FREITAG, 14. JÄNNER 2005
„Wenn Sie sich nicht beruhigen, lege ich auf.“ Ein Mann vermisst seinen Cousin und erhält tagelang ermutigende, aber völlig falsche Informationen. Als er den Grundwehrdiener an der Katastrophen-Hotline darauf anspricht und Gefühle zeigt, bekommt er das zur Antwort.Ein Leobner Ehepaar schlägt sich im Badegewand zum Flughafen nach Bangkok durch. Zwei junge Thailänder kaufen ihnen T-Shirts.
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„Wenn Sie sich nicht beruhigen, lege ich auf.“ Ein Mann vermisst seinen Cousin und erhält tagelang ermutigende, aber völlig falsche Informationen. Als er den Grundwehrdiener an der Katastrophen-Hotline darauf anspricht und Gefühle zeigt, bekommt er das zur Antwort.
Ein Leobner Ehepaar schlägt sich im Badegewand zum Flughafen nach Bangkok durch. Zwei junge Thailänder kaufen ihnen T-Shirts. Dann sollen sie Flughafentaxen bezahlen. Wieder helfen ihnen Einheimische. Dann dürfen sie das österreichische Flugzeug besteigen, weil sie auf der Passagierliste stehen. Das Flugzeug ist fast leer, weil nur Passagiere, die auf der Liste stehen, mitgenommen werden. Die Frau hat eine schwere Verletzung am Knie. Ihr Ersuchen, sich in die leere Business-Class setzen zu können, wird abgelehnt. Sie hat Economy bezahlt und wird nicht upgegradet. Eine Stunde später darf sie dann doch.
Ein AUA-Mitarbeiter berichtet: „Bei jedem Check In hat unser Bordpersonal dasselbe Problem. Immer mehr Passagiere zeigen uns ihre Vielflieger-Karten und verlangen ein Upgrade. Etliche haben Senator-Card und ein paar Hunderttausend Meilen. Sie sind dann stinksauer, wenn wir ihnen sagen, dass das nicht geht. ‚Und bei Grasser?’ kriegen wir dann immer als Antwort.“ Minister sind eben Vorbilder. Selten ist eines so schlecht wie Grasser.
Antwort von: XYZ
verfasst am: 16.01.2005 21:45:41
Lieber Herr Pilz! Der Standard schreibt, Grasser habe für sein Economy Class Ticket nur 120 statt 1200 Euro bezahlt. Können Sie das recherchieren? Sollte es sich bewahrheiten, setze ich
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Lieber Herr Pilz!
Der Standard schreibt, Grasser habe für sein Economy Class Ticket nur 120 statt 1200 Euro bezahlt. Können Sie das recherchieren?
Sollte es sich bewahrheiten, setze ich mich dafür ein, dass Grasser symbolisch in die Donau geworfen wird.
Antwort von: Clemens B. Ziegler
verfasst am: 16.01.2005 13:21:35
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Pilz! Ich diene zur Zeit als Rettungssanitäter im Österreichischen Bundesheer und erhalte dadurch Einblicke die mich manchmal dazu bringen die Argumente
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Sehr geehrter Herr Abgeordneter Pilz!
Ich diene zur Zeit als Rettungssanitäter im Österreichischen Bundesheer und erhalte dadurch Einblicke die mich manchmal dazu bringen die Argumente Ihrer Partei, welcher Anhänger ich bin, zumindest kritisch zu betrachten und abzuwägen.
Es ist wohl verständlich dass die Opfer der Flutwelle nicht ausreichend informiert und unterstützt wurden, doch beschuldigen Sie bitte die verantwortlichen Stellen.
Und bitte lassen sie die Grundwehrdiener in Ruhe, und versetzen sie sich in deren Lage, denn nachdem es, soweit ich weiss, keine Telefonisten-WBA gibt ist es klar dass die Rekruten welche vom Aussenamt eingesetzt wurden keine Erfahrung hatten und es wohl auch zu Stressreaktionen wie der von ihnen Beschriebenen gekommen sein muss. Dies ist allerdings absolut verständlich, oder wie würden sie reagieren wenn ich ihnen sagen würde "Ausgetreten im KAZ 3, Zeit: 10 Minuten!" ?? Ich weiss ja nicht ob sie beim Heer waren (und würde die Tatsache ob jemand "gedient" hat niemals als Argument für oder gegen eine Wahlentscheidung gebrauchen) aber sollten sie es gewesen sein nehme ich stark an dass sie außer Übung wären, und sie genauso kopflos, gestresst und unwirsch reagieren würden wie meine Kameraden, welche ich nicht persönlich kenne.
Sollten sie ob dieses Posts Angst um meinen Geisteszustand haben, kann ich ihnen versichern dass ich, obwohl ich nicht sehr begeistert war den Einberufungsbefehl zu erhalten, meinen Grundwehrdienst in weitgehend Positiver Erinnerung zu behalten gedenke. Es ist eine interessante Zeit die mich an meine Grenzen gebracht hat und durch die ich in einem sehr interessanten und herausfordernden Monat zum Rettungssanitäter ausgebildet wurde. Allerdings wurde ich auch aus dem Grund dass ich durch den Waffen und Schießdienst mit der Handhabung von zwei Feuerwaffen unterwiesen wurde, in meiner Haltung niemals mit einer Waffe auf einen Menschen schießen zu wollen bekräftigt.
Weiterhin viel Erfolgt wünst ihnen Ihr,
diesen Anflug von Populismus verzeihende,
Clemens B. Ziegler, Rekr
Antwort von: A24
verfasst am: 15.01.2005 08:19:43
Es ist ein mieses System, das sich auf diesem Planeten breitgemacht hat (Korruption, Nepotismus, Lobbying, "Upgrading", bis hin zur Befürwortung von Folter).Es gibt nicht zu wenig
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Es ist ein mieses System, das sich auf diesem Planeten breitgemacht hat (Korruption, Nepotismus, Lobbying, "Upgrading", bis hin zur Befürwortung von Folter).
Es gibt nicht zu wenig österreichisches Botschaftspersonal im Ausland, es ist nur für Katastrophensituationen falsch ausgebildet und ausgesucht. Die können zwar unglaublich gut Small-Talk und bei Hi-Society-Parties champagnerisieren und koksen - das führt so unweigerlich zu guten Beziehungen und dem einen oder anderen Gschäfterl, aber mit Pack wie Hilfesuchenden oder gestrandeten Touristen wollen die natürlich nicht belästigt werden!






