FREITAG, 17. MAI 2002
Rechts hinter mir thront das Brathuhn. Links hinter mir stehen finstere Menschen: Rudi Klein, Much, Niki und Petra aus meinem Büro und ein besonders böser Referent aus dem Rathausklub. Die fünf sind die Grüne Bürgerwehr, und das Backhendl ist meine Antwort auf Haiders Falken. Falls die tierische Eskalation weitergeht, habe ich schon ein Meerschweinchen namens „Terminator". Ich spreche mit
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Rechts hinter mir thront das Brathuhn. Links hinter mir stehen finstere Menschen: Rudi Klein, Much, Niki und Petra aus meinem Büro und ein besonders böser Referent aus dem Rathausklub. Die fünf sind die Grüne Bürgerwehr, und das Backhendl ist meine Antwort auf Haiders Falken. Falls die tierische Eskalation weitergeht, habe ich schon ein Meerschweinchen namens „Terminator". Ich spreche mit Würde, und die Journalisten sind beeindruckt.
Im großen Saal des Bundeskanzleramtes erhält Gerd Jonke um elf Uhr den großen Staatspreis für Literatur. Gerd kommt viel zu spät und hält eine hinreißend gezappelte Lesung. Mit dem Schlusschor, der ihm am Volkstheater aus den „Vögeln" gestrichen worden ist, endet er ein erstes Mal. Am Weg zum Sessel hält er inne und fragt den Staatsekretär: „Geht das, dass ich für eine Minute die ganze Macht übernehme ?" Und dann entsteht ein Jonke-Text über das Regieren und die Macht. Endlich sieht Franz Morak, wie weit man es als Schauspieler bringen kann, wenn man Künstler ist.
Der freiheitliche Kärntner Abgeordnete Strutz kann sich einen Schüssel-Untersuchungsausschuss vorstellen. Ich auch.






