Tagebuch / Februar 2012

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MITTWOCH, 26. NOVEMBER 2008

Parlament. Ausnahmsweise zitiere ich mich selbst: „Ich gehe davon aus, dass Ihnen allen bekannt ist, dass das heute der letzte Tag und die letzte Gelegenheit ist, bei der Alfred Gusenbauer als Bundeskanzler im Parlament ist. Ich habe mich gewundert, dass der SPÖ-Klub darauf verzichtet hat, sich in diesem Rahmen von ihm zu verabschieden. Ich stelle für mich und für meine Fraktion fest – und
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Parlament. Ausnahmsweise zitiere ich mich selbst: „Ich gehe davon aus, dass Ihnen allen bekannt ist, dass das heute der letzte Tag und die letzte Gelegenheit ist, bei der Alfred Gusenbauer als Bundeskanzler im Parlament ist. Ich habe mich gewundert, dass der SPÖ-Klub darauf verzichtet hat, sich in diesem Rahmen von ihm zu verabschieden.

Ich stelle für mich und für meine Fraktion fest – und ich will jetzt keine Bilanz der beiden Kanzlerjahre Gusenbauer legen, sondern mich nur auf eines konzentrieren –: Hätte Alfred Gusenbauer bei einer Nationalratswahl seine Partei unter 30 Prozent geführt, wäre Alfred Gusenbauer aus Regierungsverhandlungen ohne auch nur ein Zeichen eines Neubeginns in den Fragen sozialer Gerechtigkeit und Bildung zurück in die Parteizentrale gekommen, hätte er von der Finanztransaktionssteuer bis zur Vermögenssteuer alles der ÖVP geopfert und hätte er dem Innenministerium, dem Außenministerium, dem Finanzministerium und dem Wirtschaftsministerium auch noch das Justizministerium nachgeworfen, Alfred Gusenbauer wäre ein heißer Empfang in der Löwelstraße bereitet worden. Ich glaube nicht, dass er das politisch überstanden hätte. – Bei Werner Faymann feiert das die SPÖ aber als Neustart!“

Das war gestern im Plenum des Nationalrats. Alfred Gusenbauer saß zum letzten Mal auf der Regierungsbank – und seine Partei hatte ihm nichts zu sagen. Sie hat ihn einfach vergessen.

Gusenbauer hat die SPÖ zurück an die Macht geführt. Er war gegen die Häme der öffentlichen Meinung stur zum Erfolg entschlossen. Er hat den roten Karren durch den Dreck von Klima-Erbe und BAWAG gezogen. Erst als Kanzler hat er sein gesamtes Kapital verspielt, auf eine Art und Weise, die nur bei Kenntnis der Cliquenbildung an der Spitze der SPÖ zu verstehen ist.

So schäbig wie sich die SPÖ von ihm trennt, beginnt sie die neue Regierung. Von der gerechten Verteilung bis zum Schutz der Grundrechte ist alles vom Tisch. Gusenbauer ist durch seine Eitelkeit von seinen Anliegen abgelenkt worden. Faymann muss nicht eitel sein. Kein Anliegen stört seinen reinen Willen, SPÖ, Krone, Österreich und was ihm sonst noch über den Weg läuft, für die Verteidigung des Postens, an den er sich so lange angeschlichen hat, zu gebrauchen.

Der Preis dafür wird hoch sein. Einen Teil wird die SPÖ zahlen. Aber leider nur einen Teil.

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Antwort von: Monique Jaqueline Swoboda
verfasst am: 26.11.2008 19:26:29

Der Gusi ist weg !

Aber auch die Schüsserl-Partie ist endlich weg! Amen!

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Antwort von: St.Just
verfasst am: 27.11.2008 19:33:04

Gusy der Märtyrer!

Hat den Belzebuben Wolferl, den Incubus der VP vertrieben :))

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Antwort von:
verfasst am: 26.11.2008 15:07:04

Woher kommt diese Liebe der SPÖ zu Faymann? Der Typ demontiert die Partei doch, warum steht sie so sehr hinter ihm?

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Antwort von: Georg
verfasst am: 26.11.2008 14:50:52

Sehr bezeichnend war wohl auch dass Gusenbauer sich bei seinem Abgang gestern im Parlament von jeder Fraktion per Handschlag verabschiedet hat - mit Ausnahme seiner eigenen. MfG

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Antwort von: Lausbub
verfasst am: 26.11.2008 13:58:11

Das Glaubwürdigkeits-Problem der SP liegt darin, daß das Brechen von Wahlversprechen seit Gusi nicht einmal mehr ein Kavaliersdelikt ist, sondern zur Tagesordnung gehört! Das
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Das Glaubwürdigkeits-Problem der SP liegt darin, daß das Brechen von Wahlversprechen seit Gusi nicht einmal mehr ein Kavaliersdelikt ist, sondern zur Tagesordnung gehört! Das freigiebige Verschenken entscheidender Ministerien wird mit ein paar hingerotzten Phrasen erklärt, und damit basta! Quo vadis, Austria?

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Antwort von: Kralj Matjaz
verfasst am: 26.11.2008 13:38:30

liegt es nur daran, dass der Gusi nicht so telegen ist oder n och mehr beratungsimmun ??...trifft ersteres zu..wäre es nicht an der Zeit nur noch Schauspieler oder Komiker aufzustellen....der
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liegt es nur daran, dass der Gusi nicht so telegen ist oder n och mehr beratungsimmun ??...trifft ersteres zu..wäre es nicht an der Zeit nur noch Schauspieler oder Komiker aufzustellen....der Faymann erinnert mich irgendwie an den Karli Sackbauer.....

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Antwort von: falke
verfasst am: 28.11.2008 02:10:35

ich würde den faymann nicht unterschätzen. mit der eu-volksabstimmung hat er molterer (und der schüsselpartie) elegant eine falle gestellt. molterer ist mit der neuwahlankündigung
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ich würde den faymann nicht unterschätzen. mit der eu-volksabstimmung hat er molterer (und der schüsselpartie) elegant eine falle gestellt. molterer ist mit der neuwahlankündigung hineingetappt und hat es bis heute noch nicht gemerkt.

ich kann mir sogar vorstellen, dass das mit der eu-abstimmung von anfang an ein abgekartetes spiel zwischen pröll und faymann war um neuwahlen vom zaun zu brechen und um die schüsselpartie (zuletzt ursula plassnik) loszuwerden.

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Antwort von: cheerio
verfasst am: 28.11.2008 05:00:01

bravo, dass sehe ich auch so, und eines kommt noch hinzu, die werbeagentur, die haben ein exzellentes storybook erstellt und faymann hat dazu einen profi darsteller abgegeben.wenn man so
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bravo, dass sehe ich auch so, und eines kommt noch hinzu, die werbeagentur, die haben ein exzellentes storybook erstellt und faymann hat dazu einen profi darsteller abgegeben.

wenn man so nachdenkt(übrigens ein guter denkanstoß), macht diese überlegung sinn, die haben sich bis jetzt immer wieder die mauer gemacht, wenns ums eingemachte gegangen ist.

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Antwort von: Scherzkeks
verfasst am: 28.11.2008 10:24:42

Hamma a bissi zviel gsoffn?

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Antwort von: *
verfasst am: 26.11.2008 19:24:08

Karli Sackbauer passt von der Stimme her sehr gut!

Auch die Gesamterscheinung ist ähnlich!

Es w e r d e n nur noch Schauspieler und Komiker gewählt!!!

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Antwort von: St.Just
verfasst am: 27.11.2008 20:10:18

und ob der Karli Sackbauer wie ein jugendlicher Werner Faymann aussieht :))))))

http://de.youtube.com/watch?v=HmyCJ0hrm_c&feature=related

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Antwort von: Wurmbauer
verfasst am: 26.11.2008 15:08:18

Karli Sackbauer *grübel, grübel*

War das der "Tetschenempfänger" dem 14 Tage der Schädel gewackelt hat?

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