Tagebuch / Februar 2012

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MITTWOCH, 28. JULI 2010

Österreich in Afghanistan. „A complete range of mortar systems in 60mm, 81mm (82mm) and 120mm calibre, featuring high firing power, long range, high accuracy and maximum reliability, is manufactured by Hirtenberger." So stellt die niederösterreichische Rüstungsfirma ihr Granatwerferprogramm vor. Jetzt sind - wie standard.at meldet - laut WIKILEAKS österreichische
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Österreich in Afghanistan. „A complete range of mortar systems in 60mm, 81mm (82mm) and 120mm calibre, featuring high firing power, long range, high accuracy and maximum reliability, is manufactured by Hirtenberger." So stellt die niederösterreichische Rüstungsfirma ihr Granatwerferprogramm vor.

Jetzt sind - wie standard.at meldet - laut WIKILEAKS österreichische Granaten für Granatwerfer in Afghanistan aufgetaucht - einmal zwei und einmal zehn Stück, alle mit dem sowjetische Kaliber 82 mm. Hirtenberger ist hierzulande der einzige Produzent: „Developed for the Austrian Army, these mortars not only meet the highest tactical and logistical demands, they will also operate under extremely different topographical conditions. They are available in a standard and long range variety."

Das Innenministerium hat Hirtenberger-Exporte genehmigt - aber nicht nach Afghanistan.

Wie sind jetzt die österreichischen Granaten nach Afghanistan gelangt?

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Antwort von: Ursus
verfasst am: 30.07.2010 19:37:45

österr. Firmen sind eben gut im Waffen produzieren, Hirtenberger, Steyr, Glock um nur einige zu nennen. Seien wir doch stolz drauf - ist ein gutes Geschäft, dient der heimischen Wirtschaft, ist
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österr. Firmen sind eben gut im Waffen produzieren, Hirtenberger, Steyr, Glock um nur einige zu nennen. Seien wir doch stolz drauf - ist ein gutes Geschäft, dient der heimischen Wirtschaft, ist schon gut so.

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Antwort von: ak
verfasst am: 30.07.2010 11:24:53

Der Hirtenberger-CEO hat im Online-Standard selbst gesagt, dass sie seit längerer Zeit nichts mehr für das Kaliber 82mm produzieren, und dass in den Dokumenten genannte Losnummern nicht zum
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Der Hirtenberger-CEO hat im Online-Standard selbst gesagt, dass sie seit längerer Zeit nichts mehr für das Kaliber 82mm produzieren, und dass in den Dokumenten genannte Losnummern nicht zum Hirtenberger-Losnummern-System passen. Die Frage, die man da gleich im Anschluss stellen muss, ist, wie akkurat da die US-amerikanische Aufklärung überhaupt war und wie korrekt die gefundenen Waffensysteme überhaupt identifiziert werden konnten. Ich erinnere nur daran, der Fall mit den angeblich österreichischen Scharfschützengewehren, die im Irak gefunden wurden, war auch nur ein Schuss in den Ofen, hat es sich damals nämlich um iranische "Raubkopien" des österreichischen Designs gehandelt.

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Antwort von: Fletcher Christian
verfasst am: 30.07.2010 09:59:20

"Wie sind jetzt die österreichischen Granaten nach Afghanistan gelangt?" Mit dieser Naivität hat sich P. P. als wählbarer Politiker endgültig disqualifiziert. Die halbe EU - und allen
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"Wie sind jetzt die österreichischen Granaten nach Afghanistan gelangt?"
Mit dieser Naivität hat sich P. P. als wählbarer Politiker endgültig disqualifiziert.
Die halbe EU - und allen voran die NATO-Schergen - ist an der Ermordung -zigtausender Zivilisten in Afghanistan, dem Irak und sonstwo beteiligt. Österreich, als treuestes EU-Mitglied, läßt die EU-Massenmörder natürlich nicht im Stich und versorgt sie mit Waffen (dafür bekommt es genmanipuliertes Saatgut). Dr. P.P. als glühender Verehrer der EU - Battlegroups sollte seine noch verbiebenen Wähler nicht für sooo dumm verkaufen!!!

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Antwort von: Let me Google that for you
verfasst am: 29.07.2010 18:11:29

Woher die Munition stammt sollte sich relativ leicht klären lassen - außer von uns, China und Russland wird dieses Kaliber nämlich scheinbar "nirgends" verwendet
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Woher die Munition stammt sollte sich relativ leicht klären lassen - außer von uns, China und Russland wird dieses Kaliber nämlich scheinbar "nirgends" verwendet ("Weststandard" = 81mm). Auf die Schnelle findet man sonst nur eine Tschechoslowakische Produktion aus den 50er Jahren und Restbestände aus Ex-Jugoslawien welche an Kroatien übergegangen sein dürften.

China und Russland werden kaum "von uns" Munition kaufen, wodurch nur mehr Jugoslawien/Kroatien übrig bleibt, oder eben die USA selbst, welche z.B. erst letztes Monat wieder mehr als 1/4 Mio. 82mm Granaten ausgeschrieben haben, um diese mit (vermutlich beschlagnahmten) jugoslawischem Gerät im Irak zu verwenden.

Aus dem Bauch heraus würde ich daher vermuten, dass es sich bei älteren Chargen um Reste aus dem Jugoslawien-Konflikt handelt welche über die üblichen Kanäle ihren Weg nach Afghanistan gefunden haben. Bei den neueren (2006er) Chargen tippe ich auf eine direkte Lieferung von Hirtenberg an die USA, weil "wir" wahrscheinlich die einzigen sind, die (außer in China/Russland) dieses Kaliber überhaupt noch herstellen, geschweige denn verwenden. Und das gerade DIE, gerade DORT hin und wieder ein paar Kisten voll Waffen und/oder Munition "verlegen" wäre ja mal ganz was neues...

Kurzum: Vermutlich selbst schuld und kein Grund zur Aufregung. Nun dem heimischen Hersteller dafür den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, halte ich bestenfalls naiv und dumm und schlimmstenfalls für, naja... soll sich jeder selbst denken.

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Antwort von: Miller
verfasst am: 29.07.2010 21:53:31

Nette Ausführung! Vor allem die Schlussfolgerung: "Nun dem heimischen Hersteller dafür den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, halte ich bestenfalls naiv und dumm und schlimmstenfalls
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Nette Ausführung!

Vor allem die Schlussfolgerung:
"Nun dem heimischen Hersteller dafür den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, halte ich bestenfalls naiv und dumm und schlimmstenfalls für, naja... soll sich jeder selbst denken."

Und erst ihre Beweiskette! Nach einem "Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten" folgt ein messerscharfes "Vermutlich selbst schuld"!!
Also sie verstehen es wirklich zu überzeugen dass muss man ihnen neidlos zugestehen! Andere sind natürlich schuld dass österreichische Waffen in Afghanistan Menschen töten - was denn sonst!!

P.s: Für unsere FPÖ-Fans die hier so fleissig mitlesen und mitposten: Das ist Zynismus! (Bedeutung des Wortes Zynismus bitte nachschlagen!)

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Antwort von: Let me Google that for you
verfasst am: 30.07.2010 03:27:07

Lieber Miller, keine Angst - für die FPÖ habe ich genau so wenig über wie für das andere Ende des politischen Spektrums. Ihre politische Paranoia ist also völlig unbegründet. Wie sich
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Lieber Miller,

keine Angst - für die FPÖ habe ich genau so wenig über wie für das andere Ende des politischen Spektrums. Ihre politische Paranoia ist also völlig unbegründet.

Wie sich inzwischen herausgestellt hat, haben scheinbar selbst "wir" dieses Kaliber seit gut 30 Jahren (!) nicht mehr im Einsatz, weshalb die angeblich zuletzt 2006 hergestellten Granaten "Made in Austria" mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eben nicht von HDS, oder irgendeiner anderen österreichischen Firma stammen. Warum also gerade "wir" ein schlechtes Gewissen haben sollen, müssen Sie mir jetzt nochmal erklären...

Beweise gab's von mir übrigens überhaupt keine, lediglich (stichhaltige) Indizien, die jeder mit ein wenig Geduld selbst recherchieren kann. Prüfen sie's ruhig selbst nach und korrigieren Sie mich, wenn Sie einen Fehler finden. Viel Spaß dabei, vielleicht lernen Sie ja noch was.

So wie die Story in den Medien präsentiert wurde, ergibt es jedenfalls keinerlei Sinn. Ähnlich ihrem Kommentar.

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Antwort von: quo_vadis_austria
verfasst am: 29.07.2010 07:58:12

"Wie sind jetzt die österreichischen Granaten nach Afghanistan gelangt?" also ich wuerde sagen man hat diese granaten so lange "bedraengt" bis sie (natuerlich voellig
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"Wie sind jetzt die österreichischen Granaten nach Afghanistan gelangt?"

also ich wuerde sagen man hat diese granaten so lange "bedraengt" bis sie (natuerlich voellig widerwillig) den weg nach afghanistan angetreten haben ...

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Antwort von: victim of the fascistic controlgrid
verfasst am: 29.07.2010 09:48:54

Wie Österreichische Waffen ins Ausland geraten ist eine nicht halb so spannende Frage wie die warum Österreichische Soldaten (wieder) ins Ausland 'geraten'! Die Entwicklung weg von der
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Wie Österreichische Waffen ins Ausland geraten ist eine nicht halb so spannende Frage wie die warum Österreichische Soldaten (wieder) ins Ausland 'geraten'! Die Entwicklung weg von der 'Insel der Seligen' zum aktiven Akteur im globalen Morden, Rauben und Foltern ist schon bemerkenswert. Zumal diese durch keinerlei nennenswerte Umstände erzwungen wird.

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Antwort von: Kendi
verfasst am: 29.07.2010 10:01:18

Würde man mit Frieden Geschäfte machen können, hätten wir nur Frieden auf der Welt. Und wir Österreicher müssen nicht so tun, als wären wir eine Insel der Seligen: Korruption so weit das Auge
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Würde man mit Frieden Geschäfte machen können, hätten wir nur Frieden auf der Welt.
Und wir Österreicher müssen nicht so tun, als wären wir eine Insel der Seligen: Korruption so weit das Auge reicht!
Und wer wählt diese Korruptlinge? Wir Österreicher. In Ermangelung einer Alternative wird halt Rot, Schwarz oder zum Trotz Blau gewählt.

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Antwort von: victim of the fascistic controlgrid
verfasst am: 29.07.2010 11:59:04

Also ich weiss nicht ob Korruption das richtige Wort ist für Zustände wie wir sie haben. Unter Korruption vesteht man im Allgemeinen ein Handeln zum Zwecke der persönlichen Bereicherung. So wie
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Also ich weiss nicht ob Korruption das richtige Wort ist für Zustände wie wir sie haben. Unter Korruption vesteht man im Allgemeinen ein Handeln zum Zwecke der persönlichen Bereicherung. So wie dies zB. Charly 'die Unschuldsvermutung' Grasser bei der Veräusserung öffentlichen Eigentums getan hat indem er sich und 'gute Freunde' mit Millionen an Steuergeldern bedachte. Ein gutes Beispiel ist aber auch der Hypo-Alpe-Adria Selbstbedienungsladen des braunen Ungeziefers aus Haiderland.

Das Problem bei der Wandlung Österreichs von einer 'Insel der Seligen' zum Akteur im globalen Morden und Foltern ist aber sicher nicht auf einzelne korrupte Minister oder Staatsbedienstete zurückzuführen. Es wird wohl eher eine Frage der strategischen Ausrichtung sein - wo und von wem auch immer diese definiert wird!

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Antwort von: Kendi
verfasst am: 29.07.2010 12:58:13

Und dabei geht es immer um Nächstenliebe??? Meine Überzeugung: KEIN Politiker entscheidet bei den Abstimmungen nach seiner Überzeugung, sondern nach seinem Vorteil. Und der Draufzahler ist immer
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Und dabei geht es immer um Nächstenliebe???
Meine Überzeugung: KEIN Politiker entscheidet bei den Abstimmungen nach seiner Überzeugung, sondern nach seinem Vorteil. Und der Draufzahler ist immer das Volk.
Es ist also egal, welche Farbe man wählt, die oben sind sich immer einig und tun alles, damit das Volksvermögen in die "richtigen" Hände kommt. Und das nicht zum Nachteil der Politiker.
Wo fehlt hier der Bezug zur Korruption?
Persönlicher Vorteil zum Nachteil der Allgemeinheit!!!

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Antwort von: Name
verfasst am: 28.07.2010 23:37:24

Es war so: Zuerst hat die Innenministerin gesagt Gesetze gelten fuer alle. Dann sind 10 befreundete Menschen mit den migrantischen Partner zum Gericht gegangen. Dann hat die Richterin den
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Es war so: Zuerst hat die Innenministerin gesagt Gesetze gelten fuer alle. Dann sind 10 befreundete Menschen mit den migrantischen Partner zum Gericht gegangen. Dann hat die Richterin den Oesterreichern eine Sache erklaert, die sind hinausgegangen, aufs Klo. Als Sie zurueckkamen hat die Richterin dem Migranten gerade das gGegenteil erklaert. Kurz: Wenn bei uns Richter und Staat so korrupt sind, dann haben die schon eine Kaufoption auf die Eurofighter seit 3 Jahren dort und das zu RECHT und der Fund war ein peinliches Missverstaendnis, weil die Waffenfabrik und die Oesterreicher zu frech waren (Preis/Leistung). Und jedesmal, wenn Oesterreich nicht brav ist werden wieder Waffen gefunden. Und warum auch nicht: Das ist exakt die Integrations- und Rechtspolitik der Regierung und die Afghanen sind ja nicht unfaehig zu lernen und kennen nicht wie die Oesterreicher einfachste Gesetze die nach 1945 umgestellt wurden 65 Jahre spaeter immer noch nicht.

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Antwort von: orel_a_drak
verfasst am: 28.07.2010 20:21:17

katastrophe!!

kriegsgerät im kriegsgebiet!!!!

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Antwort von: Der Mann im Fass
verfasst am: 28.07.2010 15:32:47

Eine Aussage fand ich besonders interessant: "Ein Granatwerfer ist ja nicht kompliziert. Der kann auf drei Eseln transportiert werden." Ich denke mal, das ist ein heißer Tipp. Und ein
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Eine Aussage fand ich besonders interessant:

"Ein Granatwerfer ist ja nicht kompliziert. Der kann auf drei Eseln transportiert werden."

Ich denke mal, das ist ein heißer Tipp. Und ein Lieferung in ein Land, dass nicht im Krieg liegt ist ja kein Problem. Von dort aus verliert sich dann die Spur, würde ich mal schätzen...

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Antwort von: Ralph Zinkl
verfasst am: 28.07.2010 15:22:39

Soweit ich weiß sind auch andere Streitkräfte als Afghanistan in - Afghanistan. Also auch Exporte welche nach England frankreich usw. Mitliedsstaaten der Isaf, Nato gehen, werden im Afghanistan
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Soweit ich weiß sind auch andere Streitkräfte als Afghanistan in - Afghanistan.

Also auch Exporte welche nach England frankreich usw. Mitliedsstaaten der Isaf, Nato gehen, werden im Afghanistan eingesetzt.

Auch der Schwarzmarkt ist nicht auszuschließen.

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