Tagebuch / Februar 2012

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MONTAG, 04. FEBRUAR 2008

Ein kurzer Auszug aus der APA belegt, wie Unwissenheit und Fehleinschätzungen die österreichischen Soldaten geradewegs in den Hotelkeller in N´Djamena geführt haben.07.11.2007 Darabos: „Der Bürgerkrieg ist nicht im Tschad, sondern im Sudan.“ 14.11.2007 „Das Gefährlichste sei am Beginn die Sonne.“ (Einsatzleiter Obst. Assmann zu APA)21.11.2007
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Ein kurzer Auszug aus der APA belegt, wie Unwissenheit und Fehleinschätzungen die österreichischen Soldaten geradewegs in den Hotelkeller in N´Djamena geführt haben.

07.11.2007 Darabos: „Der Bürgerkrieg ist nicht im Tschad, sondern im Sudan.“

14.11.2007 „Das Gefährlichste sei am Beginn die Sonne.“ (Einsatzleiter Obst. Assmann zu APA)

21.11.2007 „Über die Gefahrenlage im Tschad gibt es im Verteidigungsministerium offenbar unterschiedliche Ansichten. Während in einem Verschlusspapier die Lage als "nicht ruhig und nicht stabil" und "die Bedrohung für die Eigenen" als "hoch" eingestuft wird, bleibt Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) bei seiner Aussagen, wonach die "Lage stabil" sei, wie er im Gespräch mit der APA sagte.“

22.11.2007 Darabos: „Generell wird die Lage derzeit als mittel und daher stabil eingestuft.“

27.11.2007 Darabos: „Das Risiko ist kalkulierbar.“

28.11.2007 Darabos: „Das Risiko sei mittelhoch.“

30.11.2007 In einer mehr als zweistündigen Aussprache im Landesverteidigungsausschuss hat Bundesminister Norbert Darabos den Abgeordneten über die die aktuelle Lage im Tschad berichtet und die Lage im vorgesehenen Einsatzraum des Bundesheeres als "stabil" bezeichnet.“

05.12.2007 Darabos: „Der Einsatz sei nicht ohne Risiko. Auf einer fünfteiligen Skala ist er mit drei einzuordnen.“

09.12.2007 Darabos: „Ich schicke niemanden in den Krieg.“

Seit wenigen Tagen weiß auch Norbert Darabos, dass es im Tschad etwas gibt, das noch gefährlicher als die Sonne ist.

Wie konnte das passieren? Darauf gibt es drei Antworten.

Antwort 1: Das Bundesheer verfügt über keine eigene Aufklärung im Tschad. Seit vielen Tagen nähern sich rund 200 Pick Ups mit Bewaffneten unter der Beobachtung französischer Flugzeuge und eines Satelliten der Hauptstadt. Während die Österreicher ahnungslos beruhigende Botschaften nach Wien sandten, wussten die Franzosen bis ins Detail, was sich militärisch zusammen braute. Auch diesmal ließen sie Darabos und seine Offiziere dumm sterben. Die Österreicher waren von Anfang an nicht mehr als ein Spielball zwischen Frankreich, der Regierung Deby und den Rebellen.

Antwort 2: Der Verteidigungsminister wird von der ÖVP immer tiefer ins Schlamassel getrieben. Darabos führt nur aus, was Plassnik als Außenministerin eingebrockt hat. Generalmajor Segur-Cabanac treibt als Chef des Führungsstabes seinen Minister immer tiefer ins Abenteuer. Der General informiert selektiv und zielbewusst. Mit Plassnik und Segur-Cabanac ist es der ÖVP wieder gelungen, die Koalitionssuppe ganz allein die SPÖ auslöffeln zu lassen.

Antwort 3: Darabos. Der Minister meint vieles und macht nichts gut. Die ÖVP treibt mit ihm ihre Spiele, wie sie es immer mit schwachen Ministern getan hat. Darabos droht, zum Gorbach der SPÖ zu werden.

Wie geht es jetzt weiter? Das österreichische Vorauskommando hat am französischen Stützpunkt nahe des Flugplatzes Schutz gefunden. Dort wird gerade Frankreichs Kampfeinsatz an der Seite des Diktators vorbereitet. Frankreich versucht dazu, ein Mandat des UN-Sicherheitsrats zu bekommen. ORF-online berichtet: "Trotz der dramatischen Lage konnte sich der UNO-Sicherheitsrat Sonntagnacht nicht auf eine offizielle Erklärung einigen. Nach dreieinhalbstündiger Debatte vertagten sich die Mitglieder des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen ohne Ergebnis auf Montag.

Diplomaten erklärten, Russland habe sich gegen einen französischen Textentwurf gesperrt. Darin sollten die UNO-Mitglieder aufgerufen werden, die tschadische Regierung von Präsident Idriss Deby "mit allen notwendigen Mitteln" zu unterstützen, was auch ein militärisches Eingreifen gegen die Rebellen bedeuten würde."

Die Aktion Epervier ist startklar. Und in Wien phantasiert der Minister vom baldigen Einsatz der Österreicher im Zentrum des Bürgerkriegs.

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Antwort von: thomas
verfasst am: 04.02.2008 22:10:48

Ein Kriseneinsatz im Tschad ist halt keine Feuerwehrübung. Die mangelnde Informationsweitergabe durch die Franzosen irritiert mich auch und ist höchst erklärungsbedürftig.Genauso
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Ein Kriseneinsatz im Tschad ist halt keine Feuerwehrübung. Die mangelnde Informationsweitergabe durch die Franzosen irritiert mich auch und ist höchst erklärungsbedürftig.

Genauso erklärungsbedürftiger ist das sicherheitspolitische Zickzack der Grünen. Peter Pilz spielt sich jetzt als das mahnende Gewissen auf, das eh schon alles im Voraus gewusst hat. Wer "Lunacek und Darfur" googelt wird auf einen Artikel der Presse vom 3. August 2007 geführt, der mit "Grüne fordern Einsatz Österreichs in Darfur" titelt.

Warum haben sie damals nicht ihre mahnende Stimme gegenüber ihrer ahnungslosen Parteikollegin erhoben, Herr Pilz?

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Antwort von: Eigentlich ein "Grünes Thema"
verfasst am: 04.02.2008 20:29:38

Bartenstein zu Eimalzahlungen: "Almosen"Die ÖVP hatte sich zuvor gegen die von Buchinger angedachte Einmalzahlung von 100 Euro zur Abgeltung der Inflation gestellt. Das seien
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Bartenstein zu Eimalzahlungen: "Almosen"

Die ÖVP hatte sich zuvor gegen die von Buchinger angedachte Einmalzahlung von 100 Euro zur Abgeltung der Inflation gestellt. Das seien "Almosen", die gerade zwei Tankfüllungen entsprechen würden - und zwar eines "kleinen Autos" -, sagte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) am Rande einer Pressekonferenz am Montagvormittag in Wien.

So, so und dies von einem sogenannten Vertreter einer christlichen Partei! Almosen Karl Hörmann

Lexikon der christlichen Moral LChM 1969, Sp. 11 f

A. wird die materielle Gabe an den Notleidenden genannt. Als Betätigung der Barmherzigkeit, einer unerläßlichen Teilverwirklichung der Nächstenliebe, ist A.geben sittl. Pflicht. Wer Eigentum erwirbt, übernimmt damit auch die Pflicht, nach seinem Können dem bedürftigen Mitmenschen beizustehen. Schon das AT fordert nachdrücklich A. (Tob 4,7-11). Jesus mahnt: "Dem, der dich bittet, gib" (Mt 5,42; vgl. 9,21; Lk 12,33). "Geben ist seliger als Nehmen" (Apg 20,35). "Das Wohltun aber u. das Mitteilen vergeßt nicht, denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen" (Hebr 13,16; vgl. 1 Joh 3,17 f; Jak 2,15 f). Mehrfach berichtet die Hl. Schrift von vorbildl. A.geben (Apg 9,36; 10,2; 24,17) u. mißt ihm großen Wert zu (Mt 6,4; Apg 10,4), wenn es in der rechten Absicht (guten Meinung) getan wird (Mt 6,2-4).

Die Kirchenväter (Ambrosius, Augustinus, Gregor d. Gr.) machen darauf aufmerksam, daß die Eigentümer mit dem A.geben eine Pflicht erfüllen. Diese Pflicht wird umso dringlicher, je vermögender der Mensch u. je größer die Not ist, die ihm entgegentritt. Paulus fordert Mildtätigkeit, aber nicht über die Kräfte (2 Kor 8,13-15). Bei einer Sammlung der Christen von Antiochia für die notleidenden Brüder in Judäa "sollte jeder nach Vermögen beitragen" (Apg 11,29; vgl. Tob 4,8). Wie jede Tugendübung soll auch das A.geben von der Klugheit geleitet werden. In urchristl. Schriften wird das Wort Jesu überliefert: "Das A. schwitze in deinen Händen, bis du erkannt hast, wem du es gebest" (Didache 1,6). Die Pflicht des A.s besteht denen gegenüber nicht, die sich selbst helfen können, aber nicht wollen. "Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen" (2 Thess 3,10). Wer in keiner Weise A. geben will od. nur in einem Maß, das weit hinter seinen Vermögensverhältnissen zurückbleibt, läßt es schwer an der Nächstenliebe fehlen.

und was wäre daran falsch Herr BM und Plutokrat zum kotzen.

Ich verstehe nicht wie sowas ohne politischen Sturm hingenommen werden kann eigentlich ein Elfmeter für die Grünen und Linken.

Aber bleibens nur in Afrika Herr Peter mit Ihrem schon krankhaftem Darabossyndrom.

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Antwort von:
verfasst am: 04.02.2008 17:00:56

Was heißt die Franzosen habe Darabos und seine Offiziere dumm sterben lassen. Stimmt nicht, mehrmals täglich haben sie die ganze Welt informiert. Allerdings nicht über die Lage im
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Was heißt die Franzosen habe Darabos und seine Offiziere dumm sterben lassen. Stimmt nicht, mehrmals täglich haben sie die ganze Welt informiert. Allerdings nicht über die Lage im Tschad sondern was der Sarkozy und die Bruni so täglich treiben. Und die Medien haben das gleich übernommen und als Schlagzeile berichtet.

Hauptsache wir wissen dass es Sarkozy und Bruni gut geht und wie es den Menschen im Tschad geht ist eigentlich gar nicht so wichtig.

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Antwort von: Küchenjurist (hermann@deranwalt.at)
verfasst am: 04.02.2008 13:57:23

Lassen Sie mich raten : Ein grüner Verteidigungsminister hätte sich rechtzeitig für die Einführung einer empfindlichen Citymaut nebst Park+Ride in N'Djamena eingesetzt, um
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Lassen Sie mich raten :

Ein grüner Verteidigungsminister hätte sich rechtzeitig für die Einführung einer empfindlichen Citymaut nebst Park+Ride in N'Djamena eingesetzt, um die Rebellen mit ihren SUVs vom Stadtgebiet fernzuhalten ?

Oder was sonst hätte ein grüner Verteidigungsminister besser gemacht (außer vielleicht die Medienarbeit) ?

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Antwort von: Norbert
verfasst am: 04.02.2008 18:19:20

also ein grüner "Vereidigungsminister" auf sowas würde sich ein"Grüner" in diesem Fall reduzieren. Einfach erbärmlich was da abläuft!Da gibt es einen
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also ein grüner "Vereidigungsminister" auf sowas würde sich ein

"Grüner" in diesem Fall reduzieren. Einfach erbärmlich was da abläuft!

Da gibt es einen klaren humanitären Auftrag zum Schutz von hinderttausenden Flüchtlingen an der sudanesischen Grenze- was dort

die sogenannten Rebellen aufführen würden könnte man dann als

ethnische Säuberung zu den Akten legen- und dazu und nur dazu werden EUFOR Truppen in den Tschad geschickt.

Den Franzosen helfen einfach lächerlich, was glaubt ihr was diese

Eliteeinheiten von dzt. 1500 Mann (Fallschirmjäger und Frendenlegionäre) mit den SUVPseudosoldaten ohne schwere Waffen und Luftwaffe anfangen würden wenn man sie loslassen würde.

Die Franzaosen wollen in dieser Region nur eines : Einfluß!!!! und da ist ihnen jede Regierung recht auch die Rebellen, welche sich noch in höherem Ausmaß an die Franzosen anlehnen würden als dieser

Marionettenpräsident.

Wenn es nicht um hunderttausende Frauen und Kinder und alte Leute ginge könnte man sich zurücklehnen und die Sache im Fernsehen verfolgen. Man könnte sich so würde es HerrBert sehen über die

Situation freuen , denn jeder der da kämpft kommt nicht so schnell illegal nach Europa. Laßt Afrika sich selbst dezimieren dies reduziert unsere Probleme. Grauenhaft so eine Einstellung und wenn man da

so agiert wie es geschieht dann geht das Gezetter erst recht los.

Da sind 15 Berufsoldaten und Spezialisten im Hotel Kempinsky

und jetzt im Lager der Franzosen und ganz Österreich will sie heimholen als wären es verschüttete Bergleute.

Es gibt bei der Feuerwehr bei der Bergrettung bei der Polizei etc. in Österreich gefährlichere Aufgaben als der dieser 15 Berufssoldaten!!!

Eigentlich wollte ich die Grünen in der Regierung nur mit so einer Haltung die der Herr Peter an den Tag legt ist das absurd. Leider!!!

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Antwort von: Gast
verfasst am: 04.02.2008 12:27:58

Dort wird gerade Frankreichs Kampfeinsatz an der Seite des Diktators vorbereitet. --Der Standard berichtet aber gegenteiliges: "Paris lässt Déby fallen - Frankreich gegenüber
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Dort wird gerade Frankreichs Kampfeinsatz an der Seite des Diktators vorbereitet. --

Der Standard berichtet aber gegenteiliges: "Paris lässt Déby fallen - Frankreich gegenüber der Rebellenoffensive überraschend neutral - Viel deutet darauf hin, dass die einstige Kolonialmacht selbst den Abgang von Präsident Idriss Déby wünschte"

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