SAMSTAG, 05. MÄRZ 2005
Irak heute: Die italienische Journalistin Giuliana Sgrena ist von ihren irakischen Geiselnehmern freigelassen und gleich darauf von US-Soldaten zusammengeschossen worden. "Friendly Fire" nennt man die Treffer, die die Falschen treffen. Im Friendly Fire ist schon viel im Irak unter gegangen. Solange die USA als Besatzungsmacht bleiben, wird sich daran nichts ändern.Für eine Zeit nach Saddam und
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Irak heute: Die italienische Journalistin Giuliana Sgrena ist von ihren irakischen Geiselnehmern freigelassen und gleich darauf von US-Soldaten zusammengeschossen worden. "Friendly Fire" nennt man die Treffer, die die Falschen treffen. Im Friendly Fire ist schon viel im Irak unter gegangen. Solange die USA als Besatzungsmacht bleiben, wird sich daran nichts ändern.
Für eine Zeit nach Saddam und nach Bush braucht der Irak eine Chance. Das kann die Stunde der UNO und der EU sein. Wer die Region stabilisieren will, muss heute die Entstehung eines irakischen Rechtsstaats unterstützen. Das wichtigste Mittel dazu heißt "Geld". Jeder Rechtsstaat ruht auf einem Fundament eines funktionierenden zivilen Lebens. Davon sind Bagdad, Basra und Falludja weit entfernt.
Die Kurden und Schiiten, die sich auf einen Neuanfang im Irak geeinigt haben, warten schon lange auf Brüssel. Dort hat man kleinere Sorgen.
In Klagenfurt wird sich morgen früh die Stadion-Bewertungskommission in Klausur begeben. Unbeirrt von lokalen Strizzis will sie bis Montag abend zu einem Ergebnis kommen. Wenn die Strabag nicht gewinnt, wird es spannend: Werden Haselsteiner und Haider die EM als Geisel nehmen und versuchen, mit Einsprüchen und Querschüssen ihr Stück zu sichern? Wird sich die Porr AG hinter den Kulissen mit den beiden einigen? Wird der Klagenfurter Bürgermeister umfallen? Und schließlich: Wird gegen den erbitterten Widerstand des Landeshauptmanns mitten in Kärnten ein korrektes Vergabeverfahren erfolgreich zum Abschluss gebracht? Werden wir also Zeugen eines blauen Wunders?






