DIENSTAG, 23. SEPTEMBER 2003
Heute kommt Sascha aus dem Spital. Damit haben die Geschichten über die geheimnisvollen Leiden unseres Chefs hoffentlich ein Ende. Zur Ehre der heimischen Journalisten muss festgehalten werden, dass nur wenige auf der vergeblichen Suche nach der heimtückischen Wahnsinnskrankheit zu allem bereit waren. Den meisten hat es vollkommen gereicht, wenn wir ihnen die einfache Wahrheit gesagt haben: Dem
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Heute kommt Sascha aus dem Spital. Damit haben die Geschichten über die geheimnisvollen Leiden unseres Chefs hoffentlich ein Ende. Zur Ehre der heimischen Journalisten muss festgehalten werden, dass nur wenige auf der vergeblichen Suche nach der heimtückischen Wahnsinnskrankheit zu allem bereit waren. Den meisten hat es vollkommen gereicht, wenn wir ihnen die einfache Wahrheit gesagt haben: Dem Professor geht´s besser.
Saschas Abwesenheit hat einige unserer Schwächen deutlicher gemacht. Manches deckt er eben zu. Das funktioniert, solange er da ist. Aber was dann ?
Unsere Oberösterreicher führen einen hinreißenden Wahlkampf. Ein Nachmittag mit Gottfried Hirz in der Fußgängerzone in Wels zeigt, wie weit wir schon sind. Früher haben sich die Leute nicht so gefreut, wenn wir wo aufgetaucht sind. Viel hat sich inzwischen geändert.
Am Eck zum Welser Hauptplatz rennt ein junger Mann fast in mich hinein, bremst voll, starrt mich an: „Damit hab ich überhaupt nicht gerechnet, dass ich Sie heut hier treffe !" Mir geht es ähnlich: „Ich hab auch nicht damit gerechnet, dass ich Sie gerade hier jetzt treffe !" So sind wir beide überrascht und zufrieden. Es gibt eben doch wunderbare Zufälle.






