MITTWOCH, 20. APRIL 2005
Ratzinger heißt jetzt Benedikt und zeigt, dass die katholische Kirche erstarrt ist. Ein dogmatisch vergreister Glaubenshüter – genau das hat die Kirche in Europa nicht gebraucht. Was werden die Katholiken, die hier bei uns so viel in die Reform ihrer Kirche investiert haben, jetzt tun?
Auf der einen Seite stehen die Enttäuschten, die wieder einmal vergeblich auf den Aufbruch gehofft
>> mehr lesen
Ratzinger heißt jetzt Benedikt und zeigt, dass die katholische Kirche erstarrt ist. Ein dogmatisch vergreister Glaubenshüter – genau das hat die Kirche in Europa nicht gebraucht. Was werden die Katholiken, die hier bei uns so viel in die Reform ihrer Kirche investiert haben, jetzt tun?
Auf der einen Seite stehen die Enttäuschten, die wieder einmal vergeblich auf den Aufbruch gehofft haben. Auf der anderen Seite preist Alfred Gusenbauer sein neues spirituelles Oberhaupt. Warum muss sich die SPÖ jetzt schon bei der Papstwahl anschmiegen?
Die guten Nachrichten kommen aus dem Irak. Jalal Talabani bleibt auch als Staatspräsident dabei: Es gibt keine Todesstrafe, auch nicht für Saddam. Der kurdische Präsident zeigt seinem amerikanischen Kollegen, dass sich die politische Kultur in Bagdad daran macht, der in Washington ein Beispiel zu geben.
Der Irak braucht jetzt Unterstützung und damit die EU. Die junge irakische Demokratie ist noch lange nicht gefestigt. Syrien, die Türkei, der Iran, Jordanien und Saudi Arabien haben alle ihre Gründe, dem neuen Irak nicht zu viel Erfolg zu wünschen. Ein demokratischer Irak bringt überall in der Nachbarschaft Demokraten auf gute Ideen. Und Wahlen, die beweisen, dass nur eine kleine Minderheit im Norden Parteien der Turkmenen wählen, nehmen der Türkei jedes Recht, als Schutzmacht im Nordirak aufzutreten.
10 Uhr 30, Innenausschuss. Der neue Papst wirkt schon. Im Innenausschuss stellt die SPÖ den Antrag, die Innenministerin möge einen Bericht vorlegen, ob die Einrichtung von Schutzzonen rund um Abtreibungskliniken Frauen vor Belästigungen fanatischer Abteribungsgegner schützen könne. "Mörder" zischen die "Lebensschützer" Frauen zu, die oft nicht älter als 15, 16 Jahre sind und in höchster persönlicher Not Hilfe suchen.
Die ÖVP beantragt Vertagung. Der Eindruck entsteht: Die betenden und schimpfenden Fanatiker können auf ihre christliche Partei zählen.
Partik-Pablé steht dem Partner bei: "Lassen Sie doch die Kirche im Dorf!" Genau das schafft Benedikt: die Dorfkirche.
Antwort von: steuermillionen für junge mütter
verfasst am: 25.04.2005 10:17:05
liebe männer : bei diesem thema abtreibung solltet Ihr besser nicht mitreden. das ist ein sehr heikles thema und gerade junge frauen leiden oft in späteren jahren sehr an einer abtreibung.
>> mehr lesen
liebe männer : bei diesem thema abtreibung solltet Ihr besser nicht mitreden. das ist ein sehr heikles thema und gerade junge frauen leiden oft in späteren jahren sehr an einer abtreibung.
eine sehr liebe freundin von mir aus ex-jugoslawien wurde mit 7 jahren am spielplatz missbraucht, dann hatte sie mit 16 jahren eine abtreibung. Ab 20 war sie stammgast in der psychiatrie. die abtreibung ist und bleibt ein trauma und sollte nicht unüberlegt durchgeführt werden. die geschäftemacher am fleischmarkt kümmern sich nachher nicht um die psychischen probleme dieser frauen.
mit den 67 Euro Steuermillionen, die irgendwo in Brüssel oder Florida verschwunden sind (oder gar in Capri ?) könnte man Häuser für junge Mütter aufbauen, wir haben ja in Österreich wirklich ein Problem mit der Nachkommenschaft, es geht sich einfach mit den Pensionen hinten und vorne nicht mehr aus, wo gibt es in Österreich noch eine Frau - außer Frau Rosenkranz - die mehr als 6 Kinder bekommt ??
Antwort von: maxi
verfasst am: 21.04.2005 22:35:37
lieber leon,das problem sei, dass frauen eingeredet wird, sie könnten "alles" haben? diese bösen zeitgeister! wie kann frau so dreist sein und wünschen, was nur männern
>> mehr lesen
lieber leon,
das problem sei, dass frauen eingeredet wird, sie könnten "alles" haben? diese bösen zeitgeister! wie kann frau so dreist sein und wünschen, was nur männern zusteht: trotz wohl geratenen kindern arbeitsplatz, eigenes geld, zukunftsvorsorge, zwischendurch ein bisschen freizeit, sportliches vergnügen (frau will vielleicht auch noch kulturelles konsumieren) ... die kirche und die derzeitige regierung sorgen sich um zu wenig nachwuchs, sexualpraktiken und parties (die gesundheit ist nirgends thema), aber weder pepifex bavarius I., noch eines unserer regierungsmitglieder sind auf dem richtigen weg.
Antwort von: leon
verfasst am: 22.04.2005 01:41:13
also diesem kommentar kann ich nicht folgen - beim besten willen nicht. sorry !
Antwort von: zero
verfasst am: 20.04.2005 23:07:46
und was macht die övp/kirche/abtreibungsgegner? nichts!!!!!! was nötig wäre:aufklärung und verhütungsmittel(die position von kirche und övp ist prägnant
>> mehr lesen
und was macht die övp/kirche/abtreibungsgegner? nichts!!!!!!
was nötig wäre:
aufklärung und verhütungsmittel
(die position von kirche und övp ist prägnant ausgedrückt: sex ist gaga, macht das nicht die direkte folge ist halt meistens eine ungewollte schwangerschaft, zukunftsangst und eine abtreibung)
was wirklich nötig wäre:
die schaffung von strukturen die es möglich macht kindern auch ein ordentliches leben zu garantieren genügend geld
genügend kinderbetreuungsplätze
eine kinderfreundliche umwelt
die vereinbarkeit von kindern und arbeit
wie gerade die skandinavischen länder zeigen wäre eine solche familienfreundliche dazu geeignet die zahl der abtreibungen zu senken und die zahl der geburten zu steigern
aber das entspricht ja nicht der ideologie der schwarzmänner und deswegen darf das nicht sein
lieber werden die verzweifelten schwangere verteufelt und als mörderinnen dargestellt
Antwort von: leon
verfasst am: 21.04.2005 03:00:53
so einfach ist das nicht.Mütter kriegen Geld, nicht viel, aber doch eine gehörige Unterstützung.Aber da könnte man zugegebenermaßen einiges
>> mehr lesen
so einfach ist das nicht.
Mütter kriegen Geld, nicht viel, aber doch eine gehörige Unterstützung.
Aber da könnte man zugegebenermaßen einiges dazulegen.
Kinderbetreuungsplätze ist schon wieder eine andere Sache - wozu haben Eltern Kinder ?
Um sie dann in Kinderbetreuungsplätze zu stecken ?
Kinderfreundliche Umwelt ist wohl etwas, das man Aber ganz sicher nicht in einem Klima erreicht, das durch Abtreibung und wahnwitzige Frauenpolitik geschaffen wird.
Vereinbarung von Kindern und Arbeit (beider Elternteile) - auch ein frommer wie illusorischer Wunsch.
Gehört zu jenen Forderungen, die der Fantasie angehören.
Genau das ist Problem, dass heute ein Zeitgeist verbreitet wird, der gerade den Frauen verspricht, alles haben zu können.
Die Wahrheit ist, dass das nicht geht - das traut sich nur keiner sagen.
Da liegt das eigentliche Problem !!!!
Abgesehen davon hat man all dem nicht die Abtreibung entgegenzustellen, das ist eine Sache für sich, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, aber keines Falles vom Staat durch Straffreiheit gefördert werden darf.
Und mit der schon garnicht irgendetwas erpresst werden darf – soweit kommt es noch.
Aber genau diese von dir vorgenommene Argumentation hört man vielerseits. "Soll doch gefälligst die Welt besser werden, der Staat mehr tun, dann brauchen wir nicht mehr abzutreiben"
Nein, nein, das ist der völlig falsche Ansatz, Verantwortung an die Allgemeinheit abzuschieben.
Das will man ja nicht nur bei dem Thema Abtreibung sondern bei letzlich allem.
"Erneuere die Welt und beginne bei mir" muss der Leitspruch. sein.
Abtreibung geschieht außerdem meistens aus nichtigen Gründen, weil der Urlaub schon gebucht ist, weil man jetzt halt einfach (noch) keine Lust auf Kinder hat oder ähnlichem.
Die Kinderfeindlichkeit drückt sich an dem Egoismus und der Selbstsucht der Menschen aus, keine Verantwortung für ein Kind übernehmen zu wollen – was auch ein Generationenproblem ist.
Also, liebe(r) zero, nicht den plumpen Reaktionismus des Feminismus aufgreifen und weitergeben.
Die Probleme, die sich gerade am Thema Abtreibung zeigen, liegen ganz woanders.
Was natürlich nicht heißen soll, um das noch abzurunden, dass die ÖVP, Kirche oder ähnliche Institutionen die Weisheiten gepachtet hätten.
Aber sie nehmen eine klare Position ein, die allemal besser ist als das Geschwätz von irgendwelchen progressiv-Intellektuellen, die heute die große Gefahr darstellen.
Und verteufelt wird wenn dann nur die Abtreibung selbst, nicht die Frauen.
Und wenn es Mord ist, wovon niemand das Gegenteil beweisen kann, dann würde auch die Bezeichnung „Mörderin“ zutreffen.
Diese würde ich allerdings nicht ins Spiel bringen, weil es nicht um die Anprangerung von Frauen geht sondern um die schonungslose, weil nur so sinnvolle, Darstellung von Fakten.
Und diese Fakten sollten eigentlich jede Diskussion über Abtreibung sofort zum Erstarken bringen.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von: leon
verfasst am: 20.04.2005 17:54:23
"Mörder" zischen die "Lebensschützer" Frauen zu, die oft nicht älter als 15, 16 Jahre sind und in höchster persönlicher Not Hilfe suchen. Und eben diese
>> mehr lesen
"Mörder" zischen die "Lebensschützer" Frauen zu, die oft nicht älter als 15, 16 Jahre sind und in höchster persönlicher Not Hilfe suchen.
Und eben diese Hilfe bekommen diese Frauen nicht, lediglich ein seelische Geisel auferlegt.
In der Frage der Abtreibung nehmen die Grünen eine schändliche und menschenverachtende und völlig kurzsichtige Haltung ein.
All der sonst so proklamierte Weitblick scheint hier zu fehlen.
Wie kann Desensibilisierung bei ungeborenem Leben, respektive menschlichem Leben im Frühstadium, als "reine Frauensache" angesehen werden.
Wie soll da unsere Welt gesünder werden, wenn jährlich 45 Mio Embryos abgetrieben werden, was ist das für eine unglaubliche Arroganz der Lebenden gegenüber denen, die darauf warten, geboren zu werden.
Interessant und gleichzeitig sehr wegweisend auch folgender Aspekt:
Ist ein Kind voraussichtlich behindert, was pränatale Untersuchungen zu Tage bringen können, darf selbiges bis kurz vor die Geburt abgetrieben werden.
Also eine ganz klare Gewichtung von behindert und nicht-behindert im pränatalen Bereich.
Ist ein Kind hingegen schon auf der Welt und behindert, wird ihm ganz besonderer Schutz zuteil, Gleichbehandlungsgrundsatz und dergleichen sind ja jüngste Errungenschaften.
Da frage ich mich, wie passt das zusammen ?
Abgesehen davon muss man sich einmal zu Gemüte führen, was bei solchen ach so befreienden Abtreibungen eigentlich passiert.
Behinderte Babys werden überhaupt per Kaiserschnitt entbunden und dann vom Arzt liegen gelassen.
Dieses Szenario lässt gerade im Jahr 2005 Erinnerungen an die Zeit vor 60 Jarhen wach werden.
Damals war man allerdings offensichtlich glaubwürdiger – da wurde ungeborenses wie geborenes Leben mit Füßen getreten.
Der Holocaust lebet, die Frauenbewegung ist seit 30 Jahren tot !
Antwort von: zero
verfasst am: 20.04.2005 10:13:31
"Jalal Talabani bleibt auch als Staatspräsident dabei: Es gibt keine Todesstrafe, auch nicht für Saddam."...solche grundsätze sind löblich, eine echte gute nachricht aus
>> mehr lesen
"Jalal Talabani bleibt auch als Staatspräsident dabei: Es gibt keine Todesstrafe, auch nicht für Saddam."...solche grundsätze sind löblich, eine echte gute nachricht aus dem irak !
und auch beim gernn r. muss i8ch leider zustimmen....schwere zeiten für die leute des kirchenvolksbegehren und die sozialtheologen in südamerika






