DIENSTAG, 19. JUNI 2001
Im außenpolitischen Ausschuß referiert die Ministerin den Außenpolitischen Bericht. Zum ersten Mal wird er im Ausschuß endgelagert, weil er im Plenum nicht mehr diskutiert werden soll. Drei Ereignisse beeindrucken:1. Schweitzer, der außenpolitische Sprecher der FPÖ, erklärt: „Das wichtigste Resultat von Nizza ist der post-Nizza-Prozeß." Puff.2. Im Bericht steht, dass die Opposition
>> mehr lesen
Im außenpolitischen Ausschuß referiert die Ministerin den Außenpolitischen Bericht. Zum ersten Mal wird er im Ausschuß endgelagert, weil er im Plenum nicht mehr diskutiert werden soll. Drei Ereignisse beeindrucken:
1. Schweitzer, der außenpolitische Sprecher der FPÖ, erklärt: „Das wichtigste Resultat von Nizza ist der post-Nizza-Prozeß." Puff.
2. Im Bericht steht, dass die Opposition verweigert bhabe, Österreich gegenüber der EU zu verteidigen. Nicht „gegen", sondern „gegenüber". Auch schön.
3. Auf meine Frage nach Kurdistan erklärt die Ministerin, dass es sich hier um einen Begriff von Karl May handle. Mehr hat die grell geschminkte Dame zu einer Region, in der die Menschen vertrieben, beschossen und vergast werden, nicht zu sagen.
Die NATO sieht sie plötzlich nur noch als eine „Option", und die Antwort auf die Frage nach dem Konvent der EU vergißt sie. Auf Schieders Frage nach der Pleite mit der strategischen Nachbarschaft erzählt sie von einem Baby, dass erst gehen lernen müßte. Benita ist die gerechte Strafe für Wolfgang.
Am Abend ist Grasser jetzt ganz offiziell gegen den Kauf der Abfangjäger. Ich werde den Landesverteidigungsrat einberufen. Da sollen Schüssel und Scheibner dann den ganzen Salat erklären.






