FREITAG, 27. JUNI 2003
Sechs britische Soldaten durchsuchen Häuser in einem irakischen Dorf. Immer mehr Menschen sammeln sich um sie, protestieren und beginnen, die Briten anzugreifen. Die Soldaten wollen sich ergeben, händigen ihre Waffen aus und werden einer nach dem anderen in den Kopf geschossen. So steht es in den Zeitungen.Vieles spricht dafür, dass die Interventionstruppen in der irakischen Falle stecken. Die
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Sechs britische Soldaten durchsuchen Häuser in einem irakischen Dorf. Immer mehr Menschen sammeln sich um sie, protestieren und beginnen, die Briten anzugreifen. Die Soldaten wollen sich ergeben, händigen ihre Waffen aus und werden einer nach dem anderen in den Kopf geschossen. So steht es in den Zeitungen.
Vieles spricht dafür, dass die Interventionstruppen in der irakischen Falle stecken. Die USA haben den Zeitpunkt, an dem sie ein großes Stück ihrer Besatzungsmacht an die Parteien der Kurden und Schiiten abgeben hätten müssen, verpasst. Mit dem terroristischen Widerstand von Resten des alten Regimes, Saddam-treuen Stämmen und radikalen Schiiten werden sie leben können. Gegen den wachsenden schiitischen und kurdischen Widerstand, der auf die Straße drängt, haben sie keine Chance.
Europa schaut indessen wieder weg. Die Ölquellen in Sichtweite hat man sich kurz hineinreklamiert und dann zur Kenntnis genommen, dass im Moment nicht viel drin ist. Von Chirac bis Fischer ist die europäische Geschichte ein einziges großes Versagen. Der Weg zu einer respektablen gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik ist noch weit.






