Tagebuch / Februar 2012

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SONNTAG, 19. SEPTEMBER 2004

Super, im Landtag verdoppelt, Vorarlberg gewonnen. Johannes Rauch und alle anderen haben dort den versprochenen Dampf gemacht. Die ÖVP hat von der FPÖ ohne eigenes Zutun geerbt. Wir haben jede einzelne Stimme selbst erkämpft. Daher hat der grüne Erfolg auch in Vorarlberg Substanz für noch mehr geschaffen.Vorarlberg gewonnen, alles normal? Ja, seit 1999 haben wirt uns langsam daran gewöhnt,
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Super, im Landtag verdoppelt, Vorarlberg gewonnen. Johannes Rauch und alle anderen haben dort den versprochenen Dampf gemacht. Die ÖVP hat von der FPÖ ohne eigenes Zutun geerbt. Wir haben jede einzelne Stimme selbst erkämpft. Daher hat der grüne Erfolg auch in Vorarlberg Substanz für noch mehr geschaffen.

Vorarlberg gewonnen, alles normal? Ja, seit 1999 haben wirt uns langsam daran gewöhnt, jede Wahl zu gewinnen. In alle Landtage – wir haben sogar Burgenland und Kärnten geschafft. Europa, Kammern, Gemeinden – überall gewinnen wir, verdoppeln uns wie jetzt in Vorarlberg. Die FPÖ überholen und Nummer drei werden – in den Städten ist das längst Wirklichkeit, im Bund sind wir soweit. Auch heute Abend feiern wir.

Morgen werden wir keine Fehler besprechen, sondern vielleicht etwas ganz anderes. Trotz aller Erfolge sind wir immer Mitsieger. Wir feiern, aber die Scheinwerfer richten sich auf andere. Sind unsere Siege weniger wert?

1999 hat still und von den meisten immer noch nicht im ganzen Umfang wahrgenommen ein grünes Jahrzehnt begonnen. Wir haben die FPÖ als Aufsteiger abgelöst. Aber unser Aufstieg verläuft völlig anders als der der Freiheitlichen. Wo dort laut mobilisiert, randaliert und immer wieder gehetzt wurde, geht der grüne Aufstieg ruhiger vor sich. Stück für Stück bauen wir uns Positionen auf: in der Sache und in der Macht. Die Frage, ob wir regieren können und wollen, ist längst mit einem doppelten Ja beantwortet. Wir wollen in einem Land, in dem so viele begabte und engagierte Menschen viel zu wenige Chancen bekommen, das so reich an Ressourcen und Möglichkeiten ist, zeigen, wie es geht. Wahl für Wahl ist der FPÖ jetzt der Schaum vor dem Mund eingetrocknet. Jetzt kommt unsere Chance. Nach Vorarlberg ist es noch sicherer: Wir können eine grüne Wende in ganz Österreich schaffen.

In Vorarlberg wird sich die Regierungsfrage diesmal noch nicht stellen. Die ÖVP wird sich den Partner nehmen, der am billigsten zu kaufen und am leichtesten zu lenken ist. Das werden mit Sicherheit nicht wir sein. Aber in der Steiermark und spätestens bei den Nationalratswahlen kann das schon anders sein. Bald.

So, und jetzt hat mich wer drauf aufmerksam gemacht, wie seltsam der letzte Satz klingt. Also, dringende Klarstellung: Auch in der Steiermark und im Bund werden wir mit Abstand die Teuersten sein, weil es uns um eine Wende, einen deutlichen Kurswechsel, geht. "Anders" - das heißt ganz einfach: Weder in der Steiermark noch im Bund hat die ÖVP die Chance auf eine absolute Mehrheit. Sie wird also im Gegensatz zu Vorarlberg ernsthaft verhandeln müssen - falls sie im Bund überhaupt Nummer eins bleibt.

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Antwort von: zero
verfasst am: 21.09.2004 21:31:46

rote oder schwarze..alle gleich scheisse (als gruppe, einzelne menschen bei ihnen sind echt toll--eigentlich genau das gegenteil der grünen *g*) wichtig ist nicht mit wem man regiert sondern was
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rote oder schwarze..alle gleich scheisse (als gruppe, einzelne menschen bei ihnen sind echt toll--eigentlich genau das gegenteil der grünen *g*)

wichtig ist nicht mit wem man regiert sondern was man als regierung umsetzt

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Antwort von: Boha
verfasst am: 21.09.2004 20:33:25

Also: wenn die Grünen mit dieser ÖVP einen Pakt eigehen, dann wähle ich nie wieder grün!!! Da müssen aber noch viele Bekehrungen passieren, bis sich die Schwarzen aller
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Also: wenn die Grünen mit dieser ÖVP einen Pakt eigehen, dann wähle ich nie wieder grün!!! Da müssen aber noch viele Bekehrungen passieren, bis sich die Schwarzen aller blau-braunen Tupfer entledigt haben! Wer sich mit Hunden in ein Bett legt, der wacht mit Flöhen auf! Nahtlos kann so ein Übergang bei Gott nicht sein. Geht nur nicht in die Knie, auch wenn es verlockend sein wird!

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Antwort von: Michaela
verfasst am: 20.09.2004 09:34:41

Ich bin der Meinung, dass es Peter Pilz nicht so gemeint hat, wie du es jetzt formuliert hast. Er meinte die "Regierungsfrage" damit, also dass die Grünen auch in den
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Ich bin der Meinung, dass es Peter Pilz nicht so gemeint hat, wie du es jetzt formuliert hast. Er meinte die "Regierungsfrage" damit, also dass die Grünen auch in den Bundesländern mitregieren möchten. Dass sie nicht die billigsten Partner für die ÖVP sind, dass hat man glaube ich deutlich nach den gescheiterten Verhandlungen auf Bundesebene mit der ÖVP gesehen..

Liebe Grüße

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Antwort von: Thomas
verfasst am: 19.09.2004 20:39:00

Die Formulierung ist nicht eindeutig: "Die ÖVP wird sich den Partner nehmen, der am billigsten zu kaufen und am leichtesten zu lenken ist. Das werden mit Sicherheit nicht wir sein. Aber in
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Die Formulierung ist nicht eindeutig: "Die ÖVP wird sich den Partner nehmen, der am billigsten zu kaufen und am leichtesten zu lenken ist. Das werden mit Sicherheit nicht wir sein. Aber in der Steiermark und spätestens bei den Nationalratswahlen kann das schon anders sein. Bald." Heisst das, dass die Grünen bei der Nationalratswahl der billigste Partner für die VP sein wird????

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