FREITAG, 19. MÄRZ 2004
„Wien/Reykjavík - Nicht alles, was im TV nach Realität aussieht ist auch dieselbige. Dieser Fehleinschätzung scheint Innenminister Ernst Strasser (VP) aufgesessen zu sein, wie sich am Mittwoch herausstellte. Er hat einen Kurzfilm offenbar für eine Dokumentation gehalten.
Am Ende der Pressekonferenz zum Sicherheitsgefühl der Österreicher, bei der auch die Videoüberwachung Thema war,
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„Wien/Reykjavík - Nicht alles, was im TV nach Realität aussieht ist auch dieselbige. Dieser Fehleinschätzung scheint Innenminister Ernst Strasser (VP) aufgesessen zu sein, wie sich am Mittwoch herausstellte. Er hat einen Kurzfilm offenbar für eine Dokumentation gehalten.
Am Ende der Pressekonferenz zum Sicherheitsgefühl der Österreicher, bei der auch die Videoüberwachung Thema war, erzählte der Minister von Island. Er habe gehört, dass in der dortigen Hauptstadt Reykjavík 400 Kameras installiert seien. Der Polizeichef habe durchgesetzt, dass die Bilder live auf einem TV-Kanal zu betrachten seien, der mittlerweile zum Populärsten in Island geworden ist. Auf Nachfrage des Standard, woher er diese Information habe, erklärte Strassers Pressesprecherin, der Minister habe eine Doku auf Arte gesehen.
Tatsächlich gibt es in Reykjavík nur zehn bis 15 Überwachungskameras der Polizei, die auch nicht mit dem TV verbunden sind, wie Olafur Stephensen von der Zeitung Morgunbladid erklärt. Das von Strasser skizzierte Szenario kennt er allerdings: Aus dem isländisch/französischen Kurzfilm "Citizen Cam", mit Egill Ólafsson als überwachungswütigen Polizeichef Jakob Eldrichtson. Und dieser Film lief zuletzt im Jänner 2003 auf Arte.“ So stand es im Standard. Und das soll man niemandem vorenthalten.






