Tagebuch / September 2014

<< zurück

DONNERSTAG, 12. APRIL 2012

GELD FÜR HAKL. „Für die Konzeption und Entwicklung der Strukturdarstellung mit Organigramm und Firmenprofil verrechnen wir wie vereinbart 11.400 Euro." Diese Rechnung richtete die Werbeagentur Headquarter am 26. September 2008 an Peter Hochegger/Valora. Hochegger gibt heute vor dem Ausschuss zu, dass es weder „Organigramm" noch „Firmenprofil" gegeben hat. Die
>> mehr lesen

GELD FÜR HAKL.

„Für die Konzeption und Entwicklung der Strukturdarstellung mit Organigramm und Firmenprofil verrechnen wir wie vereinbart 11.400 Euro."

Diese Rechnung richtete die Werbeagentur Headquarter am 26. September 2008 an Peter Hochegger/Valora. Hochegger gibt heute vor dem Ausschuss zu, dass es weder „Organigramm" noch „Firmenprofil" gegeben hat. Die Rechnung war eine Scheinrechnung. Sie sollte verschleiern, dass die 11.400 Euro von der Telekom für die ÖVP-Abgeordnete Karin Hakl bestimmt waren.

Mit zwei weiteren Rechnungen vom selben Tag über den „Druck von Geschäftssorten" gingen weitere 12.600 Euro an Hakl.

Hochegger berichtet: Hakl habe mit Michael oder Rudolf Fischer eine Zahlung vereinbart. Fischer habe sich an Hochegger gewandt und ihn ersucht, das über die Valora abzuwickeln. Im Juli 2008 habe ihn Hakl angerufen, um die 20.000 Euro zu bekommen.

So hat die Telekom Austria verdeckt den Hakl-Wahlkampf finanziert.

Die Scheinrechnungen stammen von Andreas Malaun, dem damaligen Headquarter-Geschäftsführer. Heute ist Malaun Landesgeschäftsführer der Tiroler ÖVP und darf nicht geladen werden, weil Werner Amon ein Veto eingelegt hat.

AMON.

Ich halte Hochegger zwei Rechnungen vor. Die erste wurde am 30. Jänner 2007 vom Wiener Pressverein des ÖAAB an Hochegger/Valora gerichtet. Diese Scheinrechnung hat bereits zu Ermnittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Amon geführt. Amon-Stellvertreter Rudolf Habeler sagt dazu in seiner Vernehmung am 29. Februar 2012:

Frage:
Wer kann oder könnte sonst noch zum Geschäftsfall Auskunft geben?

Antwort:

...möglicherweise der Obmann AMON Werner, der damalige Finanzreferent des Vereins war mit solchen Angelegenheiten überhaupt nicht befasst und kann deshalb dazu keine Angaben machen. Im Regelfall wurde ein Anbot durch den Obmann gelegt, zum damaligen Zeitpunkt eben Werner AMON.

Am 8. März 2012 wird Habeler ein zweites Mal einvernommen. Diesmal geht es um eine Rechnung, die der ÖAAB am 19. November 2007 über „Marketingunterstützungsmaßnahmen" an die Valora gelegt hat.

Frage:
Ihnen wird die Rechnung des ÖAAB vom 19.11.2007 an die Valora AG vorgehalten - Kennen Sie diese Rechnung?

Antwort:
Ich wurde vom Generalsekretär AMON Werner zeitlich nahe am Rechnungsdatum, dem 19.11.2007, soweit erinnerlich, beauftragt, diese Rechnung in der vorliegenden Form verfassen und ausstellen zu lassen.

...

Frage:
Mit welcher Person konkret wurde die Leistung vereinbart?

Antwort:
Die konkrete Vereinbarung zwischen dem ÖAAB und der Telekom wurde im Vorfeld durch Werner AMON durchgeführt und entspricht auch dem Regelfall. Ich wurde erst nach Abschluß der Vereinbarung von Werner AMON über die Sponsoring-Tätigkeit der Telekom im Jahr 2007 in Kenntnis gesetzt und auch die zu verrechnende Rechnungshöhe. Auch diese Vorgangsweise entspricht dem Regelfall und wird in dieser Form bis heute aufrecht erhalten.

...

Frage:
Mit welcher Person konkret wurde der Zahlungsbetrag und der Rechnungsbetrag vereinbart?

Antwort:
Diese Vereinbarung wurde von Werner AMON durchgeführt und ich habe dazu keine Wahrnehmungen. Der Rechnungsbetrag wurde mir erst nach diesen Vereinbarungen von AMON mitgeteilt.

...

Frage:
Wer waren für diesen Geschäftsfall die handelnden physischen Personen im eigenen Unternehmen (die hauptsächlich mit dem Vertragspartner tatsächlich befassten Personen?

Antwort:
Im ÖAAB ist für solche Verhandlungen immer der Generalsekretär, im Jahr 2007, eben Werner AMON, zuständig und wurden alle Verhandlungen von diesem geführt. Ob im gegenständlichen Fall AMON von sich aus aktiv auf die Telekom zuging oder sich die Telekom an den ÖAAB bzw. AMON gewandt hat, kann ich nicht angeben, dazu habe ich keine Wahrnehmungen.

Amon sitzt im Ausschuss und hört sich die Befragung Hocheggers zu seiner eigenen Verwicklung in die Telekom-Affäre an. Als Fraktionsführer legt er nach wie vor ein Veto gegen Habelers Ladung ein.

 

 

Antworten


Antwort von: niemand
verfasst am: 12.04.2012 20:01:59

http://www.krone.at/Oesterreich/Hochegger_Habe_niemandem_etwas_aufs_Aug_gedrueck t-U-Ausschuss-Story-318037 ... ich fordere nachdruecklich dass ihn jemand ueber seine win win situatinen aufklaert
>> mehr lesen

http://www.krone.at/Oesterreich/Hochegger_Habe_niemandem_etwas_aufs_Aug_gedrueck t-U-Ausschuss-Story-318037
... ich fordere nachdruecklich dass ihn jemand ueber seine win win situatinen aufklaert indem man ihn mit den opfern konfrontiert - gerecht ist es, dass er 1 eur / minute opfergespraech bezahlt und die opfer entscheiden wann, wie lange und wie oft... ich mag das nicht kostenlos schreiben, daher ist es schon "hineingedrueckt" unter uns gesagt mag ich gewalt nicht, aber wienerisch waere ein mit dem fetzen durchs parlament pruegelen bereits mehrfach angebracht, ich mag das aber nicht schreiben... das wurde ich als win win situation kurzzeitig empfinden, denn ein lobbyist der nicht ueber kommunikation weiss und was dann die armen und die reseller machen wenn organisationsweit bekannt ist, dass tk und rtr korrupt sind hat keinen platz, jede migrantische putzfrau ist besser qualifiziert... (anzeige hochstapelei bitte fuer mich machen)

Antworten


Antwort von: niemand
verfasst am: 12.04.2012 21:43:43

errinert mich an die rolle des uausschusses http://www.heise.de/tp/artikel/36/36747/1.html

Antworten


Antwort von: Der Mann im Fass
verfasst am: 12.04.2012 15:08:11

Hr. Amon wird schon wissen, was er tut. Das denken die Anhänger der VP. Wenn man das denken nenne will...

Antworten