MITTWOCH, 15. DEZEMBER 2004
Die Bundesheer-Beschwerdekommission hat in den Fällen �Freistadt�, �Landeck� und �Bludesch� eindeutig Verstöße gegen die Menschenwürde festgestellt. Dieses Tatbild ist im § 35 des Militärstrafgesetzes eindeutig geregelt.�§ 35 Entwürdigende Behandlung
Wer
1. einen Untergebenen oder Rangniedereren in einer die
Menschenwürde verletzenden
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Die Bundesheer-Beschwerdekommission hat in den Fällen �Freistadt�, �Landeck� und �Bludesch� eindeutig Verstöße gegen die Menschenwürde festgestellt. Dieses Tatbild ist im § 35 des Militärstrafgesetzes eindeutig geregelt.
�§ 35 Entwürdigende Behandlung
Wer
1. einen Untergebenen oder Rangniedereren in einer die
Menschenwürde verletzenden Weise behandelt oder
2. aus Bosheit einem Untergebenen den Dienst erschwert und ihn
dadurch in einen qualvollen Zustand versetzt,
ist, wenn die Tat nicht nach anderen Bestimmungen mit strengerer
Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu
bestrafen.�
Dazu kommt der Erlass des Verteidigungsministers vom 24.4.1995. Darin heißt es:
- Es ist verboten, ´Gefangene´ oder Verdächtige bei Übungen unwürdig oder entehrend zu behandeln. Solche Personen dürfen auch nicht festgebunden, gefesselt oder eingesperrt werden.
- Bei Transporten von ´Gefangenen´ auf Fahrzeugen dürfen keinerlei Maßnahmen ergriffen werden, die in Gefahrensituationen die Reaktionsfähigkeit des Gefangenen beeinträchtigen (z.B. Verbinden der Augen).
- Das gewaltsame Erzwingen von Aussagen ist verboten.�
Das ist alles eindeutig. Minister Platter kann nicht mehr die Freistädter strafen und die Landecker und Bludescher schützen. Das gleicher Strafrecht für alle gilt für drei Kasernen und für die Spitze des Ministeriums � auch, wenn es jetzt um hohe schwarze Generäle geht.
Eine funktionierende Dienstaufsicht kommt in Landeck und Bludesch als erschwerender Umstand hinzu. Wo die Verletzungen der Menschenwürde dienstlich formal �korrekt� begangen wurden, kann nicht einmal mehr mangelnde Dienstaufsicht als Ausrede geltend gemacht werden.
So, und jetzt zu den Eiersozis, den Eierschwarzen und den Eierblauen. Der Bundeskanzler stellt sch im Budgetsaal dem Hauptausschuss und der Türkei. ÖVP und FPÖ haben keinen gemeinsamen Antrag zustande gebracht. Jetzt liegen drei Anträge vor: einer der SPÖ, in dem dem neuen türkischen �Familienmitglied� gleich ein europäisches Hausverbot erteilt wird; einer der FPÖ, in dem sich keiner auskennt; und einer von uns, der als Ziel die volle Mitgliedschaft benennt, aber zwei Bedingungen hinzu fügt: den Vorrang der Integration der südosteuropäischen Staaten und die Vertiefung der Union.
Alle Anträge werden nieder gestimmt. Aber die Grundfrage bleibt: Die Regierung ist auch rund um den Beitritt der Türkei nicht mehr handlungsfähig. Die FPÖ will etwas anderes als die ÖVP. Nur ein blauer Minister reicht, um den Kanzler und die Außenministerin über den wöchentlichen Ministerrat zu blockieren. Dergleichen nennt man Regierungskrise.
Antwort von: Michael
verfasst am: 27.12.2004 20:34:14
Ist das wahr, was unter http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19087/1.html steht: "Argwohn erregt der Umstand, dass sich alle bisher untersuchten Übergriffe innerhalb der [extern] 6.
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Ist das wahr, was unter http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19087/1.html steht:
"Argwohn erregt der Umstand, dass sich alle bisher untersuchten Übergriffe innerhalb der [extern] 6. Jägerbrigade ereignet haben, also jener Einheit, die bis vor kurzem Herbert Bauer, dem heutigen Kabinettschef Platters, unterstellt war. Zudem erscheint Platters Weigerung, auch in Landeck und Bludesch personelle Konsequenzen zu ziehen, durch ein weiteres Detail in einem denkbar ungünstigen Licht. In Landeck nämlich untersteht das Bataillon ausgerechnet - seinem Schwager."
Antwort von: jkl
verfasst am: 18.12.2004 05:47:41
Ist das Demokratie? Die Zustände in der Ex-DDR waren auch nicht viel schlimmer!Natürlich, jetzt blicke ich durch. DDR stand doch für Deutsche Demokratische Republik. FPÖ =
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Ist das Demokratie? Die Zustände in der Ex-DDR waren auch nicht viel schlimmer!
Natürlich, jetzt blicke ich durch. DDR stand doch für Deutsche Demokratische Republik. FPÖ = deutsch, ÖVP = christdemokratisch. Da muss doch die DDR das leuchtende Vorbild sein. Der Weg ist das Ziel - da wird noch einiges auf uns zukommen - würg, speib.
Antwort von: Haffi
verfasst am: 18.12.2004 06:06:07
Doch, doch, genau das ist Demokratie. Die Mehrheit diktiert der Minderheit ihren Willen. Und wenn die minderbemittelten Minderheiten aufbegehren (diese Säue, um auch die Fäkalsprache von
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Doch, doch, genau das ist Demokratie. Die Mehrheit diktiert der Minderheit ihren Willen. Und wenn die minderbemittelten Minderheiten aufbegehren (diese Säue, um auch die Fäkalsprache von Kanzler Schüssel in diesem Posting zu verwenden) werden sie niedergeknüppelt, asoziale Volksverräter und Nichtdemokraten.
Ausserdem wird doch in diesem Staat genug für die richtigen Minderheiten getan (z.B. Politiker, Multimillionäre, Generalstäbler, Industrielle, KHG-Freunderln). Läuft doch aller super in diesem Staat. Ich verstehe nicht, was es da zu meckern gibt. Im Paradies kann es nicht schöner sein. Ach ist es toll, in Österreich zu leben, eine wahre Insel der Seligen, keine Probleme, Toleranz und Nächstenliebe ohne Ende, null Kriminalität, ein wunderbares menschenwürdiges Bundesheer, keine Spur von Korruption .............
Ups, jetzt ist mir doch vor lauter Begeisterung und Enthusiasmus die rosarote Brille heruntergeruscht.
Antwort von: Pipo
verfasst am: 16.12.2004 16:26:11
Und vor allem Klubobmann Willi wird von einer Jahrhundertentscheidung, entschieden von einer Jahrtausendregierung sprechen.... Die Mechanismen dieser Regierung sind simpel, leicht zu durschauen und
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Und vor allem Klubobmann Willi wird von einer Jahrhundertentscheidung, entschieden von einer Jahrtausendregierung sprechen.... Die Mechanismen dieser Regierung sind simpel, leicht zu durschauen und einfach nur noch peinlich. lg
Antwort von: Michael
verfasst am: 15.12.2004 16:52:50
Aber geh, der Herr Bundeskanzler, sofern er überhaupt etwas dazu sagen wird, wird sicher nicht von einer Regierungskrise sprechen, sondern von gelebter Demokratie, der langen Tradition der
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Aber geh, der Herr Bundeskanzler, sofern er überhaupt etwas dazu sagen wird, wird sicher nicht von einer Regierungskrise sprechen, sondern von gelebter Demokratie, der langen Tradition der herrvorragenden Zusammenarbeit, wo alles besprochen werden wird, bis er wieder einmal über alle drüberfährt... ;-)






