Tagebuch / Februar 2012

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DIENSTAG, 17. JUNI 2008

Alfred Gusenbauer meint es ernst. Er besteht darauf, dass ihn seine Partei bis zum Ende ausbadet.Das Resultat des SPÖ-Präsidiums kann sich sehen lassen: Gusenbauer bleibt Kanzler und Parteichef. Faymann wird geschäftsführender Parteichef. Bures wird Bundesgeschäftsführerin.Das funktioniert dann so: Der geschäftsführende Parteichef stellt der ÖVP die Rute ins Fenster. Der
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Alfred Gusenbauer meint es ernst. Er besteht darauf, dass ihn seine Partei bis zum Ende ausbadet.

Das Resultat des SPÖ-Präsidiums kann sich sehen lassen: Gusenbauer bleibt Kanzler und Parteichef. Faymann wird geschäftsführender Parteichef. Bures wird Bundesgeschäftsführerin.

Das funktioniert dann so: Der geschäftsführende Parteichef stellt der ÖVP die Rute ins Fenster. Der Regierungskoordinator nimmt sie gleich wieder heraus. Praktisch ist, dass Werner Faymann jetzt beides ist. Er kann also die Rute in einer einzigen Bewegung hineinstellen und herausnehmen.

Gusenbauer bleibt Kanzler. Aber mit wem redet die ÖVP? Ihr Gegenüber ist normalerweise die andere Partei, also Faymann. Aber da ist noch der Kanzler. Also kann sich Molterer auswählen, mit wem er gerade spricht. Wolfgang Schüssel wird ihm raten, hier dauernd zu wechseln und die SPÖ schön durchzumischen.

Klar geworden ist nur eines: Es geht alles so weiter. Aus der Alternative „Faymann“ ist das Anhängsel Faymann geworden. Irgendwie muss dem Minister beim Anschleichen ein Fehler passiert sein. Statt allein an der Spitze sitzt er jetzt gemeinsam mit Gusenbauer in der Falle.

Das kommt heraus, wenn sich alle vor den Verantwortung drücken. Keiner will die Führung übernehmen, jeder wartet, dass der andere zusticht. Häupl, Voves, Nissl, Burgstaller, Hundstorfer – sie alle zeigen, dass Umfallen keine Spezialität ihres Kanzlers ist.

Norbert Leser hat mit seinem Befund recht: Unter Gusenbauer wird die Partei erstmals von einer Clique geführt. Gusenbauer hat jetzt seine Parteifreunde mit einem seltsamen Trick überrascht. Er hat die Clique offiziell installiert. Die treue Bures führt die Geschäfte, der verschlagene Faymann sitzt mit im Boot. Der Rest der Partei sieht zu. Josef Kalina, der hemdsärmlig auf der Baustelle geschuftet hat, ist entfernt. Alles kann jetzt so weiter gehen. Die Titanic hisst die drei Pfeile und fährt munter weiter.

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Antwort von: maxi
verfasst am: 20.06.2008 20:26:51

Zu der ganzen Situation fällt mir spontan die Folge aus der Fernsehserie "Die 4Da" ein, wo es um den Restaurantbesuch ging: Es wird in der Küche herumdiskutiert (zwischen den
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Zu der ganzen Situation fällt mir spontan die Folge aus der Fernsehserie "Die 4Da" ein, wo es um den Restaurantbesuch ging: Es wird in der Küche herumdiskutiert (zwischen den Koalitionspartnern), die Roten geben nach und der Gusi-Text lautet in etwa: "Na guat, aber die Koch-Haum hob i auf!" Passender konnte der Sketch nicht sein.

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Antwort von: Vereinte internationale BB und FIBsc
verfasst am: 19.06.2008 10:20:38

In Ottawa 2006 - Österreich war vertreten durch die Watschen-und Tormänner Bartenstein und BB Gusenbauer, der Super-Fredl aus Ybbs, hat man beschlossen, die österreichische
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In Ottawa 2006 - Österreich war vertreten durch die Watschen-und Tormänner Bartenstein und BB Gusenbauer, der Super-Fredl aus Ybbs, hat man beschlossen, die österreichische Sozialdemokratie zu zerstören.

Dr Viktor Adler - schau bitte net oba. Du warst ein Arzt der Armen und Du hast den Menschen wirklich helfen wollen.

Also nochmals zur Strategie von Ottawa 2006: Wir stellen den Ösis einen roten Bundeskanzler vor die Nase, der die Politik der Neo-Liberalen und Schwarzen macht. Dann sinkt die Spö unter die 20% Marke, weil sie nicht mehr glaubwürdig ist.

Die Grassers, Schüssels, Westenthalers und Haiders, die inzwischen schon die ganze Südküste beherrschen und innehaben (bis Pula) - auch wenn die Deutschen sich wundern, dass die österr. Staatsanwaltschaft da nicht reagiert - werden jubeln und tanzen.

Der Gusi bekommt einen "Berater-Job" bei irgend einer nicht existierenden spanischen Firma. Er darf vielleicht seinen Lebensabend im Haus vom Bruno in Mallorca verbringen. Die ärmeren Genossen schlachten sich in Wien inzwischen gegenseitig ab.

Faymann soll nur aufpassen, dass er beim ewigen "Anschleichen" und anbiedern, nicht einmal des Nächtens in einen anderen Weg gedrängt wird.

Schade, Österreich war ein schöner Staat und es war schön hier zu leben und zu arbeiten.

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Antwort von:
verfasst am: 17.06.2008 20:00:04

Ein Protest gegen den herrschenden Sozialabbau, die massiven Teuerungen, Mietwucher, Gesundheitssparreform,... bleibt sicher nicht aus.Die Frage ist WEN die gefrusteten SPÖ-Wähler dann
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Ein Protest gegen den herrschenden Sozialabbau, die massiven Teuerungen, Mietwucher, Gesundheitssparreform,... bleibt sicher nicht aus.

Die Frage ist WEN die gefrusteten SPÖ-Wähler dann wählen werden?

Die Grünen oder die FPBZÖ? Die schwarzen Abzocker vermutlich weniger.

Ich glaube die Grünen sind derzeit die einzige soziale und insgesamt vernünftigste Partei, aber sie kommunizieren alles zu kompliziert und zu intellektuell, sodass es z.B. ein einfacher Arbeiter nicht verstehen wird.

Sie müssten vielleicht einfacher und klarer werden. Damit meine ich nicht populistischer, sondern verständlicher.

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Antwort von: ghostwriter
verfasst am: 18.06.2008 12:12:37

zur spö kann man nur mehr eines sagen: RIP

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Antwort von: küchenkoch
verfasst am: 17.06.2008 16:33:02

jammern hilft nicht. wir alle haben die regierung gewählt (auch wenn wir unser kreuzl woanders gesetzt haben) und müssen sie eine legislaturperiode lang ertragen. dann können wir
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jammern hilft nicht. wir alle haben die regierung gewählt (auch wenn wir unser kreuzl woanders gesetzt haben) und müssen sie eine legislaturperiode lang ertragen. dann können wir wieder entscheiden. und wenn wir keine veränderung herbeiführen, heisst das wohl dass die mehrheit der (zur wahl gehenden) österreicher dieses kabinett begrüsst

und nachdem die regierungsmitglieder vorzeigen, wie man am besten umfällt, werden die wähler es wohl auch dürfen und wieder schwarz-rot wählen (gottseidank ist grad kein gold=orange dabei)

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Antwort von: Ivan
verfasst am: 17.06.2008 18:25:56

Ganz sicher werden die Wähler wieder Schwarz und Rot wählen... Aber das hat nichts mit Zufriedenheit mit diesen Vereinen zu tun sondern mit der Tatsache das sonst keine Parteien existent
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Ganz sicher werden die Wähler wieder Schwarz und Rot wählen...

Aber das hat nichts mit Zufriedenheit mit diesen Vereinen zu tun sondern mit der Tatsache das sonst keine Parteien existent sind denen man

sachliches Arbeiten für Österreich auch nur zutrauen könnte.

Das ist die traurige Wahrheit...eine Wahl ohne Auswahl ist keine...

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Antwort von: küchenkoch
verfasst am: 18.06.2008 09:36:28

eine wahl hat man immer (wenn auch nur alle paar jahre)wenn keine partei wählbar ist, zur abstimmung gehen und ungültig stimmen ich bezweifel zwar ob unsere politiker aufwachen, wenn das
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eine wahl hat man immer (wenn auch nur alle paar jahre)

wenn keine partei wählbar ist, zur abstimmung gehen und ungültig stimmen

ich bezweifel zwar ob unsere politiker aufwachen, wenn das ergebnis so ausschaut: spö 3%, övp 3%, grüne 1%, fpö 7%, bzö 0.03%, ungültig 85 % - aber einen versuch wär's wert

und immer noch besser als die stumme stimme "ich kreuz halt [rot | schwarz | blau | grün | braun] an weil meine [eltern | grosseltern | hund | katze] auch so gestimmt haben

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Antwort von: Ivan
verfasst am: 18.06.2008 19:28:45

Ich bezweifle das die Politik aufwachen würde.Die würden weitermachen wie bisher und eben die paar Stimmen entscheiden lassen. In Ihrem Beispiel wäre die FPÖ allerdings alleine in
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Ich bezweifle das die Politik aufwachen würde.

Die würden weitermachen wie bisher und eben die paar Stimmen entscheiden lassen.

In Ihrem Beispiel wäre die FPÖ allerdings alleine in der Regierung, ich bezweifle aber stark das Sie das absichtlich so darstellten.

Ich persönlich würde es sehr begrüßen wenn die SPÖ und die ÖVP mal unter die 4% kommen würden (So unwahrscheinlich das auch sein mag).

Aber nur so könnte man das über Jahrzehnte geflochtene Netz der Großparteien aufbrechen.

Nur blöderweise wäre dann keine Regierung da, die das Volk vertreten würde (FPÖ/BZÖ) bez. keine bei der sich das Volk als vertreten fühlen würde (Grüne).

Den Rest die Kummerln, Christen usw. nimmt eh keiner ernst...

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