MITTWOCH, 09. JÄNNER 2002
Was gibt es Schöneres als einen Streamer in einer versandeten Flussmündung stundenlang durch die Brandung an Lachsen vorbeizuziehen ?Auf der Fahrt nach Woodsend, einem Vorort von Christchurch, fallen mir zum ersten Mal die vielen uralten Autos aus Japan auf. Pelle erklärt: "Bei uns ist kein Katalysator vorgeschrieben. Der Wind bläst den Dreck eh weg, sagt die Regierung. Die Japaner haben das
>> mehr lesen
Was gibt es Schöneres als einen Streamer in einer versandeten Flussmündung stundenlang durch die Brandung an Lachsen vorbeizuziehen ?
Auf der Fahrt nach Woodsend, einem Vorort von Christchurch, fallen mir zum ersten Mal die vielen uralten Autos aus Japan auf. Pelle erklärt: "Bei uns ist kein Katalysator vorgeschrieben. Der Wind bläst den Dreck eh weg, sagt die Regierung. Die Japaner haben das kapiert und verkaufen uns ihre alten Autos." So ist Neuseeland die Altwagendeponie Japans, und Auckland wundert sich, daß seine Luftwerte bereits schlechter als die im Zentrum Londons sind.
Rainer und Ursula aus Graz nehmen uns in ihrem Prachthaus in Woodsend auf. "GE-free" steht an der Einfahrt. Von Schirmulmen bis zu altem Eukalyptus steht wieder eine grüne Insel im städtischen Spekulationsgebiet.
Einen Kilometer weiter nordöstlich wollen Developer mit einer neuen Stadt schnell Geld machen. Ursula hat sich in ihren Weg gestellt, und seitdem wissen die Bauleute die "bloody Austrians" zu schätzen. Die Bürgermeisterin ist bereits gemeinsam mit zwei Dritteln der Stadträte abgewählt worden. Aber die neuseeländischen Gesetze begünstigen das schnelle Geschäft.






