie stets ganz Österreich (und nicht nur ihre 15 % Wähler) für ihre Minderstandpunkte vereinnahmen, ist noch lang nicht jede/r ob seines Bekenntnisses zu Österreich gleich ein Rechter.

Ich bekenne mich auch zu diesem Land, und dieses Bekenntnis ist auch mein Antrieb dafür, es nicht nocheinmal zuzulassen, daß die Rechtsdümmler seine in unserer Verfassung grundgelegten Fundamente untergraben.

2. Nur weil jemand eine Fahne schwingt, ist er noch kein Nationalist.

Wofür auch immer jemand ein Faible haben mag - und sei es auch ein anderes Land, dem er sich aufgrund seiner Abstammung oder warum auch immer emotional verbunden fühlt: Solange er sich dabei an unsere Gesetze hält, ist das seine Sache und soll mir das Recht sein.

(Mir graut im übrigen auch schon vor dem Belagerungszustand, den wir im Juni hier in Wien mit allen möglichen mehr oder weniger nationalistisch gesinnten Fahnenwedlern haben werden - aber bitte, wenn das jemand für sein Ego braucht ...)

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 23.01.2008 18:23:23

sich verbünden, nicht alleine zu sein und wenn dies auch nur unter der "Fahne " eines Fußballvereins ist. Ja der Mensch zumindest einer der die Bezeichnung Homo sapiens sapiens
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sich verbünden, nicht alleine zu sein und wenn dies auch nur unter der "Fahne " eines Fußballvereins ist. Ja der Mensch zumindest einer der die Bezeichnung Homo sapiens sapiens verdient erkennt in frühen Jahre oft bei einsetzender Pupertät und Loslösung von Mutter und Familie ,daß er alleine ist und letztlich auf eigenen Beinen durch

die große weite Welt gehen muß. Er setz alles daran um diese Tatsache zu verdrängen und nicht sein Bewußtsein damit zu erdrücken.

Das beste Mittel laut Fromm und ich halte dies für richtig ist die Liebe

im weiterstens Sinn. Zur Liebe gehört alles bis zum Kegelklub und auch die Religionen die ja , wenn sie den Namen verdienen gelebte Liebe sein sollen. Nur wenige Philosophen konnten alleine sein und

da war ja auch die Liebe und wenn es nur wie bei Nietsche der Narzismus war.

Was sollen auch die jungen Türken ,die ja" Österreicher 2.Klasse "sind so wie es einmal die Tchechen die Juden etc . waren, hier in Österreich anhimmeln die Schifahrer, die fremde Kultur das schaffen ja nicht einmal unsere "Rotznasen" , also etwas Geduld mit den jungen

Menschen , wir waren auch einmal Halbstarke , Hippies und 68er,oder was auch immer.

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Antwort von: Küchenjurist (hermann@deranwalt.at)
verfasst am: 23.01.2008 18:52:51

Off Topic: "Dialogues des Carmélites" schon gesehen ?

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 23.01.2008 20:37:04

noch nicht aber aufgezeichnet, ist sicher eine tolle Inszenierung.

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Antwort von: Küchenjurist (hermann@deranwalt.at)
verfasst am: 27.01.2008 15:47:54

Habs mir gestern abend gegeben.Streckenweise etwas langatmig, aber doch geschickt inszeniert (kaum Requisiten, Herstellung von Räumlichkeit und Zeit vor allem durch Licht und Statisterie) und
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Habs mir gestern abend gegeben.

Streckenweise etwas langatmig, aber doch geschickt inszeniert (kaum Requisiten, Herstellung von Räumlichkeit und Zeit vor allem durch Licht und Statisterie) und mit ein paar sehr einprägsamen Szenzen.

Beim Gedanken an das Hadern der alten Priorin mit dem Tod bzw. an das "Salve Regina" am Schluß läuft es mir jetzt noch kalt runter - das ist wohl eine der dramatischsten Schlußszenen in der Opernwelt überhaupt.

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 27.01.2008 23:47:33

Danke für den Bericht, werde mir demnächst bei einem Glas Wein(natürlich Rotwein)auch dieses Vergnügen bereiten. Übrigens Der Goldene Hahn (ZDF Theaterprogramm) ein echter
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Danke für den Bericht, werde mir demnächst bei einem Glas Wein(natürlich Rotwein)auch dieses Vergnügen bereiten. Übrigens Der Goldene Hahn (ZDF Theaterprogramm) ein echter Genuß. LG

P.s. eine Freude nach Hessen zu sehen und einen Koch der aus der "Hexenküche" fliegt, super!!

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 21.01.2008 12:35:42

korr: Mittelstand sackt ab

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 21.01.2008 12:29:40

„ÖVP gewinnt Grazer Wahl“. Na wer sonst was soll diese dummeArgumentation auf dem Niveau von Herrn Strache der hat ja dann auch die Wahl gewonnen mit plus 3% oder so. Der Erfolg der
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„ÖVP gewinnt Grazer Wahl“. Na wer sonst was soll diese dumme

Argumentation auf dem Niveau von Herrn Strache der hat ja dann auch die Wahl gewonnen mit plus 3% oder so. Der Erfolg der Grünen

ist erfreulich und nach diesem Wahlkrampf zu erwarten gewesen.

Ich Frage :wenn es die KPÖ zerlegt wo sollen da die Stimmen hin???

Eine Headline ist immer eine Kernaussage und keine Analyse ist ist wirklich bedauerlich wie Sie aus Ihrem Linksfrust heraus die SPÖ verfolgen. Ihre Freude am Niedergang der SPÖ ist kurzsichtig, denn

eine gestärkte ÖVP wird ein Mehrheitswahlrecht demnächst durchsetzen und dann könnts euch mit dem BZÖ und der FPÖ

in der Bedeutungslosigkeit vereinen.

Positiv war und ist das hier diese miese Ausländer und Islamhetze

keine Früchte für die Betreiber getragen hat. Die ÖVP stellt weiter den Bürgermeister und eine Grüne darf sich jetzt um den Feinstaub kümmern und hat dann den Scherm auf.

Zurück zum Darabos der ist für Sie ja ein Hauptreibebaum und derweil

sagt der gesamte Mittelstand in diesem Land ab und verliert

ein Viertel seiner Nettoeinahmen durch eine Raubritter-Grenzsteuerorgie.

Nur ja keine Themen die wirklich wichztig für große Teile der Bevölkerung wären aufgreifen, nur damit wird sich 2010 keine Regierungsbeteiligung ausgehen. Leider!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Antwort von: Klaus...
verfasst am: 21.01.2008 12:52:30

... sehe ich sehr ähnlich. Klar - der Erfolg der Grünen freut mich - Gratulation. Dennoch - die extreme Rechte hat leider auch dazugewonnen. Und was für mich auch schwer wiegt ist der
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... sehe ich sehr ähnlich. Klar - der Erfolg der Grünen freut mich - Gratulation. Dennoch - die extreme Rechte hat leider auch dazugewonnen.

Und was für mich auch schwer wiegt ist der Umstand, dass die ÖVP mit ihrer Strategie - rechts von uns darf es keinen Platz mehr geben - offensichtlich auch Erfolg hat.

Somit drängen sich die 3 wählbaren Parteien in der Mitte - rechts der Mitte steht die ÖVP - in der Mitte die Grünen und leicht links der Mitte die SPÖ.

Der Niedergang der SPÖ ist erschreckend - wer thematisiert dann noch soziale Fragen? Ein Umstand, der mich als Grünwähler absolut nicht freut. Ich denke, jene Partei, die 2010 die soziale Frage am glaubhaftesten vertritt, kann nur gewinnen. Denn um das unterste Einkommensfünftel kümmert sich ja offensichtlich niemand mehr und dann braucht man sich nicht wundern, wenn diese Wähler von der FPÖ(BZÖ) abgeholt werden.

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 21.01.2008 15:08:47

na lieber Klaus einen Niedergang sehe ich auf das Bundesgebiet keineswegs und man muß den Grazern schon gratulieren.Man hat dort eine FPÖ auf die 5.stärkste Partei reduziert undsogar
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na lieber Klaus einen Niedergang sehe ich auf das Bundesgebiet keineswegs und man muß den Grazern schon gratulieren.

Man hat dort eine FPÖ auf die 5.stärkste Partei reduziert und

sogar die KPÖ liegt noch vor ihnen.

Die FPÖ war einmal eine 26 Prozent Partei in Graz und stellte den Bürgermeister , allerdings war das noch eine FPÖ mit "Anstand " und

Niveau, was man ja bei einem Stracheniveau kaum mehr behaupten kann. Bis auf mein rotes blutendes Herz ein sehr erfreuliches Wahlergebnis und ein "Reifezeugnis" für die Bürger von Graz.

In diesem Sinne sage ich als Wiener: Ich bin ein Grazer!

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