Tagebuch / Mai 2012

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SONNTAG, 14. OKTOBER 2001

Das Waffenverbot. Irgendwie habe ich da mit meiner Äußerung in etwas hineingestochen. Es stimmt schon, viele, die privat Waffen besitzen, sind alles andere als schießwütige Verrückte. Einer meiner besten Freunde hat seine Glock zu Hause und sieht nicht ein, warum er sie abgeben soll. Auch für ihn hat Waffenbesitz etwas mit Freiheit zu tun.Dahinter steckt aber mehr. Einer der großen
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Das Waffenverbot. Irgendwie habe ich da mit meiner Äußerung in etwas hineingestochen. Es stimmt schon, viele, die privat Waffen besitzen, sind alles andere als schießwütige Verrückte. Einer meiner besten Freunde hat seine Glock zu Hause und sieht nicht ein, warum er sie abgeben soll. Auch für ihn hat Waffenbesitz etwas mit Freiheit zu tun.

Dahinter steckt aber mehr. Einer der großen zivilisatorischen Fortschritte ist die Einführung des staatlichen Gewaltmonopols. Wir haben das Recht, mit Waffen für innere und äußere Sicherheit zu sorgen, an den Staat abgetreten. Der nächste Schritt wird hoffentlich die Einrichtung eines internationalen Gewaltmonopols jenseits der Nationalstaaten sein.

Das Recht auf privaten Waffenbesitz ist vor diesem Hintergrund ein Anachronismus und hat mit Freiheit etwa soviel zu tun wie die Forderung nach Aufhebung aller Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Straßen.

Außerdem ist gestern abend mit meiner Hilfe eine neue Initiative entstanden, die eine weitere Freiheit abschaffen will: die Freiheit, den eigenen Hund überall hinscheißen zu lassen. Die Initiative heißt: „Hunde wollt ihr ewig scheißen - Klo and order" und wir meinen es tierisch ernst. In einer Weltstadt wie Wien muß es möglich sein, Hundebesitzern ein Mindestmaß an Hygiene abzuverlangen.

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