DIENSTAG, 21. JULI 2009
Bartenstein. Also, stellen wir uns vor: Der Vorsitzende des Eurofighter-Untersuchungsausschusses lässt seinen persönlichen Anwalt zum Verfahrensanwalt machen. Dann stellt sich heraus, dass beide Geschäfte mit EADS machen. Bumsti, das hätte einen Wirbel gegeben. „Treten Sie zurück, Herr Pilz, und nehmen Sie Ihren Anwalt gleich mit!“ Die ÖVP hätte mit
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Bartenstein. Also, stellen wir uns vor: Der Vorsitzende des Eurofighter-Untersuchungsausschusses lässt seinen persönlichen Anwalt zum Verfahrensanwalt machen. Dann stellt sich heraus, dass beide Geschäfte mit EADS machen. Bumsti, das hätte einen Wirbel gegeben. „Treten Sie zurück, Herr Pilz, und nehmen Sie Ihren Anwalt gleich mit!“ Die ÖVP hätte mit dieser Forderung nicht unrecht gehabt.
Jetzt haben wir Ähnliches im Fall „Bartenstein-Hoffmann“. Bartensteins Pharmafirma Lannacher produziert und verkauft in Kasachstan. Zulassungen, Auflagen für die Produktion, staatliche Nachfrage, Exporte - das Geschäft hängt vom politischen Wohlwollen des Regimes ab. Wer bei allem, was er als Vorsitzender in der Kasachstan-Affäre tut, mitbedenken muss, wie ihn das als Geschäftsmann trifft, lebt in klassischer Unvereinbarkeit.
Es ist ganz einfach: Für diesen Untersuchungsausschuss bringen weder Martin Bartenstein noch sein Anwalt und Treuhänder Klaus Hoffmann die wichtigste Voraussetzung mit: Unabhängigkeit. Ich schlage daher vor, beide durch geeignetere Personen zu ersetzen.
Sollten sich die Regierungsparteien hier querlegen, stehen für mich die beiden ersten Auskunftspersonen bereits fest: Klaus Hoffmann und Martin Bartenstein.
FPÖ. Jetzt habe ich auch erlebt, wie ein unautorisiertes Interview funktioniert. Seit gestern stelle ich öffentlich zwei Fragen:
1. Hat die FPÖ oder hat der kasachische Nachrichtendienst KNB die beiden Anfragen der Abgeordneten Vilimsky und Hübner geschrieben?
2. Wohin ist das kasachische Geld geflossen?
„Österreich“ legt mir bereits eine Antwort in den Mund: "wahrscheinlich an die FPÖ". Aber so weit sind wir noch nicht. Ergebnisse gibt es erst, wenn wir die Akten studiert und die Zeugen befragt haben. Erst wenn Vilimsky & Co. ausgesagt haben, werden wir Genaueres wissen. Ähnlich sollte auch Österreich agieren: Erst wenn ich etwas gesagt habe, kann es auch im Interview stehen.
Antwort von:
verfasst am: 22.07.2009 09:25:07
Lt. Zeitung Österreich hat Bartenstein die allerbesten Kontakte zur Regierung von Kasachstan. Na super – dann genügt ein Anruf von Bartenstein und alles ist geklärt.
Antwort von:
verfasst am: 22.07.2009 13:13:26
...oder ein Anruf von der Regierung in Kasachstan bei Bartenstein – dann ist auch alles geregelt.
Antwort von: Der Mann im Fass
verfasst am: 21.07.2009 17:05:39
Nun, dass ist doch wohl klar. Hr. Bartenstein wurde doch eingesetzt, damit bei diesem Ausschuss nur eben dieser heraus kommen kann: Ausschuss. Daher ist es doch logisch, das der zugehörige
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Nun, dass ist doch wohl klar. Hr. Bartenstein wurde doch eingesetzt, damit bei diesem Ausschuss nur eben dieser heraus kommen kann: Ausschuss.
Daher ist es doch logisch, das der zugehörige Anwalt nicht unbefangen sein darf. Sonst könnte er ja zum Erfolg dieses Gremiums beitragen. Und das ist offensichtlich nicht gewünscht.
So und nicht anders stellen sich die Diener des österreichischen Volkes, vulgo Politiker, ihre Tätigkeit vor. Sehr traurig, alles in allem.
Und: Blätter wie "Österreich" und Co. verwende ich ggf. im Winter zum Kamin anheizen. Sonst noch nicht mal zum Fenster putzen. Nachdenklich Ihr Mann im Fass
Antwort von: Altruist
verfasst am: 21.07.2009 16:48:31
Die innenpolitischen Schlagzeilen der letzten Monate beschäftigten sich ausschließlich mit der Vergangenheit. Ja, es ist wichtig, dass Versäumnisse und Ungereimtheiten der
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Die innenpolitischen Schlagzeilen der letzten Monate beschäftigten sich ausschließlich mit der Vergangenheit. Ja, es ist wichtig, dass Versäumnisse und Ungereimtheiten der Vergangenheit aufgeklärt werden. Diese Aufklärungsarbeiten haben aber auch den Vorteil, dass auf den politischen Gegner hingedroschen werden kann und dass die Medien sie besser verkaufen können als Zukunftskonzepte.
Von Zukunftskonzepten hört man in den innenpolitischen Schlagzeilen schon seit Monaten nichts mehr. Sie erfordern Kreativität, Konsensbereitschaft und Überzeugungskraft - alles sehr anstrengend und für die Medien urlangweilig.
Ich freue mich schon darauf, wenn Peter Pilz wieder über Visionen schreibt und wie sie umgesetzt werden können.
Antwort von: auch einer
verfasst am: 23.07.2009 16:10:45
hallo altruist, dem grunde nach haben sie recht, aber leider ist während der ära schüssel & co dermaßen viel mist passiert, dass vermutlich noch jahre für die
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hallo altruist, dem grunde nach haben sie recht, aber leider ist während der ära schüssel & co dermaßen viel mist passiert, dass vermutlich noch jahre für die aufarbeitung benötigt werden. es ist zum beispiel nur mehr eine frage der zeit, wann es dieses grasserburli aufstellt.......und das wird gut so sein.
Antwort von: Quisi - Quasi
verfasst am: 21.07.2009 15:35:02
Ehrlicher Journalismus hat die Aufgabe Standpunkte u. Aussagen von Politikerinnen zu hinterfragen. Aber wo gibt es den noch wo doch kritische Fragen bei Pressekonferenzen als eher störend
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Ehrlicher Journalismus hat die Aufgabe Standpunkte u. Aussagen von Politikerinnen zu hinterfragen. Aber wo gibt es den noch wo doch kritische Fragen bei Pressekonferenzen als eher störend empfunden werden. Übereifriger Journalismus ist, wenn man vergisst was Journalismus ist und in voreilenden Gehorsam seine politische Gesinnung als News verkauft. Man könnte von Propaganda reden.
Boulevard lebt davon, dass mancher Herausgeber seine Methoden hat Druck auf Politik oder Wirtschaft auszuüben. Populär ist eher geben Politik auszuhauen als gegen die Wirtschaft. Die ja meist die meisten Medien sponsert.
Was übrig bleibt sind Tageszeitung mit hoher inländischer Nachfrage die versprechen ihre Leser zufrieden zu stellen. Ob diese solche Infos nachprüfen oder das als bare Münze nehmen ist eher letzteres anzunehmen.
Diese Herausgeber sind sich dieser Tatsache bewusst. Während der eine den Stil, sofern man von Stil reden kann, einen entweder in den Himmel lobt oder in Grund u. Boden in den Wind reimt. Hat der andere schon so manche Chefredakteuer verbrannt, die teilweise leider nicht mehr unter uns sind. Aber mehrfach wegen falscher Berichterstattung verurteilt wurden. Es ist "quisi - quasi" kein Geheimnis, dass ein fertiger Artikel der vom Chefredakteur abgesegnet wurde. Kurz bevor dieser in Druck geht ohne Wissen seines Autors vom Herausgeber nochmal nach justiert wird. So entstehen dann Interviews die sehr kreativ sind u. auf der anderen Seite für Verwunderung sorgen.
Wer dagegen klagt. Was legitim ist. Die Kosten für den Anwalt dieser Mediengruppe wird aus der Portokasse bezahlt. Von daher sind manche gleicher als gleich u. vermutlich sogar über das Gesetz stehend.
So lange nur die Quote zählt. So lange ehrlicher Journalismus nicht gefragt oder bezahlt wird. Wo Leserbriefe mehr als Inhalt zählen. Darf man sich in Österreich nicht wundern.
Aber die Politik ist ja daran nicht ganz unschuldig. Da man immer danach trachtet sich Journalistenkollegen zu suchen die einem nach dem Mund schreiben. Egal welche Farbe. Klingt komisch - ist aber so!
Antwort von: Quisi - Quasi
verfasst am: 21.07.2009 15:49:41
Nachsatz: Bevor jemand auf die Idee kommt kritische Poster auch noch in diesem Blog zu belauschen. Kurz festzuhalten ist. Es gilt die Unschuldsvermutung. Über div. Machenschaften munkelt man nur
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Nachsatz: Bevor jemand auf die Idee kommt kritische Poster auch noch in diesem Blog zu belauschen.
Kurz festzuhalten ist.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Über div. Machenschaften munkelt man nur hinter vorgehaltener Hand von Mitarbeiterinnen u. Ex-Mitarbeiterinnen.
Niemals würden wir behaupten, dass jemand gelogen hätte. Sondern eher, wir zitieren Kai Jan Krainer SPÖ der kürzlich in einem Interview die Redewendung gebrauchte auf die Frage ob man gelogen hätte. Anwort:"Nein, nur an der Wahrheit vorbei geschummelt." So einfach gehts. Klingt ja schon fast wie eine Bagatelle. So dürften das auch manche Herausgeber sehen. Lügen würde man nie. Aber "quisi quasi" schon mal an der Wahrheit vorbei geschummelt. Na dann Prost "Österreich"
Fazit: Auch wir behaupten den Zusammenhang mit lebenden oder schon verstorbenen Personen seien rein zufällig und auch wir haben nur an der Unwahreit vorbei geschummelt.
Wer es dennoch genauer wissen hier 2 Links, wo sozusagen jemand die täglichen Lügen gezählt werden.
www.medienschelte.at u. aus Deutschland über die Bildzeitung www.bildblog.de
Es lebe der unabhängige, kritische Journalismus! Betrogen werden in erster Linie die Leserinnen ihrer Zeitung oder des jeweiligen Mediums.






