Tagebuch / September 2016

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SAMSTAG, 31. JÄNNER 2009

Voggenhuber. Grüne können gewinnen – wenn sie sich selbst etwas zutrauen, wenn sie ihre Chancen und ihre Vielfalt nützen. So wie gestern im Erweiterten Bundesvorstand können wir Grüne nicht gewinnen. Wenn wir uns nichts zutrauen, werden uns die Wähler nicht trauen. Eine Partei, die sich vor den Stimmen für Johannes Voggenhuber fürchtet, macht sich lächerlich.17 zu 12 – das war eine
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Voggenhuber. Grüne können gewinnen – wenn sie sich selbst etwas zutrauen, wenn sie ihre Chancen und ihre Vielfalt nützen.

So wie gestern im Erweiterten Bundesvorstand können wir Grüne nicht gewinnen. Wenn wir uns nichts zutrauen, werden uns die Wähler nicht trauen. Eine Partei, die sich vor den Stimmen für Johannes Voggenhuber fürchtet, macht sich lächerlich.

17 zu 12 – das war eine persönliche Abrechnung. Voggenhubers Unterstützer haben vom gemeinsamen Erfolg gesprochen, Voggenhubers Gegner, warum sie ihn nicht mehr aushalten. Eine Politik der Befindlichkeiten hat über eine Politik, die Wahlen gewinnen und das Land verändern will, gesiegt.

Ist das jetzt der Beginn der Spaltung der Grünen? Das wäre eine seltsame Spaltung. Vorarlberg, Salzburg, Kärnten und Oberösterreich und Teile des Bundesvorstands würden sich von Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und dem Rest des Vorstands abspalten und Tirol draußen lassen.

Es war eine Abrechung und keine Spaltung. Aber schon das ist schlimm genug. Grüne müssen fest auf beiden Beinen stehen. Mit einem Schuss ins Knie wird das etwas schwieriger.

KLOIBI ONLINE. Nach einem kurzen grünen Streit darf das Wichtigste nicht vergessen werden: Kloibi, Fekters Mann fürs Gröbste. Heute pinselt er einen Bauch. Aber morgen, da heißt es: Kloibi lässt die Sau raus!

Mahrer.pdf

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Antwort von: Krokodilstränen!
verfasst am: 01.02.2009 15:12:33

Ich erinnere nur an den September 1985, Schweizerhaus. Demokratische Abstimmung, wer die Liste Wien anführt. Ergebnis: Klares Votum (zum Erschrecken von Dir und den Kryptotrotzkisten um Schani
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Ich erinnere nur an den September 1985, Schweizerhaus.

Demokratische Abstimmung, wer die Liste Wien anführt. Ergebnis: Klares Votum (zum Erschrecken von Dir und den Kryptotrotzkisten um Schani Margulies). Erica Fischer hat die Wahl gewonnen, nicht Freda Meissner Blau.

Was war? Du, lieber Pilz, hast dich mit der Freda hinter der Bühne zusammengeredet (erinnerlich war ja auch der Voggenhuber dabei), sie hat dann ihren Herzanfall bekommen (wieso eigentlich, es war ja nur eine Abstimmung und sie hatte ja ihre Bundesmandat ziemlich sicher!!) und dann kamst Du und hast die verlogene Story vom Herzanfall erzählt, und dass es wahnsinnig wichtig wäre, wenn die Freda auf der Wiener Liste kandidiert usw.

Danach kam es auch zu einer Spaltung, nicht nur zu einer neuen Abstimmung. Und diese Spaltung damals hat im Grunde dazu geführt, dass Du Dich in einer Möchtegern-Links, aber doch absolut bürgerlichen Grünen Partei dick aufführen durftest. Es gab sehr viele Leute damals, die danach mit Grausen den Grünen den Rücken gekehrt haben. Auch ich. Das war mir die einzige Möglichkeit um meinen Anstand zu bewahren.

Ich möchte schon betonen, dass ich dein Engagement durchaus schätze. Aber die einzigen Linken sind für mich in der Grünen Partei der Öllinger und ev. auch Du.

Aber mit Demokratie habt ihr nichts am Hut. Das dreht ihr euch so, wie es euch passt. Und im Zweifel haust Du dich halt noch mit dem oberbürgerlichen Chorherr auf ein Packel. Klar, es ist ja eh egal, mit wem man seine Sachen durchbringt.

Was ist an der Lunacek als Erste auszusetzen? Du hast ja sonst keine Berührungsängste bislang bei Frauen gezeigt. Oder ist sie Dir doch etwas zuviel frau?

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Antwort von: Jetzt ist es Zeit Herr Pilz.
verfasst am: 01.02.2009 09:59:05

Ihre Partei ist be einem Niveau angekommen, bei dem sich auch für Sie schwerwiegende Zukunftsfragen ergeben: Werden Sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen? Oder geben Sie Ihren Posten
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Ihre Partei ist be einem Niveau angekommen, bei dem sich auch für Sie schwerwiegende Zukunftsfragen ergeben:

Werden Sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen? Oder geben Sie Ihren Posten freiwillig an eine der Berufsemanzen ab?

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Antwort von: Ingrid
verfasst am: 01.02.2009 08:43:15

Als Grünwählerin graust's mir. Ich werde meine Stimme bei den EU-Wahlen sicher nicht dieser Partei geben!

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Antwort von: Bernhard
verfasst am: 01.02.2009 02:26:38

Eine Liste Voggenhuber für alle, die ihn (gerade jetzt) wählen wollen, muss her! Bitte um Unterstützung für ihren Kollegen, Herr Pilz!

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Antwort von: Bernhard
verfasst am: 01.02.2009 02:28:06

ps Sehr seltsam, dass die Leitung der Grünen sich vor einem demokratischen Wahlergebnis, dass vielleicht nicht ihrer Vorstellung entspricht, fürchtet ...

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Antwort von: Ein Trauerspiel und eine Beleidigung der Wähler, was die grünen Funktionäre da aufführen
verfasst am: 01.02.2009 02:21:04

Voggenhubers Ankündigung nicht antreten zu wollen, wenn er nicht den ersten Platz erreicht, war lächerlich ...aber dass beleidigte Funktionärinnen jetzt den Grünwählern die
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Voggenhubers Ankündigung nicht antreten zu wollen, wenn er nicht den ersten Platz erreicht, war lächerlich ...

aber dass beleidigte Funktionärinnen jetzt den Grünwählern die Möglichkeit nehmen, einen Grünen zu wählen der viele Stimmen bringt, ein Experte ist und gar manche Wahrheit über die Partei geäußert hat, ist viel mehr als lächerlich: es ist abstoßend und destruktiv.

Voggenhuber hat jedenfalls mehr Kompetenz und Redegewandtheit als Glawischnig und Lunacek zusammen.

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Antwort von: Michael
verfasst am: 31.01.2009 23:44:13

Was der Partei schadet sind Menschen die Entscheidungen die Ihnen nicht gefallen zu negieren. Damit sind die Grünen auch nur wie jede andere Machtbesessene Partei die meint jedes Ergebnis
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Was der Partei schadet sind Menschen die Entscheidungen die Ihnen nicht gefallen zu negieren. Damit sind die Grünen auch nur wie jede andere Machtbesessene Partei die meint jedes Ergebnis umkehren zu können wenn sie´s nur clever genug anstellt.

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Antwort von: teuflisches Hühnchen
verfasst am: 31.01.2009 20:34:30

ENTTÄUSCHUNG - einmal groß geschrieben... Es tut mir leid, aber aktuell kann ich grüne Positionen immer weniger nachvollziehen, auch wenn ich sie bis heute noch als "meine"
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ENTTÄUSCHUNG - einmal groß geschrieben...

Es tut mir leid, aber aktuell kann ich grüne Positionen immer weniger nachvollziehen, auch wenn ich sie bis heute noch als "meine" Partei bezeichnen mag. Nur war das bisher aus Überzeugung, ab jetzt wird es schlicht aus Mangel an Alternativen sein. Auch wenn ich so denke, werden das andere radikaler sehen. Viele werden zuhause bleiben oder gar andere Parteien wählen. Voggenhuber ist weder mein Held, noch mein Vorbild, doch wenn er der Partei mit der Kandidatur auch nur 2 Stimmen zur Wahl gebracht hätte, dann hätte es sich schon ausgezahlt.

lg, Enttäuschter Grüner Nummer 139524

P.S.: gut, dass das nicht nur die Wähler, sondern auch ein paar Politiker so sehen ;)

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Antwort von: Enrique
verfasst am: 01.02.2009 12:01:44

Total deine Meinnug! Es tut mir echt leid.

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Antwort von: glawischnig-knieschuss
verfasst am: 31.01.2009 19:22:55

das war der sogenannte glawischnig-knieschuss

hoffentlich führt er zu einem reinigungsprozess

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Antwort von: Salzburger Wähler
verfasst am: 31.01.2009 19:11:17

man lese die Leserzuschriften im Standard. Man lese etwa, dass die weiblichen Politiker der Grünen jetzt locker als "Vaginalfraktion" beschimpft werden, ihnen jegliche Qualifikationen
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man lese die Leserzuschriften im Standard. Man lese etwa, dass die weiblichen Politiker der Grünen jetzt locker als "Vaginalfraktion" beschimpft werden, ihnen jegliche Qualifikationen abgesprochen werden, sie als dumme Weiber tituliert werden ... und dann beginnt man plötzlich Johannes Voggenhuber dankbar zu sein. Denn sein Ego-Trip hat immerhin gezeigt, wo das Land - die Grünwähler oder Möchtegern-Grünwähler - inhaltlich stehen. Nämlich nicht weiter über dem chauvinistischen Bodensatz. Widerlich.

Die Grünen wollen das ändern? Ja, dann würde ich mal bei den eigenen Wählern und Möchtegernwählern anfangen. Die haben scheinbar eine Änderung ihrer geistigen Verfassung ganz besonders not. Die Grünen: Partei der Machos.

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Antwort von: Nuggi
verfasst am: 02.02.2009 16:02:22

Jetzt mal abgesehen von den Möchtegernwählern und Personen die sich allerlei verbalen Entgleisungen im Standard Forum hingeben, gibt es dort im Standard Forum eine Unzahl von Leuten die das
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Jetzt mal abgesehen von den Möchtegernwählern und Personen die sich allerlei verbalen Entgleisungen im Standard Forum hingeben, gibt es dort im Standard Forum eine Unzahl von Leuten die das Vorgehen der Grünen Partei Spitze ganz einfach als undemokratisch empfinden.

Und aha der Wähler soll sich also ändern. Weil der Wähler es besonders Nötig hat. Genau diese Einstellung führt dazu, dass sich der Wähler wirklich verändert. Sich insofern verändert, dass er sein Wahlverhalten verändert und beim nächsten Mal ein Kreutzlein bei einer Partei mach die nicht so abgehoben ist und sich über den Wählerwillen hinwegsetzt. Diese Veränderung die ist wahrlich schon von statten gegangen. Erste Konsequenzen dieser Veränderung werden sich bei den nächsten Wahlen in den Ergebnissen mit Gewißheit niederschlagen.

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Antwort von: kritkus
verfasst am: 01.02.2009 10:20:20

da sollten sie aber schon differenzieren, denn ein tatsächlicher grünwähler würde derartiges nicht in den mund nehmen. dieser leider-konflikt hat auch viele von diesem
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da sollten sie aber schon differenzieren, denn ein tatsächlicher grünwähler würde derartiges nicht in den mund nehmen. dieser leider-konflikt hat auch viele von diesem lichtscheuen braungesocks hervorgelockt, die aber anhand der wortwahl und orthographie relativ leicht erkennbar sind.

andrerseits sollte frau/mann sich aber doch auch überlegen, warum es zu diesem völlig unnötigen "gechlechterkampf" ausartet(e).....sburny und co riefen geister, die sie nun anscheinden nicht mehr loswerden.

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Antwort von: Anno 2009
verfasst am: 31.01.2009 21:41:52

Das habe ich gelesen und bin entsetzt!!!!!!! Igittigittigitt!

Was für ein beschämendes, martialisches Schauspiel!

Was ist nur mit unseren Männern los?

Wohin sind wir gekommen?

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Antwort von: Ben Hemmens
verfasst am: 31.01.2009 19:36:15

Ich weiss nicht wer diese Idioten alle sind; aber ich denk' nicht dass sie für Voggenhuber-WählerInnen besonders repräsentativ sein können.

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Antwort von: Remis
verfasst am: 31.01.2009 19:26:17

nogehh, Salzburger, wie furchtbar :)))))

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Antwort von: frauenfeindlich oder einfach platt?
verfasst am: 31.01.2009 19:18:14

Auch auf www.wahltotal.at is ein zumindest "bedenkliches" Posting reingekommen, anstatt konstruktive Kritik.. Wobei, es sind halt "Ihre" Worte, da kann ma nix aendern dran..
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Auch auf www.wahltotal.at is ein zumindest "bedenkliches" Posting reingekommen, anstatt konstruktive Kritik.. Wobei, es sind halt "Ihre" Worte, da kann ma nix aendern dran..

http://wahltotal.at/questions/208

Nja, vielleicht post ich dort mal was gscheites ;-)

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Antwort von: Old Smokeybär
verfasst am: 31.01.2009 18:21:22

Ordentlich was los heute, im Hause von Old Pezihand!

Offensichtlich liegen die Grünen und nicht die GrünInnen sehr vielen am herzen.

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Antwort von: Georg
verfasst am: 31.01.2009 17:56:16

Ich will Van der Bellen zurück! (und Voggenhuber natürlich auch)

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Antwort von: Old Smokeybär
verfasst am: 31.01.2009 18:22:09

wär schön; aber das werden die GrünInnen nicht wollen!

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Antwort von: JKU
verfasst am: 31.01.2009 17:54:52

Ich finde es sehr schade, dass Voggenhuber der artig "rausgemobbt" wird. Also ich bereuhe es momentan, und werde es auch bis zur Wahl tun, am Wahlzettel bei den Grünen das X gemacht zu
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Ich finde es sehr schade, dass Voggenhuber der artig "rausgemobbt" wird.

Also ich bereuhe es momentan, und werde es auch bis zur Wahl tun, am Wahlzettel bei den Grünen das X gemacht zu haben.

Diese, meiner Ansicht nach, krankhafte Emanzipation kann man nicht mehr ertragen. Ich selbst bin StudentIN und fühle so wie viele meiner Bekannten, dass das weit über das Rationale denken hinausgeht. Mfg

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Antwort von: gastin
verfasst am: 31.01.2009 18:45:53

und wer soll ihnen das nun glauben??? sie erfüllen keine glaubwürdigkeitskriterien. wissen sie dass im nahostkrieg jede menge filmszenen gedreht und gesendet werden, die den eindruck
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und wer soll ihnen das nun glauben??? sie erfüllen keine glaubwürdigkeitskriterien.

wissen sie dass im nahostkrieg jede menge filmszenen gedreht und gesendet werden, die den eindruck vermitteln sollen es handle sich um reale kriegshandlungen?

da werden tote auf einer bahre davongetragen und beweint, die aber plötzlich herunterfallen und dann wieder raufklettern, um weiterhin tot zu sein. schusswechsel, verletzte oder getötete kinder, weinende frauen, zerstörte gebäude... alles gefaked. man schreckt vor keiner art propaganda mehr zurück, um die weltöffentlichkeit für sich einzunehmen.

die medien sind selbst zum kriegsschauplatz geworden.

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Antwort von: witwe bolte
verfasst am: 31.01.2009 19:26:20

sind sie schon aus ihrem albtraum aufgewacht?

sie bezeichnen diesen dreckskrieg als fake? fassungslos

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 20:19:14

nein, ich bezeichne den krieg nicht als fake.aber in diesem krieg wird auch gefaked was das zeug hält. und genauso gehts hier zu.ich glaube nur jedes 762. wort und empfehle das auch anderen so
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nein, ich bezeichne den krieg nicht als fake.

aber in diesem krieg wird auch gefaked was das zeug hält.

und genauso gehts hier zu.

ich glaube nur jedes 762. wort und empfehle das auch anderen so zu halten.

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Antwort von: igor
verfasst am: 01.02.2009 01:30:58

Kompletter Blödsinn was Du da schreibst! Nimm die Tabletten bitte regelmäßig!!

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Antwort von: Tobias
verfasst am: 31.01.2009 17:33:11

interessant ist:Diese geografische Konfliktlinie gab es schon immer und nun ist sie wieder ausgebrochen (weil VdB weg?).Die Linken gegen die Mitte der Grünen... nur haben plötzlich die
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interessant ist:

Diese geografische Konfliktlinie gab es schon immer und nun ist sie wieder ausgebrochen (weil VdB weg?).

Die Linken gegen die Mitte der Grünen... nur haben plötzlich die Linken das Ruder wieder in der Hand....

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Antwort von: gastin
verfasst am: 31.01.2009 20:25:22

das würde ich als vernunft und glück bezeichnen, österreich hat ohnehin nur mehr rechte parteien.die grünen frauen sind linker. wer brauchte schon den övp-kuschelkurs von
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das würde ich als vernunft und glück bezeichnen, österreich hat ohnehin nur mehr rechte parteien.

die grünen frauen sind linker. wer brauchte schon den övp-kuschelkurs von VdB?

wer wählt den schmiedl wenn er den schmied haben kann? das sollte sogar die övp verstehen.

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Antwort von: thomas
verfasst am: 01.02.2009 00:42:31

Kann es sein, dass die grünen Frauen nicht nur linker, sondern auch dümmer sind?

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Antwort von: Frobin
verfasst am: 31.01.2009 17:19:26

Ich stimme Ihnen zu - die Grünen sind nur noch lächerlich. Dabei sind gerade Sie - aber auch viele andere Grüne - ausgenommen. Nur ist es offenbar so, dass jene Menschen bei den
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Ich stimme Ihnen zu - die Grünen sind nur noch lächerlich. Dabei sind gerade Sie - aber auch viele andere Grüne - ausgenommen. Nur ist es offenbar so, dass jene Menschen bei den Grünen, die nicht völlig den Bezug zu ihren Wählern verloren haben ("Facebook, Twitter & Co" sind kein Bezug zum Wähler, sorry), nichts mehr zu sagen haben - und eine Clique der selbstverliebten, elitären Bobo-Spießer die Partei übernommen hat.

Ihr Kommentar im Standard vor einigen Wochen (es ging glaube ich um die Diskussion zur Migrationspolitik der Grünen anlässlich der Aussagen von Efgani Dönmez) hat mich sehr beeindruckt. Wenigstens haben die Grünen die Problematik erkannt, dachte ich. Leider bestätigt der aktuelle Fall, dass "die Grünen" einfach gar nichts erkannt haben.

Die Partei ist als Ganzes einfach unwählbar geworden. Sie sind eine erstarrte Gremien- und Kopfnickerpartei geworden, ein elitärer, selbstverliebter Verein der Gutmenschen und Oberlehrer. Wie oft haben sich die Grünen als "die" demokratische Alternative dargestellt - und jetzt das! Armselig!

Traurig, mir kommt dadurch nämlich die letzte wählbare Alternative bei Wahlen in diesem Land abhanden. Meine Vorzugsstimme haben sie aber jederzeit - so sie kandidieren dürfen und die Angst vor dem Wähler nicht weiterhin die Grüne Parteispitze plagt. Eine Vorzugsstimme für Grüne wie Sie scheint mir der einzige Grund, überhaupt noch Grün zu wählen.

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Antwort von: Raphael
verfasst am: 31.01.2009 17:13:20

Es tut mir ja leid, aber Voggenhuber hat sich das selbst zuzuschreiben. Mit seiner Ansage "entweder 1. oder gar nicht" hat er hoch gepokert und alles verloren. Ich halte eine solchen
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Es tut mir ja leid, aber Voggenhuber hat sich das selbst zuzuschreiben. Mit seiner Ansage "entweder 1. oder gar nicht" hat er hoch gepokert und alles verloren. Ich halte eine solchen Ansage, die sich Voggenhuber anscheinend von Ihnen abgeschaut hat, übrigens für undemokratisch, arrogant und egozentrisch. Wenn in der Politik der persönliche Erfolg wichtiger wird als die Themen der Partei, dann ist man in einer basisdemokratischen Partei fehl am Platz. Mit ihrer uneinsichtigen Kritik am demokratischen Ergebnis des EBV schießen sie sich übrigens selbst ins Knie.

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 18:48:46

@ rapahel,

stimme ihnen vollinhaltlich zu.

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 18:55:06

ich stimme raphael nicht zu

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 19:01:27

tja!

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Antwort von: ron
verfasst am: 31.01.2009 18:19:16

Ich kann dem Argument, V hätte sich selbst herausgenommen, weil er gesagt hat, erster Platz oder gar keiner nichts abgewinnen. Voggenhuber wollte nicht an zweiter oder dritter Stelle nachgereiht
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Ich kann dem Argument, V hätte sich selbst herausgenommen, weil er gesagt hat, erster Platz oder gar keiner nichts abgewinnen. Voggenhuber wollte nicht an zweiter oder dritter Stelle nachgereiht werden. Er will nicht hinter Lunacek amtieren. Das ist sein recht. Der letzte Listenplatz ist eine ganz andere Sache, in der es nicht um die Partei geht, sondern um die Wähler. Von der letzten Position aus wollte er die Partei unterstützen und seine Chance auf den ersten Platz neuerlich nutzen. Insofern blieb er seiner Aussage treu: Er wollte nicht zweiter sein, sondern nur als erster ins Parlament zurückkehren. Ich finde das durchaus verständlich.

Die Grünen, als Vorkämpfer der direkten Demokratie, hätten ihm diese Chance eröffnen sollen. Gewonnen hätten alle. Die Demokraten in den USA haben vorgeführt, wie ein Kampf zwischen einer Frau und einem Mann als Kandidaten die gesamte Wählerbasis mobilisieren kann. Die Grünen hier haben uns jetzt gezeigt, wie die Wähler gegeneinander aufgebracht und demobilisiert werden können. Ich werde diesmal wohl nicht grün wählen, obwohl ich überhaupt nichts gegen Lunacek habe und eigentlich auch nichts gegen Glawischnig hatte.

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Antwort von: Raphael
verfasst am: 01.02.2009 15:37:45

Er hat gesagt: erster Platz oder *gar keiner*. Auch der letzte Listenplatz *ist* ein Listenplatz. Ich verstehe natürlich, dass er diese Ansage zurücknehmen wollte. Allerdings kann ich die
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Er hat gesagt: erster Platz oder *gar keiner*. Auch der letzte Listenplatz *ist* ein Listenplatz. Ich verstehe natürlich, dass er diese Ansage zurücknehmen wollte. Allerdings kann ich die Position des EBV besser nachvollziehen: In Zukunft wird man solche arroganten Ansagen wohl eher nicht mehr hören.

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Antwort von: Frobin
verfasst am: 01.02.2009 14:15:01

Stimme zu! Voggenhuber hat sich das nicht selbst zuzuschreiben - die Grüne Parteispitze hat sich das selbst zuzuschreiben: den Verlust jeglicher Glaubwürdigkeit - waren es nicht gerade die
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Stimme zu! Voggenhuber hat sich das nicht selbst zuzuschreiben - die Grüne Parteispitze hat sich das selbst zuzuschreiben: den Verlust jeglicher Glaubwürdigkeit - waren es nicht gerade die Grünen, die immer ganz besonders die Fahnen der direkten Demokratie hoch gehalten haben. Und waren es nicht immer die Grünen, die so sehr betont haben, dass es ihnen nicht um Machtfragen, sondern um Inhalte bzw. Kompetenz geht.

ALLES NUR HEISSE LUFT NACH DIESER FARCE!

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Antwort von: männlich, Alimentezahler, links, umweltbewegt, pro-EU
verfasst am: 31.01.2009 17:08:06

Danke für diese klaren Worte. Ich bin froh zu sehen, dass es innerhalb der Grünen kritische Stimmen gegenüber der herrschenden Frauentruppe gibt. Ich frag mich nur, wen ich
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Danke für diese klaren Worte. Ich bin froh zu sehen, dass es innerhalb der Grünen kritische Stimmen gegenüber der herrschenden Frauentruppe gibt. Ich frag mich nur, wen ich künftig wählen kann. Aber das Kreuzerl bei grün würde heissen, für Männerbenachteiligung anstatt für Gleichberechtigung einzutreten. Die Eva und ihren Pradafeschismus (copyright by einem StandardPoster) möchte ich jedenfalls nicht mehr unterstützen.

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Antwort von: gastin
verfasst am: 31.01.2009 18:54:06

"alimentezahler" spricht für sich - haha!

meine güte, was ist das nur für ein schäbige frauen-hetzkampagne!

bin schon neugierig ob es wieder zu hexenverbrennungen kommt.

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Antwort von: der linke Alimentezahler
verfasst am: 01.02.2009 01:53:49

Wolltest Du beleidigen oder waren das Deine Argumente?

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Antwort von: macho
verfasst am: 01.02.2009 00:45:41

Diesen Emissionsausstoss seid ihr nicht mehr wert!

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 16:21:46

wenn ein voggenhuber die öffnung gegenüber gruppen, die noch nicht in zehn funktionärsjahren ihre kritikfähigkeit ausgeschwitzt haben, als bedrohung seines kurses sieht, hat ER
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wenn ein voggenhuber die öffnung gegenüber gruppen, die noch nicht in zehn funktionärsjahren ihre kritikfähigkeit ausgeschwitzt haben, als bedrohung seines kurses sieht, hat ER eine verengung des blickfeldes. es fragt sich eher, ob so jemand fähig ist, auch die interessen der in punkto demokratiepolitik kritischen grünen wähler zu vertreten...

... wenn er lichtenberger wegen 7% vorzugstimmen verdrängt, war es das letzte mal, dass ich grün gewählt habe. und das ist bis dato trotz bauchweh durchaus vorgekommen.

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Antwort von: Najor
verfasst am: 31.01.2009 16:20:06

Naja, meine Stimme wird dann wohl die ÖVP gewinnen. Alles anderen Partein sind in Sachen Europapolitik sowieso zum vergessen. Gruß und Gratulation an die Bobo-Kampflesben, vor allem an die
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Naja, meine Stimme wird dann wohl die ÖVP gewinnen. Alles anderen Partein sind in Sachen Europapolitik sowieso zum vergessen. Gruß und Gratulation an die Bobo-Kampflesben, vor allem an die mit dem Porsche Cayenne. Schade.

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Antwort von: Knurrhahn
verfasst am: 31.01.2009 18:29:23

da wird es einige geben die wieder zur VP wechseln; bei den EU Wahlen werde ich es auch tun da die SP keine "EU Partei" ist...und den Mölzer wähl ich ganz sicher nicht!!!!!Auch
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da wird es einige geben die wieder zur VP wechseln; bei den EU Wahlen werde ich es auch tun da die SP keine "EU Partei" ist.

..und den Mölzer wähl ich ganz sicher nicht!!!!!

Auch wenn das der Bobo-Poster "evergreen" leider nicht kapiert!

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Antwort von: evergreen
verfasst am: 31.01.2009 18:12:58

Der Wechsel von Grün zur VP ist allerdings ein Kennzeichen einer Bobo-Gesinnung, die ja in erster Linie eine Wohlfühl-Politik vertritt. Lustig, dass hier ein klassischer Bobo anderen
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Der Wechsel von Grün zur VP ist allerdings ein Kennzeichen einer Bobo-Gesinnung, die ja in erster Linie eine Wohlfühl-Politik vertritt. Lustig, dass hier ein klassischer Bobo anderen vorwirft. Bobos zu sein.

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Antwort von: gastin
verfasst am: 31.01.2009 19:00:31

fast alles kampfposter anderer parteien, die das fresschen sicher gern annehmen. kein überzeugter grüner würde övp wählen. aber wenn zwei sich streiten freut sich der
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fast alles kampfposter anderer parteien, die das fresschen sicher gern annehmen.

kein überzeugter grüner würde övp wählen.

aber wenn zwei sich streiten freut sich der dritte.

und hier freuen sich einige.

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Antwort von: nachdenklich
verfasst am: 31.01.2009 16:16:00

Wenn Voggenhuber beseitigt ist - wie lange wird es dann noch Pilz geben?

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Antwort von: Timi
verfasst am: 31.01.2009 19:17:24

Hoffentlich nicht mehr lange!!

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 16:02:38

ihr seid doch ein feiges pack! im tv gebt ihr keine stellungnahme ab, jeder hat abgesagt als er eingeladen wurde in die ZIB2. auf das ihr euch zerstreitet und auflöst, es braucht euch sowieso
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ihr seid doch ein feiges pack! im tv gebt ihr keine stellungnahme ab, jeder hat abgesagt als er eingeladen wurde in die ZIB2. auf das ihr euch zerstreitet und auflöst, es braucht euch sowieso keiner!

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Antwort von: hm
verfasst am: 31.01.2009 16:44:02

Wir sind noch nie eingeladen worden - soviel dazu!!!

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Antwort von: hm
verfasst am: 31.01.2009 16:42:17

da liegst aber ein wenig falsch, glaub ich, aber wir werden ja sehen - lg hm

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Antwort von: harald matschiner
verfasst am: 31.01.2009 15:51:11

Grüne nicht so grün - das ist das Dilemma - darum treten wir als EUGP- Europäische Generationen Partei zu den EU - Wahlen an - Wir machen Politik mit Menschen für Menschen,
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Grüne nicht so grün - das ist das Dilemma - darum treten wir als EUGP- Europäische Generationen Partei zu den EU - Wahlen an - Wir machen Politik mit Menschen für Menschen, generationsübergreifend, für die nachfolgenden Generationen. Weg vom "Raubtierkapitalismus" hin zu einem "gemäßigtem Kapitalismus". Wir wollen eine Gesellschaft in der ethische Werte wieder in den Vordergrund gestellt werden. Werte wie: Werte wie: Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Bescheidenheit, Mäßigkeit, Demut und Nächstenliebe. Wir wollen mehr Transparenz, weniger Bürokratie, keine Korruption. Wir wollen eine Gesellschaft in der Fair Trade, kein Fremdwort ist, in der es Richtlinien für den Finanzmarkt gibt.

Wir wollen eine Gesellschaft in der das Prinzip des gewissenhaften Unternehmers, Managers, angewandt wird. Wir wollen eine Gesetzgebung die jeder versteht, einfach, einfach, einfach, Eine Gesellschaft ohne Kriege, in der Frieden herrscht, eine nachhaltige Politik in allen Bereichen - wir haben nur den einen Planeten - Die ERDE - schon vergessen!!!

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Antwort von: iancurtis
verfasst am: 31.01.2009 15:39:04

der aufdecker pilz sollte sich mal um die missstände in wien kümmern...eine wahre fundgrube, wie der artikel "wiener gras" im aktuellen DATUM zeigt: Wiener Gras Florian Skrabal
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der aufdecker pilz sollte sich mal um die missstände in wien kümmern...eine wahre fundgrube, wie der artikel "wiener gras" im aktuellen DATUM zeigt: Wiener Gras Florian Skrabal

Missmanagement, Verdacht der Vettern- und Parteibuchwirtschaft bei Auftragsvergaben: Seine guten Verbindungen zum Bundeskanzler und zur Stadt Wien, der seine beiden Unternehmen gehören, garantierten Herbert Jansky bisher trotzdem ein gutes Leben..

Es ist für Herbert Jansky nichts Neues: Zum dritten Mal in knapp zwei Jahren schauen die Prüfer des Kontrollamts der Stadt Wien derzeit in die Bücher der zwei Firmen, die er leitet. "Für gewisse Personen stellen wir eine, echte Gefahr' dar. Mit dem entsprechenden Mittel versuchen sie uns irgendwie zu deformieren", sagt er. "Gefühlte 17 Magengeschwüre" habe er deswegen schon. Er werde "gezielt bombardiert und beschossen. Das ist ein Hinrichtungsverfahren." Jene Personen, die er zu bedrohen meint und die ihn deshalb verfolgen würden, nennt er nicht beim Namen.

Nur das "Mittel, das sie gegen mich einsetzen: die Politik", sprich die Wiener Oppositionsparteien ÖVP, Grüne, aber vor allem die FPÖ. Eine Prüfung durch das Kontrollamt kann durch mindestens 13 Abgeordnete des 100-köpfigen Wiener Gemeinderates erwirkt werden, in dem die SPÖ die absolute Mehrheit hat (55 Sitze) die ÖVP 18, die Grünen 14 und die Freiheitlichen 13. Die erste und die jetzige Prüfung beantragte die FPÖ, bei der zweiten war das Kontrollamt von sich aus tätig geworden. So gehören die Unternehmen, deren Geschäfte Herbert Jansky führt - die Stadt Wien Wiener Wohnen Hausbetreuung GmbH (WW-H) und deren 100-prozentige Tochter, die Stadt Wien Wiener Wohnen Außenbetreuung GmbH (WW-A) - tatsächlich zu den "meistgeprüften der Stadt", wie er sagt.

Bis jetzt störte das den 46-Jährigen, der sich im persönlichen Gespräch als Chef gibt, der seinen Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnet ("Voriges Jahr sind wir alle mit den Schneeschaufeln durch die Gegend gelaufen. Dazu bin ich mir nicht zu gut.") nicht weiter. Der neue Bericht des Kontrollamts wird voraussichtlich erst im Februar veröffentlicht; wie DATUM-Recherchen belegen, gäbe es aber schon jetzt Diskussionsbedarf über die Rolle des Geschäftsführers. Es besteht der Verdacht der Vettern- und Parteibuchwirtschaft, des schlechtes Managements und einer Fortsetzung jener fragwürdigen Geschäftspraktiken, die schon im bislang letzten Kontrollamtsbericht vom März 2008 kritisiert worden waren. Aber der Reihe nach. Als Werner Faymann noch nicht Bundeskanzler, sondern Wiener Wohnbaustadtrat (1994-2007) und Herr über rund 220.000 Gemeindewohnungen der Stadt Wien war, hatte er den als so bodenständig wie eloquent bekannten Jansky immer dann gerufen, wenn es Probleme gegeben hatte. Hinter vorgehaltener Hand nennen zahlreiche Wiener SPÖ-Mandatare den damaligen Angestellten der Wiener Gebietsbetreuung bis heute "Faymanns Mann fürs Grobe", oder "Faymanns Dobermann".

Herbert Jansky hat es mit, unter und durch den heutigen Bundeskanzler weit gebracht. Deshalb führt der Sammler von teuren Uhren und Oldtimern heute die Geschäfte von zwei im hundertprozentigen Besitz der Stadt Wien befindlichen Unternehmen, die - unterstützt von der SPÖ-dominierten Wiener Stadtregierung - quasi von selbst wachsen. Mit jedem Hausbesorger, der in Wien in den Ruhestand geht, wachsen die Auftragsbücher von Janskys Firmen.

Denn statt neue Hausmeister einzustellen, betraut die Stadt Wien seit sechs Jahren ebendiese mit der Pflege der Wohnhäuser. "In zehn bis 15 Jahren kehrt kein Hausmeister mehr den Boden in den Gemeindebauten", schätzt Herbert Jansky die künftige Entwicklung ein. Ein Beruf, der in Wien jahrzehntelang eine Institution gewesen ist, stirbt aus. Eingeleitet hat diesen Prozess die erste schwarz-blaue Bundesregierung, indem sie im Jahr 2000 das Hausbesorgergesetz abschaffte. Die Wiener SPÖ reagierte auf die neue Situation und präsentierte im Jahr 2002 ihre erste Lösung: Als Alternative zu den Hausmeistern ließ Werner Faymann die WW-H gründen und setzte Jansky zunächst als Prokurist und rund zwei Jahre später als Geschäftsführer ein. Die Mitarbeiter der WW-H sollen den Mietern seitdem Ersatz für die Hausbesorger sein. Drei Jahre später ließ Faymann für den Winterdienst und die Gartenpflege die hundertprozentige WW-H-Tochter WW-A gründen, bei der Jansky zunächst als Eigentümervertreter und später ebenfalls als Geschäftsführer fungierte.

Heute kümmern sich 665 Mitarbeiter der WW-H und 274 der WW-A um alles, was früher Hausbesorger und Privatfirmen erledigten: Sie kehren die Stiegenhäuser, wechseln Glühbirnen aus, sammeln Laub ein, räumen im Winter den Schnee und mähen den Rasen. Arbeiten, für die laufend Geräte angeschafft werden müssen. Selbst wenn Anschaffungen wie Energiesparlampen oder Reinigungsmittel banal klingen, ist das Auftragsvolumen groß. Immerhin geht es dabei unter anderem um mittlerweile 3.904 Stiegen, auf denen Licht brennt und die geschrubbt werden müssen.

Dementsprechend viel Geld hat Herbert Jansky zu vergeben. Und davon profitiert, wie im folgenden Fall dargelegt, unter anderem ein naher Verwandter: sein Schwager. Rund 1.250 Waschküchen in den Wohnhausanlagen der Stadt Wien werden derzeit von der WW-H betreut. Um diese künftig betreten zu können, müssen Mieter ein elektronisches Zutrittssystem passieren. Wie das funktioniert, wird in der Gratis-Tageszeitung Heute vom 26. August 2008 so beschrieben: "Das Verfahren, entwickelt von der Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH unter Herbert Jansky, ist einfach und genial zugleich. Jeder Bewohner, der das Angebot nutzen möchte, erhält gratis einen Schlüsselanhänger, in dem ein winziger Chip untergebracht ist. Dieser wird an ein Lesegerät an der Waschküchentür gehalten. Via UMTS stellt dieses Kontakt zum zentralen Server her, der überprüft, ob der Inhaber zu eben diesem Zeitpunkt zutrittsberechtigt ist, und, voilà, die Tür geht auf."

Entgegen der Berichterstattung des Blatts - dessen Geschäfte Herbert Janskys älterer Bruder Wolfgang (48) gemeinsam mit Eva Dichand, der Schwiegertochter von Krone-Chef und Faymann-Wahlonkel Hans Dichand führt und die als einzige Zeitung am Empfang der Zentrale von WW-H und WW-A im dritten Gemeindebezirk aufliegt - wurde das System weder von der WW-H entwickelt noch von dieser eingebaut.

Der Ausschreibung für die Entwicklung, Implementierung und Installation am 21. August 2007 folgte am 30. September vergangenen Jahres der Zuschlag an die Arbeitsgemeinschaft Ebcont Systems&Solutions GmbH und Ebcont Electronic Business Consulting Team GmbH. Diese wiederum vergab einen Subauftrag für die Installation des Systems an den Einzelunternehmer Kurt Paar: den Bruder von Herbert Janskys Frau Jutta. "Das habe ich nicht gewusst", beteuert Jansky, als er zum ersten Mal damit konfrontiert wird. In einem späteren Gespräch gibt er hingegen zu, "dass ich es gewusst und daraus auch kein Geheimnis gemacht habe. Aber ich bin nicht durch die Gegend gelaufen und habe jedem erzählt, dass Kurt Paar mein Schwager ist." Dennoch sei die Vergabe in Ordnung gewesen.

Ihn persönlich treffe keine Schuld, "weil wir alle Ausschreibungen über einen externen Vergabeanwalt machen." Und dabei habe sein Schwager eben "einfach das billigste Angebot gemacht. Es gibt keine Sippenhaftung." Auch wenn Herbert Jansky die Wahrheit sagt, lässt sich das schwer überprüfen. Im Amtsblatt der Europäischen Union, in dem Informationen über jede der EU gemeldete öffentliche Auftragsbekanntmachung aufgelistet werden, scheint im betreffenden Fall ordnungsgemäß die Firmen-Arbeitsgemeinschaft Ebcont als Auftragnehmer auf. Unter Punkt V.5 wird angegeben, dass Subaufträge vergeben werden können. Darunter steht zu lesen: "Wenn ja, bitte geben Sie den Wert oder den Anteil des Auftrags an, der an Dritte vergeben werden kann." Im Fall der Auftragsvergabe an Ebcont ist dieses Feld frei geblieben. Auch im Feld "Endgültiger Gesamtwert des Auftrags" ist keine Summe eingetragen. Im betreffenden Fall wurde die Kanzlei Estermann-Pock mit Sitz in der Wiener Innenstadt zu Rate gezogen. Der Rechtsanwalt Ralf Pock sagt dazu: "Alles, was drinnen stehen muss, steht drinnen. Mehr nicht." Punkt. Der Vorsitzende des Bundesvergabeamts (BVA), Michael Sachs, kann und will zu einem "einzelnen Fall nichts sagen. In der Regel ist es aber so, dass Felder, wenn diese vorhanden sind, auch auszufüllen sind." Gerhard Porsch, Geschäftsführer der Ebcont Systems & Solutions GmbH, übt sich in der Frage seines Subauftragnehmers Paar in Schweigen: "Nach Rücksprache mit unserem Anwalt muss ich Ihnen leider mitteilen, dass eine Beantwortung Ihrer Fragen aus vertraglichen Gründen durch uns nicht möglich ist." Im Gemeindebau Weiglgasse 6-10 im 15. Bezirk konnte man Mitte Dezember zwei Mitarbeitern Kurt Paars bei ihrem Werk zusehen. "Wir haben in ganz Wien schon 95 Zutrittssysteme installiert", erzählt einer von ihnen.

Einen halben Tag Arbeit dauere die Installation pro Zugang. Nach Auskunft des Arbeiters werden, "zumindest soweit ich weiß, noch tausende dazukommen." Bis 2010 sollen es laut einer Presseaussendung aus dem Büro von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig "alle 1.250 Waschküchen sein, die von der Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH betreut werden" - und die alle von Janskys Schwager mit dem neuen Zutrittssystem ausgerüstet werden. Und das ist erst der Anfang: Am Ende könnten es alle 5.800 Waschküchen sein, die es insgesamt in den Gemeindebauten gibt. Die Kosten der Elektroinstallation kann Herbert Jansky nicht beziffern. "Ein paar hundert Euro" pro Waschküche sollen es jedenfalls sein. Angenommen, es würden "nur" 300 Euro pro Einheit verrechnet, würde das angesichts von 1.250 Waschküchen bis zum Jahr 2010 eine Summe von mindestens 375.000 Euro ergeben. Sollten alle 5.800 Waschküchen mit dem System ausgestattet werden, beliefe sich das Auftragsvolumen auf 1,74 Millionen Euro. Kein schlechtes Geschäft für Herbert Janskys Schwager, der zur Causa keinerlei Fragen beantworten will.

Und sich somit auch der Frage entzieht, wie sein Unternehmen dazu kommt, nicht nur in Waschküchen der Wiener Gemeindebauten Kabel zu verlegen, sondern - laut Herbert Jansky selbst - auch eine von vier Firmen ist, die in der jüngeren Vergangenheit Elektroinstallationen in den so genannten "Stützpunkten" von WW-H und WW-A durchgeführt hat. In diesen über ganz Wien verteilten Räumlichkeiten - es gibt 18 Stützpunkte und ein Zentrallager - können sich die Mitarbeiter der Haus- und Außenbetreuungsgesellschaften umziehen, Pause machen und ihre Arbeitsgeräte abstellen.

Auch im niederösterreichischen Eichgraben, rund 15 Kilometer außerhalb Wiens, scheinen die Mitarbeiter Kurt Paars an der Arbeit zu sein. Dort steht Janskys Haus. Mitte Dezember lagen dort vor der Tür Zementsäcke, es wurde offensichtlich umgebaut. Auf der Straße vor dem Haus stand ein Kastenwagen des Einzelunternehmers Kurt Paar. "Es wird von der Firma nichts bei mir zuhause gemacht", beteuert Jansky. Selbst wenn dem so wäre, wäre das immerhin legal, denn Herbert Jansky ist kein Beamter der Stadt Wien. Wenn dem so wäre, hätte er wahrscheinlich ein Problem: "Wenn ein Beamter mit der Vergabe von Aufträgen befasst ist und privat dieselben Firmen beauftragt, entsteht ein Befangenheitsproblem", sagt Paul Jauernigg, Leiter der Magistratsdirektionsgruppe interne Revision der Stadt Wien: "Im Sinne der Transparenz sollte das gemeldet werden."

Seit drei Jahren führt Kurt Paar als Einzelunternehmer seine Geschäfte. Der Eintrag über die Firma Kurt Paar GmbH wurde laut Firmenbuch im Jänner 2006 gelöscht. Seither scheint sie auch nicht mehr im Auftragnehmerkataster Österreich auf, einem Verzeichnis öffentlicher Auftraggeber und Auftragnehmer. Eine Meldung ans Firmenbuch kann bis zu einem Jahresumsatz von 400.000 Euro unterbleiben. Macht eine Firma mehr Umsatz, ist diese verpflichtend. In der WW-H- und WW-A-Zentrale in der Landstraßer Hauptstraße bekommt man den Eindruck, dass sich die Arbeit als Mitarbeiter der Hausbetreuung geradewegs fliegend erledigt. Auf den Gängen hängen die Werbesujets der beiden Unternehmen: Comicfiguren zischen darauf wie Superman durch die Luft. Graue Latzhose statt rotblauem Anzug, den Schriftzug "Supamasta" statt dem großen "S" auf der Brust. Davon, dass die Realität manchmal anders aussieht, konnten sich die Mieter in einigen Wiener Gemeindebauten im Frühsommer vergangenen Jahres überzeugen. Bis zu einem halben Meter hoch stand zum Beispiel das Gras im Hütteldorfer Hugo-Breitner-Hof, in dem rund 3.500 Menschen wohnen, bevor Mitarbeiter des Unternehmens Maschinenring Niederösterreich-Wien anrückten und das Gras schnitten. Gemäht wurde zu spät, dafür stiegen die Kosten für die Gartenpflege von einer Saison auf die nächste um mehr als das Doppelte. Auf jahreszeitlich bedingte Wachstumsprozesse waren die WW-H-Tochter WW-A und ihr Geschäftsführer offensichtlich nicht vorbereitet: "Speziell im Frühjahr schiebt die Natur das Gras irrsinnig an", sagt Jansky.

Was die WW-A nicht hinderte, der Stadt Wien und diese wiederum den Mietern des Hugo-Breitner-Hofs für die Außenbetreuung von Oktober bis Dezember 2007 Rechnungen zu legen, unter anderem für die Gartenpflege. Obwohl in diesen Monaten laut dem ehemaligen Mieterbeirat Gerhard Kuchta - einem Ex-Prokuristen der Bank Austria im Bereich Prozessmanagement, der in Bezug auf die Causa Wert auf die Feststellung legt, dass er "nicht mehr an einen Maulkorberlass gebunden ist" - diese Leistung nicht erbracht wurde.

Rund 11.760 Euro kostet ein Monat Grünflächenpflege die Mieter im Hugo-Breitner-Hof. Das macht monatlich rund 14 Cent pro Quadratmeter (rund 84.000) aus. Die Firma Garten- und Landschaftsbau Christian Wittwer, die bis zur Saison 2006/07 gemäht hatte, hatte die Arbeit noch für rund sieben Cent pro Quadratmeter erledigt. Nachdem der Mieterbeirat Anfang Juni Anzeige beim Staatsanwalt wegen "Sachwucher" erstattet hatte, berichteten die Presse und der Kurier über den Fall. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig will sich zum Fall nicht äußern, "weil das gerade vom Kontrollamt geprüft wird". Die Anzeige wurde jedoch zuerst von der Staatsanwaltschaft, dann von der Oberstaatsanwaltschaft Wien zurückgelegt. "Sachwucher wird erst strafrechtlich relevant, wenn eine Zwangslage ausgenutzt wird. Die Mieter hatten außerdem mehrere Möglichkeiten, sich gegen die Preise zu wehren", sagt Maria Luise Nittel, Mediensprecherin der Oberstaatsanwaltschaft Wien. Wie im Fall der schiefen Optik, die sich durch die Geschäfte mit seinem Schwager ergibt, schiebt Herbert Jansky die Verantwortung für Versäumnisse bei der Gartenpflege von sich: "Das Gras wächst halt leider immer weiter." Während die WW-A - zumindest im beschriebenen Fall - ein Weniger an Leistung verspätet und teurer erbringt, sind private Gärtnereien bis heute in Verträgen mit der stadteigenen Wiener Wohnen Direktion-Technik an genau definierte Leistungen für die Arbeit in den Wiener Gemeindebauten gebunden: unter anderem sieben Mal im Jahr den Rasen mähen, Überhänge schneiden, viermal im Jahr das Laub entfernen. In wöchentlichen Berichten müssen sie dokumentieren, welche Arbeiten gemacht worden sind.

Im Jahr 2004 hatte die Stadt Wien, wie aus einem damaligen Kontrollamtsbericht hervorgeht, "mehrere Wohnhausanlagen nach örtlichen Gesichtspunkten zusammengefasst" und für jeden so genannten "Pflegeblock ein offenes Verfahren in Anlehnung an die Richtlinien für die Vergabe von Leistungen durch Dienststellen der Stadt Wien durchgeführt". Rund sechs Millionen Quadratmeter Grünfläche wurden in 118 Blöcke aufgeteilt, für deren Pflege sich Unternehmen in offenen Verfahren bewerben konnten, die in formalisierten Vergabeabläufen ausgeschrieben wurden. Damals wie heute geht es um Aufträge im Wert von mindestens vier Millionen Euro.

Doch diese Kriterien verloren im gleichen Tempo ihre Gültigkeit, in dem sich Janskys WW-A das Geschäft einverleibte: In den nur drei Jahren seit der Gründung 2005 übernahm sie die Hälfte aller Grünflächen in den Gemeindebauten. Allein von der Saison 2006/07 auf 2007/08 sprang die Quadratmeteranzahl von eineinhalb auf drei Millionen. Ausgeschrieben wird diese Fläche nicht mehr, weil ja eine stadteigene Firma die Leistungen erbringt. Ein Vorgang, den Vergaberechtler unter dem Begriff "Inhouse-Vergabe" kennen, also die Übernahme von Aufträgen durch Firmen der Stadt Wien selbst. Weil das Wachstum des Grases im Hugo-Breitner-Hof wie das der WW-A jedoch zu schnell vor sich ging, wurden erst recht wieder - ohne Ausschreibung - Aufträge an insgesamt fünf Subunternehmer vergeben, wie an die Maschinenring Niederösterreich/Wien. Eine dieser fünf ist - wie Jansky bestätigt, auch wenn er nicht sagt, seit wann und um welches Auftragsvolumen es geht - die 1967 gegründete, 25 Mitarbeiter zählende Ing. Reischl GmbH mit Sitz im 23. Bezirk (Liesing). Die Firma bietet ihren Kunden Gartengestaltung und -pflege, Baumschnitt sowie die Bekämpfung von Pilzkrankheiten und tierischen Schädlingen an. Der Name der Geschäftsführerin der Reischl GmbH lautet Hannelore Reischl. Sie "kann und will nichts zu Aufträgen sagen. Egal ob und bei wem wir welche durchgeführt haben." Die 51-Jährige sitzt seit rund drei Jahren für die SPÖ im Gemeinderat. Bis 2007 diente sie nebenbei als Leiterin der "Mieterhilfe und Notfallswohnung" der Wohnservice Wien GmbH. In diesem Jahr übernahm sie die Geschäftsführung der Firma ihres Mannes. Hannelore Reischl ist Ersatzmitglied des Wohnbauausschusses.

Davon, dass bei der Vergabe alles korrekt abgelaufen sei, ist Wohnbaustadtrat Michael Ludwig überzeugt. Immerhin sitze mit Walter Schwartz "ein ausgewiesener Vergaberecht-Experte", als Vorsitzender im Aufsichtsrat der WW-A-Mutter WW-H. Auf der Homepage von dessen Kanzlei führt Schwartz zum österreichischen Vergaberecht aus: "Angesichts dieser Unübersichtlichkeit ist es nicht weiter verwunderlich, dass fehlerfreie Vergabeverfahren selten sind." Der Jurist weiß nicht nur über die Schwächen des heimischen Rechts Bescheid, er hält überdies Seminare mit dem Titel "Raus aus dem Vergaberecht" ab. Stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat war bis vor Kurzem Werner Faymanns langjähriger Weggefährte Josef Ostermayer. Der heutige Staatssekretär im Bundeskanzleramt sei am 4. Dezember aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, sagt sein Pressesprecher Marcin Kotlowski. Ostermayer hätte 2008 nur an einer von insgesamt fünf Sitzungen teilgenommen und festgestellt, dass "er diese Funktion nicht ausüben kann. Mit der Kontrollamtsprüfung hat das nichts zu tun", sagt Kotlowski. Im Gegensatz zum Fall seines Schwagers und dem des Hugo-Breitner-Hofs lässt Herbert Jansky jede Frage zur Causa Reischl GmbH unbeantwortet.

In Sachen Management lief es zuletzt ebenfalls nicht gut für den WW-H/WW-A-Geschäftsführer. Weil seine Mitarbeiter in und zwischen den betreuten Objekten beachtliche Wegstrecken zurücklegen, hat er sich im November 2007 für den Einkauf von Elektroautos der Firma S. Graf Carello mit Sitz in Nestelbach bei Graz entschieden. In der Ausschreibung vom August 2007 heißt es dazu: "Das Ausschreibungsziel besteht im Abschluss einer fünfjährigen Rahmenvereinbarung über die betriebsfertige Gesamt-Lieferung und Voll-Wartung von Elektro-Nutzfahrzeugen." Insgesamt sollen 500 Wagen angeschafft werden. Bald darauf wurden die ersten 23 von 60 bestellten E-Autos geliefert und 139 Mitarbeiter im Frühjahr 2008 am ÖAMTC-Testgelände im niederösterreichischen Teesdorf auf den "fahrenden Besenkammern", wie Mitarbeiter des ÖAMTC die Fahrzeuge nennen, eingeschult. Im Juni 2008, rund ein halbes Jahr, nachdem sie den Zuschlag erhalten hatte, ging S. Graf Carello in Konkurs.

"Die Firma hat Probleme bekommen, weil sie in Wasserstoffantriebe investiert hat", sagt Jansky: "Das war für uns von der Planung her ein Desaster. Wir kaufen das ja nicht ein, weil wir lustig sind. Das ist leider in die Hose gegangen." Gerd Weidacher, der Masseverwalter von S. Graf Carello, sieht das anders: "Dass Investitionen in Wasserstoffantriebe Probleme verursacht haben, ist mir neu." Seiner Ansicht nach war "längst erkennbar, dass bei der Firma ein hoher Schuldenberg vorhanden war."

Bestätigt wird Weidacher in seiner Ansicht von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform: "Da es sich dabei (beim Auftrag der WW-H über die Elektroautos, Anm.) um ein Prestigeobjekt handelte, wurde in Kauf genommen, dass eine Kostendeckung, wenn überhaupt, nur knapp möglich war", teilten deren Mitarbeiter am 25. Juni 2008 der Kleinen Zeitung mit. Zurzeit können weder die anderen bestellten Fahrzeuge geliefert noch die bereits übernommen gewartet werden. Gerade die hätten das aber nötig: Elf E-Autos sind mittlerweile kaputt. An einen freiwilligen Rücktritt denkt Herbert Jansky trotz all dem nicht, auch wenn er sich "verfolgt" fühlt. Dabei haben sich nicht nur die Vertreter der Oppositionsparteien schon im März 2008, als der bisher letzte Kontrollamtsbericht veröffentlicht worden ist, gefragt, warum Jansky noch immer als WW-H/WW-A-Geschäftsführer tätig ist. Schon darin waren schwere Vorwürfe erhoben worden, von fragwürdigen Praktiken im Umgang mit dem Personal bis zum Geschäftsgebaren. In nur zwei Jahren seit der Gründung hatten drei Geschäftsführer die WW-A verlassen, in der Jansky seit der Gründung 2005 der Firma als Eigentümervertreter diente.

Keiner von ihnen ist heute bereit, über die Gründe zu sprechen. Laut Kontrollamtsbericht hatte Jansky - bis er im Jänner 2007 selbst die Geschäfte der WW-A übernahm - Dossiers über leitende Mitarbeiter der Firma anlegen lassen; einer ehemaligen Prokuristin hatte er einen Privatdetektiv hinterhergeschickt, als diese nach der einvernehmlichen Kündigung in Krankenstand gegangen war. Als Eigentümervertreter hatte Jansky die Kompetenzen aller Geschäftsführer derart beschnitten, dass es den Kontrollamtsprüfern "bemerkenswert" erschienen war, dass "durch diese Maßnahme die Leitung der WW-A faktisch durch die WW-H wahrgenommen wurde".

Seinen Audi Q7, ein Luxusgeländeauto, musste er unter politischem Druck zurückgeben - zu teuer und für Janskys Zwecke ungeeignet, lautete das Urteil der Prüfer. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig hatte als Konsequenz aus den Berichten personelle Veränderungen bei der WW-H angekündigt. Die Rathausopposition hatte schon fest mit einem Rücktritt Janskys gerechnet. "Ich war damals der Meinung, dass er gehen muss", sagt heute der Grüne nicht amtsführende Stadtrat David Ellensohn.

Doch Ludwig entschied anders: Er setzte eine zweite Geschäftsführerin ein. Mit 10. November 2008 trat die 45-Jährige Juristin Elisabeth Miksch-Fuchs in beide Firmen ein. "Jansky hat eine Aufpasserin zur Seite gestellt bekommen", sagt heute ÖVP-Gemeinderat Günter Kenesei. "Dass gerade Jansky in der neuen Geschäftseinteilung für den Bereich Controlling zustsändig ist, ist provokant", sagt FPÖ-Mandatar Herbert Madejski, der über diese Entscheidung immer noch überrascht ist: "Bürgermeister Häupl weiß über die Missstände Bescheid, ist aber nicht imstande, den Geschäftsführer Jansky anzubringen." Jansky schiebt die Vorwürfe aus den bisher letzten Kontrollamtsberichten den ehemaligen Geschäftsführern in die Schuhe. Unter anderen einem, der bisher ebenfalls nicht bekannt war: Die WW-A räumte in den Wiener Gemeindebauten von 2005 bis 2008 den Schnee, ohne dass dafür eine entsprechende Gewerbeberechtigung existierte. Erst seit 6. Oktober 2008 scheint eine solche im Gewerberegister auf. "Wir haben bei der Durchforstung des Unternehmens unter anderem festgestellt, dass die Gewerbeberechtigung, die wir haben, eigentlich nicht die Richtige ist", gibt Jansky zu. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig sagt, dass er davon nichts gewusst habe. Zu allen anderen Fällen - Paar, Reischl, die E-Autos - sagt sein Pressesprecher Hanno Csisinko: "Diese Informationen werden von uns geprüft. Parallel verweise ich auf die laufende Prüfung des Kontrollamtes."

Im Jahr 2010 dürfte die WW-H ein weiteres Geschäftsfeld erschließen: die Schädlingsbekämpfung. Schon heute scheint auch hier nicht alles koscher abzulaufen. Im Frühjahr 2008 besuchten Mitarbeiter der WW-H und der WW-A, darunter Jansky selbst, einen Vorbereitungskurs für die Meisterprüfung in der Schädlingsbekämpfung der Landesinnung Niederösterreich. Es ist der erste Schädlingsbekämpfungskurs überhaupt, der je von dieser Landesinnung abgehalten wurde.

"Das hat es vorher noch nicht gegeben", bestätigt der Landesinnungsmeister von Wien, Michael Singer. "Seit Jahrzehnten kommen aus ganz Österreich Leute zur Wiener Landesinnung, um hier die Meisterprüfung zu belegen." Warum es bei diesem Kurs anders war, kann Singer nicht beantworten. Dafür schreibt der niederösterreichische Landesinnungsmeister Franz Astleithner in einer E-Mail: "Der 1. Niederösterreichische Schädlingsbekämpfermeisterkurs wurde wegen massiver Anfragen von unseren Innungsmitgliedern gestaltet!" Tatsächlich bezahlten zwölf Personen je 1.600 Euro für den Kurs - neun davon aus der WW-H und der WW-A. Nicht alle bestanden wie Herbert Jansky die Prüfung beim ersten Antritt. Sie konnten im September nochmal antreten - geprüft von Jansky, der nach seinem Examen gleich selbst zum Prüfer aufstieg. Franz Astleithner erklärt, warum: "Weil wir ihn in unsere Arbeit mehr integrieren wollen, er ist ein außergewöhnlich fähiger Unternehmer aus Niederösterreich!"

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Antwort von: Hainburger
verfasst am: 31.01.2009 15:10:44

EG samt Lobby haben die Basisdemokratie zu Grabe getragen. Karrieristinnen voran und unbequeme Querdenker raus, das ist das neue Motto der Grünbewegung. Man kann über Voggenhuber denken was
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EG samt Lobby haben die Basisdemokratie zu Grabe getragen. Karrieristinnen voran und unbequeme Querdenker raus, das ist das neue Motto der Grünbewegung. Man kann über Voggenhuber denken was immer man will, aber was hier passiert ist nicht Politik, sondern Machtpolitik von einigen, die sich offensichtlich zu wichtig nehmen.

Diese Partei ist unwählbar geworden.

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Antwort von: ehemaliger gruenwaehler
verfasst am: 31.01.2009 14:45:16

sehr geehrter herr pilz, sosehr ich ihr persoenliches engagement und ihre arbeit schaetze, ihre partei ist fuer mich nicht mehr waehlbar.als langjaehriger gruenwaeler tut es mir leid mitanzusehen,
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sehr geehrter herr pilz, sosehr ich ihr persoenliches engagement und ihre arbeit schaetze, ihre partei ist fuer mich nicht mehr waehlbar.

als langjaehriger gruenwaeler tut es mir leid mitanzusehen, wie nach vdb die aufloesungserscheinungen der partei zu tage treten.

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Antwort von: Jürgen Mayer
verfasst am: 31.01.2009 14:41:18

Vielen Dank für diese Stellungnahme Peter Pilz!

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Antwort von: Bockerer
verfasst am: 31.01.2009 13:53:10

Scheinbar hat die neue Führung noch nicht verstanden, daß sie jetzt nicht mehr ein 'Flügel ist, sondern der ganze Vogel.Jedenfalls ein Zeichen extremer Führungsschwäche
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Scheinbar hat die neue Führung noch nicht verstanden, daß sie jetzt nicht mehr ein 'Flügel ist, sondern der ganze Vogel.

Jedenfalls ein Zeichen extremer Führungsschwäche der hier trotzig mit Vertrauensdefizit bezeichnet wurde.

Die Führung misstraut ihren Wählern ???

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Antwort von: Ferdinand
verfasst am: 31.01.2009 12:56:43

ich fürchte, das geht jetzt tiefer - ich beginne darüber nachzudenken, ob ich nicht meine jahrzehntelange (!) praxis des grün-wählens (nicht nur bei den europa-wahlen) aufgeben
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ich fürchte, das geht jetzt tiefer - ich beginne darüber nachzudenken, ob ich nicht meine jahrzehntelange (!) praxis des grün-wählens (nicht nur bei den europa-wahlen) aufgeben muss. und ich kenne einige, die das auch so sehen.

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Antwort von: erich
verfasst am: 31.01.2009 17:55:58

..ich sehe das genau so und ich denke zig tausende sympathisanten auch. "Mann" muss Voggenhuber nicht lieben (was die Frauen in der Partei anscheinend sowieso nicht tun) aber eines hat er
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..ich sehe das genau so und ich denke zig tausende sympathisanten auch. "Mann" muss Voggenhuber nicht lieben (was die Frauen in der Partei anscheinend sowieso nicht tun) aber eines hat er wenigstens: Eine

ehrliche und profunde Meinung zu Europa, die auch auf europ.Ebene sehr geschätz ist.

Wenn er mit einer Liste "Voggenhuber" antritt, werden die Grünen wahrscheinlich ganz, ganz grün...weil Ihnen das Ergebnis ordentlich auf den Magen schlagen wird:

Meine Stimme für Liste "Garant für Echte Grüne Politik in Europa- Liste Voggenhuber"

Da werdens noch schauen wieviel dem Voggenhuber trauen.

Sonst kannst ja wirklich niemand für seine Europapolitik wählen!!!

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Antwort von: SH
verfasst am: 31.01.2009 12:43:39

Ich bin ein typischer Wechselwähler. Ich entscheide nach den zur Wahl stehenden Personen - Intellekt und Persönlichkeit sind entscheidend. Schwache Chefs suchen sich schwache Mitarbeiter -
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Ich bin ein typischer Wechselwähler. Ich entscheide nach den zur Wahl stehenden Personen - Intellekt und Persönlichkeit sind entscheidend. Schwache Chefs suchen sich schwache Mitarbeiter - hoffentlich wird das nicht die neue Linie der Grünen. Die Grünen haben sowieso schon Probleme ein Profil zu finden. Voggenhuber hat eine klare Position bezogen und die Persönlichkeit zu seiner Meinung zu stehen. Wofür stehen die Kandidaten Lunacek und Lichtenberger? Transit und Frauenthemen werden als Programm wahrscheinlich nicht reichen - weil dafür ist ja sowieso jede Partei. Wenn sich die Grünen nicht durch ihre Persönlichkeiten abheben, werden sie es schwer haben Wähler anzusprechen.

Ich bedaure diese Entwicklung zu tiefst!

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Antwort von: Aktionismus vs. Suderantentum
verfasst am: 31.01.2009 12:38:47

Schluss mit dem Suderantentum! Aktionismus ist angesagt!

http://tinyurl.com/pilzwillswissen - Macht's mal was!

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Antwort von: Liebe Basis
verfasst am: 31.01.2009 12:37:32

Der gute Herr Pilz ist machtlos, wenn er den Unmut und die gewünschte Richtung der Basis nicht innerhalb der Grünen transparent darstellen kann. Es ist an euch, dem Suderantentum den
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Der gute Herr Pilz ist machtlos, wenn er den Unmut und die gewünschte Richtung der Basis nicht innerhalb der Grünen transparent darstellen kann.

Es ist an euch, dem Suderantentum den Rücken zu kehren und zum Aktionismus über zu gehen.

http://tinyurl.com/pilzwillswissen

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Antwort von: Ein Jurist
verfasst am: 31.01.2009 12:24:17

S.g.H. Dr. Pilz! Wie bereits angekündigt, werde ich die Grünen bei der Europawahl ohne Johannes Voggenhuber nicht wählen. Mit diesem Schritt bin ich nicht alleine in meinem
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S.g.H. Dr. Pilz!

Wie bereits angekündigt, werde ich die Grünen bei der Europawahl ohne Johannes Voggenhuber nicht wählen. Mit diesem Schritt bin ich nicht alleine in meinem Bekanntenkreis, weshalb ich davon ausgehe, dass das Wahlergebnis etnsprechend ausfallen wird und Frau Lunacek alleine im Europaparlament sitzen wird, sofern sie dann nicht wenigstens den Anstand aufbringt und nach der erwartbaren Wahlniederlage zurück tritt.

Ob die Grünen bei anderen Wahlen noch wählbar sind, hängt davon ab, wie dieser Wahnsinn weiterteht. Aber seien Sie einer Sache sicher, solange Sie, Herr Dr. Pilz, auf einer Liste kanditieren, werde ich dennoch grün wählen. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass Sie der nächste der so liebevoll benannten Silberrücken sind, der "dran glauben muss".

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Antwort von: 3D6TASY3
verfasst am: 31.01.2009 12:59:21

Gut geschrieben herr Jurist!

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Antwort von: Kurt Schaller
verfasst am: 31.01.2009 12:24:03

Ja also, jetzt haben also Glawischnigg, Vassiliakou, Sburny, Lunacek & FreundInnen dem bösen Hannes den Stuhl vor die Kindergartentür gestellt – naja, manchmal war er ja wirklich
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Ja also, jetzt haben also Glawischnigg, Vassiliakou, Sburny, Lunacek & FreundInnen dem bösen Hannes den Stuhl vor die Kindergartentür gestellt – naja, manchmal war er ja wirklich garstig und hat dann so unbequeme Sachen gesagt, zum Beispiel, dass es ganz gaga ist, wenn man reihenweise Wahlen verliert, nur weil man immer so fad daherredet. Die Michaela findet das ja nie so schlimm wenn sie desaströse Ergebnisse im Fernseher schönredet. Aber im Kindergarten ist der Hannes damit nicht gut angekommen, und die Eva möchte ja auch nicht ständig beim Nachdenken darüber gestört werden, ob sie sich jetzt beim Onkel Hans oder nicht doch bei den coolen Typen von der Attac-Bande einschleimen soll... und die Ulrike hat gesagt, dass sie jetzt alles besser machen wird wie der Hannes, weil sie es nämlich genau so machen wird wie der Hannes, nur eben als Ulrike und nicht als Hannes...

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Antwort von: Glawischnig erklärt Entscheidung auf Wahltotal.at
verfasst am: 31.01.2009 12:52:48

Glawischnig gibt Erklärung zu ihrer kontroversen Entscheidung ab in einem Video auf Wahltotal.at

http://tinyurl.com/glawischnigsvision

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Antwort von: chren
verfasst am: 31.01.2009 12:19:13

In diesem Debakel liegt auch eine Chance: Nach den katastrophalen Ergebnissen in Kärnten, Salzburg und bei der EU Wahl einen fulminanten Neustart hinlegen, den Weg von Hainburg zur Haute Couture
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In diesem Debakel liegt auch eine Chance: Nach den katastrophalen Ergebnissen in Kärnten, Salzburg und bei der EU Wahl einen fulminanten Neustart hinlegen, den Weg von Hainburg zur Haute Couture wieder zu den Menschen umleiten, glaubwürdiger personeller Wechsel an der Spitze und zurück zu den Wurzeln: Umweltschutz, Klimawandel, erneuerbare Energie, Arbeitsplätze durch Wärmedämmung und Passiv-Technologie schafen - das sind unsere Zukunftsthemen, die für die Menschen wichtig sind.

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Antwort von: hermann candussi
verfasst am: 31.01.2009 12:10:49

"17:12, das war eine persönliche abrechnung ..." die man ohne den wirt/die wählerin gemacht hat. ich glaube nicht, dass mich noch jemand zur eu-wahl bringen wird; ich wüsste
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"17:12, das war eine persönliche abrechnung ..." die man ohne den wirt/die wählerin gemacht hat. ich glaube nicht, dass mich noch jemand zur eu-wahl bringen wird; ich wüsste nicht, wen ich dort nun wählen sollte und kann mir gut vorstellen, dass ich mit dieser entscheidung nicht alleine bin.

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Antwort von: H. Mundprecht
verfasst am: 31.01.2009 12:02:41

Diese Spaltung mag sich vielleicht im Parteivorstand geographisch darstellen.In der Parteibasis und bei den Wählern ist diese Spaltung quer durch alle Bundesländer vorhanden. Und dabei ist
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Diese Spaltung mag sich vielleicht im Parteivorstand geographisch darstellen.

In der Parteibasis und bei den Wählern ist diese Spaltung quer durch alle Bundesländer vorhanden.

Und dabei ist eines sicher:

Die getroffene Entscheidung der Parteiführung findet in dieser Frage weder bei der Basis noch bei den Wählern eine nennenswerte Unterstützung!

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Antwort von: Ben Hemmens
verfasst am: 31.01.2009 11:48:11

Ich lese mit Interesse, dass meine Landesorganisation, die steirische, bei den gestrigen Voggenhuber-Gegnern gelistet wird. Somit wird mir die Möglichkeit, mich gefühlsmässig als
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Ich lese mit Interesse, dass meine Landesorganisation, die steirische, bei den gestrigen Voggenhuber-Gegnern gelistet wird. Somit wird mir die Möglichkeit, mich gefühlsmässig als "steirischer" oder bloss "Grazer" Grüne über die mehrfachen Aktionen und Statements von der Bundesebene hinwegzumogeln, die mir seit dem NR-Wahlkampf größere Schwierigkeiten bereiten.

Das Problem hat Voggenhuber in einem Interview in der Presse am 08.01 perfekt beschrieben:

"Die Europapolitik der Grünen ist die, für dich stehe. Diese Politik genießt laut unseren Untersuchungen auch die höchste Akzeptanz. In Folge der Wahlniederlage bei der Nationalratswahl wurde begonnen, das infrage zu stellen. Das geschah nicht in Form von Kritik, sondern mit dieser unterschwelligen Absage, die in einer nationalistischen Verweigerung endet. Da habe ich aufgeschrien. Ich bin auf die Barrikaden gegangen. Es hat mich bedrückt. Aber ich bin überzeugt, dass die konstruktiv-kritische Haltung zu Europa, das Mitwirkenwollen an einer tragfähigen Rolle der EU, in Wahrheit bei den Grünen unumstritten ist."

Ich bin NICHT mehr überzeugt. Ganz im Gegenteil scheint sich die gleiche Doppelbödigkeit von nationalistischen Gefühlen, verpackt in nur mehr vordergründig europäisch klingenden Positionen, wie bei den anderen Parteien, auch bei den Grünen den Weg zu bahnen.

Ein schleichender Richtungswechsel wird vollzogen - mit so wieseligen Formulierungen, dass eine klare Debatte sehr erschwert wird. Es wird endlos wiederholt, dass es keine Kursänderung gibt - aber eine positive öffentliche Formulierung dieses Kurses hat es seit dem Abgang Van der Bellens nicht mehr gegeben. Der "Lissabon ist tot" -Sager wurde nur halb zurückgezogen, und das offenbar widerwillig.

Als EU-Ausländer reicht mir das nicht. Das europäische Hemd steht mir näher als der österreichische Rock - und wenn das eine für viele etwas komische Perspektive ist, so sind wir auch nicht ganz seltene Lebewesen, gibt es doch ca. 400.000 von uns im Lande. ich bin ja genau in der Zeit des EU-Beitritts hierher gezogen. Ich habe auf eine Öffnung Österreichs im folgenden Sinne: (wieder Voggenhuber) vetrtraut:

"in Österreich hat die Kritik an Europa weniger mit Europa zu tun als mit einer missglückten Identitätssuche unseres Landes nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Dieser Unort, angefroren am Eisernen Vorhang, war als Insel der Seligen empfunden worden. Ich versuche das immer mit der Schlüsselstelle im „Herrn Karl“ zu beschreiben: Da sitzt er unten im Keller, von oben hört man die Sirenen einer Rettung. Und er sagt: „Karl, du bist es nicht!“ Die heimische Politik ruft der Bevölkerung ständig zu: „Du bist es nicht!“ Europa aber ruft: „Du bist es doch.“ Von uns wird etwas erwartet."

DAS ist es, was ich bei einem Kandidaten / einer Kandidatin bei der Europawahl als Mindestbekenntnis voraussetze. Etwas entsprechendes habe ich von Glawischnig, Lunacek oder Lichtenberger noch nicht wahrgenommen. Und somit ist meine Stimme für die Grünen bei dieser Wahl zumindest noch nicht gesichert. Es muss bis dahin nicht nur behauptet werden, die Linie nicht geändert zu haben, es muss bewiesen werden, dass diese von den beiden Kandidatinnen sowie der Parteispitze unzweideutig mitgetragen wird.

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Antwort von: Fasanin
verfasst am: 31.01.2009 14:21:16

"Etwas entsprechendes habe ich von Glawischnig, Lunacek oder Lichtenberger noch nicht wahrgenommen." Ich schon. Es war sowohl von Glawischnig alsauch von Lunacek im Standard zu lesen, dass
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"Etwas entsprechendes habe ich von Glawischnig, Lunacek oder Lichtenberger noch nicht wahrgenommen."

Ich schon. Es war sowohl von Glawischnig alsauch von Lunacek im Standard zu lesen, dass sie grundsätzlich eine Pro-EU-Position vertreten, die sich auch nicht wesentlich von Voggenhubers Kurs unterscheiden soll. Zugleich sollte es auch ein EU-kritischer Kurs sein. Wenn ich mich recht erinnere, wurde als Beispiel eine strengere Kontrolle des Finanzmarkts genannt.

Man kann doch wirklich schwer behaupten in der EU-Politik wäre alles richtig gelaufen, alles wäre nur Gold und es gäbe nichts zu reformieren.

Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum so viele nur in schwarz/weiß-ja-/nein, alles/nichts-Kategorien denken können.

Da kann man ja gleich sagen, ich bin gegen die Welt, wenn ich nicht alles richtig finde was in der Welt so geschieht.

Es sieht für mich aber so aus als wäre Voggenhuber diesem schwarz-weiß-Denken verfallen. Alles oder nichts.

Wenn das wahr ist, dass er Vorwürfe wie "nationalistisch" eingebracht hat, muss man sich wirklich fragen was das soll.

Das ist FPÖ-Revier und hat mit Sicherheit nichts mit den Motivationen von Grünen zu tun. Das würde ich sogar als diffamierend und schlichtwegs als Blödsinn empfinden.

Unter solchen Voraussetzungen würde mich auch nicht wundern, wenn man mit solchen Unterstellungen nichts mehr zu tun haben will.

Verifizieren ob das nun stimmt, kann ich das aber auch nicht.

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Antwort von: Ben Hemmens
verfasst am: 31.01.2009 17:34:15

Hier das Interview zum Nachlesen:

http://diepresse.com/home/politik/eu/442449/index.do

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Antwort von: Knurrhahn
verfasst am: 31.01.2009 18:32:07

da ist die GrünInnE Fasanin aber ein bisserl eingefahren :))))

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Antwort von: Ben Hemmens
verfasst am: 31.01.2009 17:17:15

für den Nationalismus der anderen ist man hellhörig, für den eigenen oft blind. Nur so viel.

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Antwort von: bockerer
verfasst am: 31.01.2009 15:18:54

Kann gut sein, daß sich Johannes Voggenhuber in seiner Kritik zu pointiert ausdrückt. Von mir aus war auch Blödsinn (???!) dabei.Aber ihn deswegen so abservieren, bewusst unter
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Kann gut sein, daß sich Johannes Voggenhuber in seiner Kritik zu pointiert ausdrückt. Von mir aus war auch Blödsinn (???!) dabei.

Aber ihn deswegen so abservieren, bewusst unter Umgehung der Wählermeinung ?

Oder, um ein Zitat zu verwenden:

< Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum so viele nur in schwarz/weiß-ja-/nein, alles/nichts-Kategorien denken können. >

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Antwort von: Fasanin
verfasst am: 31.01.2009 16:57:05

Ich möchte mir nicht anmaßen zu beurteilen was zu diesem Konflikt geführt hat, weil man das als Nicht-Involvierter schlichtwegs nicht kann. Auch die Wähler können nicht
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Ich möchte mir nicht anmaßen zu beurteilen was zu diesem Konflikt geführt hat, weil man das als Nicht-Involvierter schlichtwegs nicht kann. Auch die Wähler können nicht hellsehen, können nicht alles wissen und sind auf die Informationen angewiesen, die ihnen von anderen zugetragen werden.

Und die sind nun sehr kontroversiell und widersprüchlich.

Ich gehe nicht davon aus, dass ein überwiegender Teil der Grünen Voggenhuber aus Jux und Tollerei das Vertrauen absprechen würde.

Selten passiert etwas grundlos, man kennt die Gründe nur oft nicht so genau und sollte nicht vorschnell urteilen.

Aus meiner sicher eher weiblichen Sicht wäre eine "Befindlichkeit" oder ein gutes Vertrauensverhältnis jedenfalls auch ein wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und nichts was man außer acht lassen könnte.

Als "zu pontierte Kritik" würde ich das nationalistische Argument, wenn das so überhaupt vorkam, nicht bezeichnen. Da käme mir eher in den Sinn V. hätte aus Profilierungsgründen versucht die Grünen in Misskredit zu bringen.

Das ist aber auch nur eine Mutmaßung ohne jeden Wahrheitsanspruch.

In den Sinn kommt mir das deshalb weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Männer sehr oft Alleinbesitzer der einzigen gültigen Wahrheit sind und extrem selbsteingenommen und dominant damit hantieren. Da kann es schon passieren, dass es Frauen, die pausenlos erleben, dass man sich unfair über ihre Wahrheit und ihre Realität hinwegsetzt, irgendwann reicht.

Zu viel Rechthaberei wäre jedenfalls eine üble Sache- wenn es darum ging.

Alle ideologischen Verbrechen und Kriege werden aus der vollen Überzeugung gemacht im Recht zu sein. Und genau damit geschieht das größte Unrecht.

Etwas Distanz ist also angebracht. Die Welt besteht aus endlosen Wahrheiten und Widersprüchen. Ein Lebenskünstler versucht sie zu akzeptieren und zu verbinden, auch wenn das nicht immer gelingen kann.

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Antwort von: Ben Hemmens
verfasst am: 31.01.2009 17:29:27

Natürlich gestehe ich einem Parteichef/chefin das Recht zu, ein paar Mal kontroversielle Personalentscheidungen durchzudrücken. Nur zwei Punkte dazu: 1) erstens wenn man eine finstere Tat
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Natürlich gestehe ich einem Parteichef/chefin das Recht zu, ein paar Mal kontroversielle Personalentscheidungen durchzudrücken. Nur zwei Punkte dazu:

1) erstens wenn man eine finstere Tat vollbringen will, dann bitte möglichst schnell und sauber. Wenn Voggenhuber zum Abmurksen war, dann hätte Glawischnig schon vor Wochen Nägel mit Köpfen machen können und sollen. Und nicht das ganze zu einer Seifenoper, in der sie jede Stimmungsschwankung öffentlich mitteilt, hinausziehen. Der EBV war ziemlich sicher vollständig beim BuKo anwesend- er hätte gleich dort in ein Hinterzimmer und die Plätze zuteilen sollen. Fertig und aus.

2) Man muss für die Folgen selber gerade stehen. Diese Aktion wurde von Glawischnig betrieben, und wenn die Grünen dann bei der Europawahl eine Schlappe erleiden, sollte sie den Rückgrat haben, zurückzutreten. Das ist aber kaum zu erwarten.

Kurzum: es ist nicht ein Problem, dass sie ihre "Befindlichkeit" berücksichtigt, es ist das Problem, dass sie diese offenbar über jedes politische Kakül stellt.

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Antwort von: Fasanin
verfasst am: 31.01.2009 21:32:44

Danke für den Link auf das Interview! Ich teile Vs. Meinung hier in allen Punkten, aber den pauschalen Vorwurf eines Anti-EU-Nationalismus bei Grünen und Linken lasse ich als Haupttenor
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Danke für den Link auf das Interview! Ich teile Vs. Meinung hier in allen Punkten, aber den pauschalen Vorwurf eines Anti-EU-Nationalismus bei Grünen und Linken lasse ich als Haupttenor nicht gelten.

Der scheint mir genauso lächerlich wie der von Rechten oft gebrachte "Nestbeschmutzer-Vorwurf" bei selbstkritischen oder kritischen Haltungen. Das wäre mir noch nie begegnet.

Wahrscheinlich ist das alles eine Ansammlung von Missverständnissen, die sich durch Unhöflichkeiten und Sturheiten verselbstständigt haben.

Sich über die Medien auszurichten ist kein guter Stil.

Die Angst vor eine EU-Austritt ist offenbar groß. Aber vielleicht nimmt die EU die Unzufriedenheit der Bürger auch mal zur Kenntnis und zum zum Anlass ihre Wirtschaftslobbys besser zu kontrollieren, ihr Demokratieverständnis zu überdenken und statt Repression eine sozial gerechtere Politik zu machen. Was der Finanzwelt hier ermöglicht wurde und zu einem gigantischen Fiasko führte, ist nur durch fehlende Kontrollen in der EU zu erklären. Trotz vieler ignorierter Warnungen.

Warum unterstellen Sie Glawischnig "finstere Taten", schlechte Absichten und "Stimmungsschwankungen"? Stimmungsschwankungen haben Männer auch, nur sind sie dort tabu. Es menschelt eben.

Ich finde, wenn die Mehrheit meint, sie könne mit einem Mitgleid nicht mehr zusammenarbeiten, werden sie schon wissen warum.

Es gibt ja auch Genies die Despoten sind. ZB Picasso. Kaum jemand hielt ihn persönlich aus, aber das mindert nicht die Qualität seines Werks.

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Antwort von: Ben Hemmens
verfasst am: 01.02.2009 00:21:57

ich habe "finstere Tat" einfach als Begriff für Dinge gemeint, die ein Parteichef hin und wieder einfach machen muss. Jemanden unfreundlich loszuwerden kommt in jeder Organisation mal
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ich habe "finstere Tat" einfach als Begriff für Dinge gemeint, die ein Parteichef hin und wieder einfach machen muss. Jemanden unfreundlich loszuwerden kommt in jeder Organisation mal vor.

Dann sollte aber entschlossen und schnell gehandelt werden.

Stimmungsschwangungen HAT jeder, nicht jeder hampelt aber so in der Öffentlichkeit herum wie Glawischnig. Lissabon tot- Lissabon nicht to. Voggenhuber muss weg - Voggenhuber haben wir doch lieb - Voggenhuber muss endgültig weg. Wir müssen einen neuen Weg gehen- nein es gibt keine Kursänderung.

Eine Person, die wie Glawischnig Jahre Zeit hatte, sich auf die Führungsrolle zu vorbereiten, hat für eine solche Ameteurhafte Darbietung keine Ausrede.

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Antwort von: walter
verfasst am: 31.01.2009 22:05:19

@ frau fasanin

eben. nur hat man ja picasso auch weitermalen lassen.

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Antwort von: Fasanin
verfasst am: 31.01.2009 23:03:48

Picasso hat auch seine Frauen für sich malen lassen.Eine, ich glaube es war Gilo, selbst eine junge Malerin, beschreibt in ihrer Biografie, sie habe jeden Tag sehr früh aufstehen
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Picasso hat auch seine Frauen für sich malen lassen.

Eine, ich glaube es war Gilo, selbst eine junge Malerin, beschreibt in ihrer Biografie, sie habe jeden Tag sehr früh aufstehen müssen, Picassos Aquarellfarben wässen, seinen Ofen einheizen, Rahmen und Farben vorbereiten, u.s.w. Dann musste sie Picassos begonne Bilder kopieren, da er mehre Varianten eines Themas herstellen wollte.

Der gnädige Herr schlief bis zu Mittag, vorher war er unansprechbar und setzte sich dann gleich zum von den Frauen wunderbar vorbereiteten Mittagstisch, oft auch mit mehreren Künstlerfreunden. Dann wurde diskutiert.

Erst am Abend begann er wie eine Wilder zu malen. Picasso war manisch-depressiv, tagsüber eher depressiv und mürrisch, am Abend manisch und hyperaktiv.

Er war überaus geizig, egoistisch, tyrannisch und dominant.

Eine seiner vielen Frauen versuchte einmal einen uralten, von Motten zerfressenen Anzug zu entsorgen und vergrub ihn im Garten, weil Picasso nie etwas wegwerfen konnte. Auch als er schon sehr reich war und mehre Wohnungen und Häuser besaß, in denen er alles mögliche sammelte und hortete, weil er auch alles verwerten wollte.

Den Anzug fand zufällig sein Gärnter, wusch ihn und verwendete ihn als Arbeitskleidung. Als Picasso ihn in dem Anzug sah, wurde er sehr wütend und forderte ihn sofort zurück!

George Braque, der längst nicht so reich und berühmt war, beraubte er seiner Erfindung des Kubismus. Picasso ging immer wieder bei ihm vorbei und schaute sich heimlich durchs Fenster seine Bilder ab, die er dann praktisch 1 : 1 kopierte.

Es gibt viele solcher Geschichten und keine seiner Frauen hielt es länger mit ihm aus. Trotzdem oder und weil er das auch auf Kosten anderer so verwirklichen konnte, wurde er einer der bedeutendsten Künstler des letzten Jahrhunderts.

Goldene Zeiten! Ich kann verstehen dass Männer ihnen nachtrauern :-)

Aber eigentlich sollte die Zeit der Sklaverei langsam doch vorbei sein.

Ich fürchte das wird aber noch einige Generationen dauern ;-(

Momentan gehts rückwärts, zu den Ewiggestrigen.

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Antwort von: kritikus
verfasst am: 01.02.2009 10:35:36

fasanin, was sollte das denn jetzt? da wird etwas von dir konstruiert, das sich so nicht darstellt, es wurde lediglich behauptet, dass picasso weiter malte. aus, punkt, ende. was du jetzt daraus
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fasanin, was sollte das denn jetzt? da wird etwas von dir konstruiert, das sich so nicht darstellt, es wurde lediglich behauptet, dass picasso weiter malte. aus, punkt, ende. was du jetzt daraus machst, ist ein hineninterpretieren, das sich aus dieser feststellung gar nicht ableiten lässt.

ist's angsbeißerei, ist's die im unterbewusstsein gefestigte erkenntnis, diesen "geschlechtskampf" dieses mal selbst vom zaun gebrochen zu haben?

ich sprach dich darauf an, aber außer einer schnippischen bemerkung kam leider kein statement, wie du es mit den sexistischen äußerungen seitens der grünen frauen hältst.

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Antwort von: Fasanin
verfasst am: 01.02.2009 15:17:23

Zum "Geschlechterkampf" machen es vor allem die unzähligen, extrem frauenfeindlichen Meldungen, die nun überall zu lesen sind. Das ist unter jeder Kritik.Die zeigen nichts anderes
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Zum "Geschlechterkampf" machen es vor allem die unzähligen, extrem frauenfeindlichen Meldungen, die nun überall zu lesen sind. Das ist unter jeder Kritik.

Die zeigen nichts anderes auf als die Notwendigkeit einer starken Vertretung für Frauen, welche in jeder Hinsicht diskriminiert werden. Die Grünen sind noch eine letzte Bastion, aber auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Es ist absolut lächerlich diese Tatsachen zu verleugnen und zu verkehren.

Du schriebst: "was mich an der ganzen situation besonders stört, ist die von sburny in einem nebensatz erwähnte sexistische anschüttung in der zib 24, voggenhuber traue den frauen nichts zu, weil er eben mann sei. ich denke, gerade bei voggenhuber ist dies eine tief unter der gürtellinie angesiedelte bemerkung, die nichts mehr mit einer kontroverse, sondern wahrlich mit zickenhaftem verhalten zu tun hat."

Bei dir ist es also bereits eine "sexistische Anschüttung", dass Frauen feststellen man würde ihnen nichts zutrauen.

Das geschieht auch sicher ganz grundlos und nur weil sie Zicken sind.

Inwieweit das gegenüber V. angemessen war, weiß ich nicht, das kannst aber weder du noch ich beurteilen.

Oder hast du Einblick in die interne Kommunikation der Grünen?

Diese Zahlen hier sind dann wahrscheinlich auch "sexuelle Anschüttungen. Oder wie erklärst du dir sonst, dass die Hälfte der österr. Gesellschaft in der Politik immer weniger repräsentiert und nur ein geringer Prozentsatz in Spitzenpositionen zu finden ist? Die Frauenarbeitslosigkeit und Armutsgefährdung von Frauen ist auch die höchste.

Der Frauenanteil lag im Parlament zum Stichtag 30. Oktober 2006

bei der SPÖ bei 35,3 % (24 von 68 Abgeordneten),

bei der ÖVP bei 27,3 % (18 von 66 Abgeordneten),

bei den Grünen bei 57,1 % (12 von 21 Abgeordneten),

bei der FPÖ bei 9,5 % (2 von 21 Abgeordneten)

und beim BZÖ 14,3 % (1 von 7 Abgeordneten);

zum Stichtag 28. Oktober 2008

bei der SPÖ bei 33,3 % (19 von 57 Abgeordneten),

bei der ÖVP bei 25,5 % (13 von 51 Abgeordneten),

bei der FPÖ bei 17,6 % (6 von 34 Abgeordneten),

beim BZÖ bei 9,5 % (2 von 21 Abgeordneten)

und bei den Grünen bei 50 % (10 von 20 Abgeordneten).

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Antwort von: Bockerer
verfasst am: 01.02.2009 16:50:56

Liebe Fasanin,erstens denke ich, der Vergleich Picasso und Voggi hinkt zu sehr.Ebenso der zwischen Voggenhuber und einem Silberrücken. Wenn gewünscht liefere ich gern Erklärungen, aber
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Liebe Fasanin,

erstens denke ich, der Vergleich Picasso und Voggi hinkt zu sehr.

Ebenso der zwischen Voggenhuber und einem Silberrücken. Wenn gewünscht liefere ich gern Erklärungen, aber ich glaube das ist entbehrlich.

Lieber möchte ich auf die Komponente Feminismus in diesem Konflikt eingehen.

Ich finde es gut, daß bei den Grünen die Position der Frau akzentuiert vertreten wird, Das darf von mir aus auch mal überzogen werden. Aber wenn die Parteispitze ausdrückt, daß sie jetzt ihe (Personal-) Entscheidungen proportional umgekehrt zu den anderen Parteien treffen will, fühle ich mich nicht vertreten.

Siehe der berühmte Sager von Glawischnig über das Recht gleich viel unqualifizierte Frauen ....

Das mag pointiert sein, aber wenn halt das Herz auf der Zunge liegt, wird mann halt übersensibel.

Und der Voggenhuber ? Der darf dann pointiert und die Glawischnig nicht ?

Nein, natürlich nicht. Aber sie ist halt die Parteivorsitzende und er "nur" ein Mandatar. Daher hoffe ich, daß es der guten Sache nicht schadet, wenn frau die Prioritäten anders setzt.

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Antwort von: Fasanin
verfasst am: 02.02.2009 01:19:41

Lieber Bockerer! Ich kann die Positionen beider Seiten nachvollziehen, aber das ist jetzt schon alles so intrigant überzogen, dass ich darüber gar nicht mehr viel verlieren möchte. ICH
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Lieber Bockerer!

Ich kann die Positionen beider Seiten nachvollziehen, aber das ist jetzt schon alles so intrigant überzogen, dass ich darüber gar nicht mehr viel verlieren möchte.

ICH wähle die Grünen jedenfalls seit es sie gibt. Weil sie starke Männer UND starke Frauen haben, ein intelligentes, soziales Programm bieten, und weil sie eine ausgezeichnete Kontrollfunktion ausüben, etc. Aber sicher nicht wegen irgend einer Einzelperson. Voggenhuber hat mich nie beeindruckt, der ist mir eher entgangen. Ich habe auch immer ihre männlichen Kandidaten gewählt, nur Männer wollen ausschließlich Männer in Spitzenpositionen. Aber dort gehören mehr Frauen hin!

Einen Personenkult ala Haider finde ich widerlich. Viel brauchen offenbar einen "Führer", der sie rettet.

Die meisten die jetzt so herumschreien und intrigieren, tun das aus purem Frauenhass. Da ist doch der Anlass Voggenhuber nur der Steigbügel dafür. Theater!

Außerdem glaube ich nicht mal, dass man Grüne wählt.

Grün IST man entweder von Natur aus, aus bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen und Überzeugungen oder eben nicht. Ich war schon als Kind eine Grüne, da gabs die noch gar nicht.

Es gäbe gar nichts was ich sonst wählen könnte, alles andere ist undenkbar. Wohin man sieht nur Korrpution, Skandale, Lüge und Missbrauch. Ich kann bald keine Zeitungen und Nachrichten mehr sehen!

Ich würde sagen wir brauchen die Grünen, und zwar dringend!

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Antwort von: Ben Hemmens
verfasst am: 31.01.2009 11:49:54

beim ersten Absatz fehlt natürlich am Ende das Wort "erschwert", "eingeengt" od. ähnliches.

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Antwort von: So ruiniert man eine Partei...
verfasst am: 31.01.2009 11:38:06

und für diese Trotteln haben wir seinerzeit in der Au gefroren...

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Antwort von: Knurrhahn
verfasst am: 31.01.2009 12:50:46

nicht für die GrünInnen (Trotteln?) hatten wir gefroren sondern für die AU! Die JungGrünInnen die Meissner-Blau, Nenning Fux und bald auch den Herrn Professor nur aus legenden
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nicht für die GrünInnen (Trotteln?) hatten wir gefroren sondern für die AU! Die JungGrünInnen die Meissner-Blau, Nenning Fux und bald auch den Herrn Professor nur aus legenden kennen, werden eben von der schicken Garderobe der Glawi eher begeistert als von grünen Sachthemen.... Leider!

++ (Ein ehemaliger grüner Biologe)

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 20:45:54

ein sehr ehemaliger offenbar

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Antwort von: Kralj Matjaz
verfasst am: 31.01.2009 11:28:06

..trotzdem, der Voggenhuber hat einen taktischen Fehler gemacht....als Nr. 2 hätte er m.E. einen Vorzugsstimmenwahlkampf führen können und locker gegen diese Damencrew
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..trotzdem, der Voggenhuber hat einen taktischen Fehler gemacht....als Nr. 2 hätte er m.E. einen Vorzugsstimmenwahlkampf führen können und locker gegen diese Damencrew gewonnen....einfach schade..kann mir vorstellen, da werden viele nicht mehr grün wählen...

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Antwort von: kritikus
verfasst am: 31.01.2009 11:21:13

gratuliere, klare worte, herr pilz, die einem teil des ebv nicht schmecken werden und sie eventuell in veritable schwierigkeiten bringen könnten. aber in einem punkt stimme ich nicht mit ihnen
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gratuliere, klare worte, herr pilz, die einem teil des ebv nicht schmecken werden und sie eventuell in veritable schwierigkeiten bringen könnten.

aber in einem punkt stimme ich nicht mit ihnen überein: das mit dem kurzen grünen streit ist wohl mehr als untertrieben - und das wissen sie auch.

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Antwort von: Das ist um es salopp zu sagen der Anfang vom Ende
verfasst am: 31.01.2009 11:11:57

Naja, es hat sich ja abgezeichnet. Wenns so weitergeht, werdens bald ein Problem mit der 5% Hürde haben! Sagenhaft.

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Antwort von: Kassandra
verfasst am: 31.01.2009 10:56:44

Lieber Anonym!Die Grüninnen sind eine Altpartei geworden, wo es nur noch darum geht, möglichst nah am Futtertrog zu sitzen! Nur so ist der Meinungsumschwung Voggenhubers zu erklären;
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Lieber Anonym!

Die Grüninnen sind eine Altpartei geworden, wo es nur noch darum geht, möglichst nah am Futtertrog zu sitzen! Nur so ist der Meinungsumschwung Voggenhubers zu erklären; das kennen wir übrigens auch schon von einem Herrn Dr Schüssel...

Der Professor wollt die Grüninnen "salonfähig" machen und hat sie ruiniert - gute Nacht! LG, K.

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Antwort von: Knurrhahn
verfasst am: 31.01.2009 12:58:17

Der Herr Professor hat die Grünen runiert?????Haben wohl heute schon mit Fernet-Branca gegurgelt, heschätzte Kasandra?!?Der Herr Professor hat die Grünen über 10 Jahre
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Der Herr Professor hat die Grünen runiert?????

Haben wohl heute schon mit Fernet-Branca gegurgelt, heschätzte Kasandra?!?

Der Herr Professor hat die Grünen über 10 Jahre zusammengehalten und was die GrünInnen aus seinem Erbe machen kann man nun erleben..... o tempora o mores!!

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 10:48:53

pilz ist bedrückt, doch die grosse empörung gibt es (leider) nicht. er weiss schon, er ist der nächste, der nicht mehr in die neue parteiline passt. sowie die wirklich gute frau
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pilz ist bedrückt, doch die grosse empörung gibt es (leider) nicht. er weiss schon, er ist der nächste, der nicht mehr in die neue parteiline passt. sowie die wirklich gute frau Theresa Haidlmair einfach für die "neuen" grünen nicht fernsehtauglich war und heimlich weggerollt wurde, der herr VdB zu alt und der herr voggenhuber einfach zu lästig ist.

ich bin bestürzt, dass bei der partei, der ich am meisten demokratieverständnis zugetraut habe und ihr bisher immer meine stimme gegeben habe, die wähler nicht zählen.

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Antwort von: hermann candussi
verfasst am: 31.01.2009 12:05:10

die wählerInnen zählen schon bei den grünen. so sehr, dass man sich vor ihnen öffentlich in die hosen macht!

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Antwort von:
verfasst am: 31.01.2009 12:39:29

ja du hast eh recht, doch die grosse frage ist ja, wovor machen sich die, die sich im vorstand unsere vertreter/innen schimpfen in die hose? haben die angst davor, dass die partei mit herrn
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ja du hast eh recht, doch die grosse frage ist ja, wovor machen sich die, die sich im vorstand unsere vertreter/innen schimpfen in die hose? haben die angst davor, dass die partei mit herrn voggenhuber mehr stimmern bekommt? haben die angst davor, dass wir-also die wähler- andere kandidaten für kompitenter halten, als diejenigen, die von diesen merkwürdigen gremien aufgestellt werden? ist doch alles kindergarten.

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Antwort von: richtig!!
verfasst am: 31.01.2009 13:03:19

nach den Jahren mit dem Herrn Professor, sind die GrünInnen wieder wie vorher,.. und streiten, streiten, streiten....

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