Tagebuch / Mai 2012

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FREITAG, 27. MÄRZ 2009

Strasser. Nie wieder Politik und schon wieder da. Nach ein paar Jahren wechselnder Geschäfte ist Ernst Strasser wieder Personalreserve. Mehr ist in der ÖVP nicht mehr da.Was bedeutet seine Kandidatur? Strasser ist auch politisch ein widersprüchlicher Mensch. Grundsätzlich ist er eher liberal. Aber Grundsätze kommen gerade bei Zöglingen der niederösterreichischen ÖVP nicht an erster
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Strasser. Nie wieder Politik und schon wieder da. Nach ein paar Jahren wechselnder Geschäfte ist Ernst Strasser wieder Personalreserve. Mehr ist in der ÖVP nicht mehr da.

Was bedeutet seine Kandidatur? Strasser ist auch politisch ein widersprüchlicher Mensch. Grundsätzlich ist er eher liberal. Aber Grundsätze kommen gerade bei Zöglingen der niederösterreichischen ÖVP nicht an erster Stelle. Dort hat er etwas anderes gelernt: Parteibuchwirtschaft. Überall wo er das Ruder in die Hand nimmt, zwingt er wie ein politisches Vollwaschmittel Schwarz rein und alles andere raus.

„Rot-weiß-rot“ – das war Strassers Etikett für die Säuberung des Ressorts, der ein großer Teil der besten Kriminalpolizisten zum Opfer gefallen ist.

Weil das alles nicht vergessen werden soll, weil rücksichtsloser Machtmissbrauch kein Kavaliersdelikt ist und weil neben der ÖVP die Organisierte Kriminalität die Hauptnutznießerin der Strasser´schen Politik war, starte ich ab nächster Woche die Serie „STRASSER ONLINE“. Hunderte mails werden dokumentieren, wie das Innenministerium im Interesse der ÖVP an den Rand des Abgrunds gewirtschaftet worden ist.

Aber warum stellt die ÖVP Strasser auf? Das ist die spannende Frage. Strasser soll offensichtlich FPÖ- und BZÖ-Wähler zur ÖVP bringen. Er hat schon angekündigt, dass er vor allem österreichische Interessen in Brüssel vertreten will.

„Österreich zuerst“ - das ist der Beginn eines Linienwechsels. Jenseits der Wahrnehmung von „Politikexperten“ weiß die ÖVP-Führung schon längst, dass sie sich von allen Parteien in der schwierigsten Position befindet. Ihre Wählerschaft ist gespalten. Ein großer Teil will einen kompromisslosen pro-EU-Kurs. Aber genau so viele wollen „Österreich zuerst“. Pröll versucht es jetzt mit einem Doppelkurs. Er selbst will mit seinem Außenminister den Europäer spielen und Strasser für die EU-Schmutzarbeit auf die Straße schicken. Natürlich ist der Doppelkurs doppelbödig. Aber das ist für die ÖVP normal. Der doppelte Boden ist längst das Markenzeichen von Josef Pröll.

ORF. Rund um den ORF wird es jetzt ernst. Werner Faymann, Erwin Pröll und dessen Raiffeisen-Freunde wollen Heft und Unternehmen in die Hand nehmen.

Unter Wrabetz ist der ORF sowohl wirtschaftlich schwächer als auch journalistisch stärker geworden. Zur wirtschaftlichen Genesung ist der Raiffeisen-Partie nichts eingefallen. Faymann und Pröll geht es nur um eines: Aus Journalisten sollen wieder Proporz-Belangsender werden.

In der ZiB merkt man schon, dass die Auseinandersetzung zwischen den Journalisten und den Parteifreunden härter wird. Einige versuchen, sich für eine kommende Verteilung von Proporzposten in Stellung zu bringen. Aber die Mehrheit der Journalisten will auch im ORF vor allem eines: Unabhängigkeit.

Der einzige Schutz für die Journalisten im ORF heißt „Öffentlichkeit“. Die stellen wir her. Ausnahmsweise werden wir da mit allen Oppositionsparteien zusammenarbeiten. Wenn Faymann und Pröll Österreich in die sechziger Jahre zurückführen wollen, dann muss der Widerstand so breit wie möglich sein.

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Antwort von: Sir Archibald
verfasst am: 28.03.2009 17:11:12

jeder,jede ist besser als dieser vogel .

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Antwort von: "Ausnahmsweise werden wir da mit allen Oppositionsparteien zusammenarbeiten."
verfasst am: 28.03.2009 00:00:11

"Ausnahmsweise werden wir da mit allen Oppositionsparteien zusammenarbeiten."was ist an dieser Aussage noch zu kommentieren?mich schaudert die Selbstverständlichkeit, mit der diese
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"Ausnahmsweise werden wir da mit allen Oppositionsparteien zusammenarbeiten."

was ist an dieser Aussage noch zu kommentieren?

mich schaudert die Selbstverständlichkeit, mit der diese gemacht werden, anscheinend von einem hohen Roß aus. klar sind in den anderen Oppositionsparteien viele Chaoten zu finden. Aber die Zusammenarbeit als Ausnahme zu bezeichnen - was soll einem Grün-Sympathisanten, der sich nicht in ideologischen Gäben verschanzen will und zu aller erst Demokrat ist, sagen?

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Antwort von: kritikus
verfasst am: 27.03.2009 15:01:28

zitat: "Grundsätzlich ist er eher liberal....." schreiben sie tatsächlich von DEM und über DEN strasser? das können sie gar nicht ernst meinen, herr pilz, denn strassers
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zitat: "Grundsätzlich ist er eher liberal....."

schreiben sie tatsächlich von DEM und über DEN strasser? das können sie gar nicht ernst meinen, herr pilz, denn strassers liberale kompetenz wird sogar von einem hydranten überboten. selten einen derartigen despoten in der heimischen politik gesehen, der noch dazu keine menschlichen züge sein eigen nennen darf.

wer gestern seinen mehr als peinlichen auftritt in der zib2 verfolgte, wursste sofort, dieser umfärbeonkel und für die republik größte schäden verursachende hat nicht den geringsten tau von europapolitik (diesbezüglich ist er eine einzige lachnummer). was auch noch erschwerend dazu kommt, dieser typ lügt rotzfrech bei einem interview, dass sich die balken biegen - eine derartige chuzpe muss man sich erst einmal erlauben.

aber eines ist unter umständen sogar für die grünen positiv: viele wählerInnen werden es sich aufgrund dieser aufstellung gründlich überlegen, ob sie glawischnig und ihrer mehr als erbärmlichen performance in sachen voggenhuber einen denkzettel verpassen wollen.

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Antwort von: Skeptiker
verfasst am: 29.03.2009 19:45:25

ich kann mich da nur zu 100% anschließen!

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Antwort von: Strasser Firmen
verfasst am: 27.03.2009 14:33:05

Ein Tipp eines interessierten Beobachters.

Es lohnt sich vermutlich, sich einige Strasser-Firmen und deren Geschäftsfeld genauer anzusehen.

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Antwort von: cheerio
verfasst am: 27.03.2009 13:44:39

interessant, wie strasser agiert, volle pulle vorwärts(angriff ist die beste verteidigung),wenn es zu aber zu den e-mails kommt, war alles von gestern, es handelt sich um gestohlene e-mails,und
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interessant, wie strasser agiert, volle pulle vorwärts(angriff ist die beste verteidigung),

wenn es zu aber zu den e-mails kommt, war alles von gestern, es handelt sich um gestohlene e-mails,

und er glaubt er wird quasi brüssel neu aufmischen,

er denkt er kam, sah und siegte und sarkozy wird ihn umarmen und alles und alle werden sich e.strasser unterordnen, sogar sarkozy.

er hat etwas zuviel von schüssels elixir inhaliert..

welch eine überheblichkeit, er glaubt mit senem ö. eierschmäh, er kann brüssel beeindrucken.

nun wir werden ja sehen wie er reagiert, wenn jeden tag e-mails auftauchen, die ihn sicher belasten, wie desperat er reagieren wird.

hoffe die serie startet bald, und die österreicher können erahnen, welch ein mensch dieser umfärber ist.

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Antwort von: Miraculix
verfasst am: 27.03.2009 12:42:25

Ich wuerde ja eine Ausweitung der Aktion auf OEVP-online vorschlagen dann ist in den naechsten Jahren fuer Lesestoff gesorgt ...

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Antwort von: Der Fragende
verfasst am: 27.03.2009 10:48:13

Sollte nicht "Kloibi online" beendet werden ehe "Strasser online" startet? Anyway, das Bier und Popcorn stehen schon bereit!

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