MONTAG, 05. JÄNNER 2004
Der Schnee fällt dicht, die Huam liegt ganz weiß zugezaubert im Wald, und Journalisten rufen an und fragen mich: Sollen wir Grüne eine Wahlempfehlung für einen Präsidentschaftskandidaten oder eine Kandidatin abgeben ? Ich denk mir: Nein. Parteien sollen nicht überall, wo sie selbst gar nicht dabei sind, ihren Wählern und Wählerinnen erklären, was sie zu tun haben. Erstens gibt es
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Der Schnee fällt dicht, die Huam liegt ganz weiß zugezaubert im Wald, und Journalisten rufen an und fragen mich: Sollen wir Grüne eine Wahlempfehlung für einen Präsidentschaftskandidaten oder eine Kandidatin abgeben ? Ich denk mir: Nein. Parteien sollen nicht überall, wo sie selbst gar nicht dabei sind, ihren Wählern und Wählerinnen erklären, was sie zu tun haben. Erstens gibt es „unsere Wähler“ in Form der alten politischen Besitztitel zum Glück nicht mehr. Zweitens brauchen uns die Leute für diese Entscheidung wohl kaum. Drittens ist das Argument, dass ja die FPÖ Ferrero unterstützen könnte, alles andere als ein guter Grund zur seitenverkehrten Nachahmung. Viertens spricht einiges dafür, dass die Wahl diesmal leicht fällt. Und fünftens haben wir die Chance, Politisches beizutragen. Wir können nachfragen, was die beiden für Europa und in der Frage der Sicherheit wirklich wollen. Und wir können herausfinden, was sie mit dem Amt wollen. Vielleicht gibt es diesmal wen, der bereit ist, sich um Menschen- und Bürgerrechte zu kümmern. Und Armut und Unfairness zum Thema des Amtes macht.
Dazu sollten wir Fischer und Ferrero ganz offiziell einladen und mit beiden je einen gut vorbereiteten Abend in großer Öffentlichkeit verbringen. Dann sollen sich alle selbst entscheiden. Und dann hätten wir die unwichtigste und teuerste Wahl des begonnen Jahres hinter uns.






