FREITAG, 21. OKTOBER 2005
DER SPECK MUSS WEG! Das ist der Hauptgrund, in Wien grün zu wählen.Die Gefahr ist groß, dass der Speck weit über fünfzig Prozent macht. Das wäre ganz schlecht. Dann setzt sich der Speck wieder auf alles drauf und begräbt es unter sich. Es ist einfach fürchterlich, von dem Speck nieder gedrückt zu werden. Würde man alle Speck-Parteibücher aufeinander schichten, ergäbe das in Wien einen
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DER SPECK MUSS WEG! Das ist der Hauptgrund, in Wien grün zu wählen.
Die Gefahr ist groß, dass der Speck weit über fünfzig Prozent macht. Das wäre ganz schlecht. Dann setzt sich der Speck wieder auf alles drauf und begräbt es unter sich. Es ist einfach fürchterlich, von dem Speck nieder gedrückt zu werden. Würde man alle Speck-Parteibücher aufeinander schichten, ergäbe das in Wien einen Turm von etwa 300 Meter Höhe. Das ist das Doppelte des Stephansdoms. Diese Speckhöhe ist ungesund. Außerdem ist der Speck in der letzten Zeit ziemlich überheblich geworden. Also: ABSPECKEN!
Wir Grüne haben ein großes Ziel: den grünen Doppelschlag:
1. die ÖVP überholen. Das wäre nach der Steiermark der nächste Schritt zum Ende der Schüssel-Regierungen.
2. der SPÖ zwei Bezirksvorsteher abgewinnen. Im 4., 6. und 8. Bezirk haben wir gute Chancen. Aber am schönsten wäre es wohl im 1. Bezirk. Ursula „Punschstand“ Stenzel ablösen, das wäre was. Mit Stenzel hätte Wien seine erste Bezirksvorsteherin, die vollkommen gaga ist. Das wäre doch nicht gut.
Antwort von: kh3
verfasst am: 24.10.2005 12:47:47
Ich glaube auch, dass die Grünen an der Reihe sind, sich etwas zu überlegen. Da ist wohl auch sehr viel Speck der weg muss.Wo ist euer Profil geblieben? Wofür steht ihr? Was nervt
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Ich glaube auch, dass die Grünen an der Reihe sind, sich etwas zu überlegen. Da ist wohl auch sehr viel Speck der weg muss.
Wo ist euer Profil geblieben? Wofür steht ihr? Was nervt euch? Welche besseren Vorschläge habt ihr? ..........................................
Bitte unternehmt etwas, ich würde euch gerne wieder wählen und zwar, weil ihr die beste Lösung seid, und nicht das geringst Übel.
Antwort von: Provinzstimme
verfasst am: 24.10.2005 15:57:31
sie sind eben nicht mehr die Lösung, sondern nur mehr ein mehr oder minder geringes übel: Das ist das Probelm, darin besteht die Profillosigkeit, das ist eine Folge der aufgabe von
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sie sind eben nicht mehr die Lösung, sondern nur mehr ein mehr oder minder geringes übel: Das ist das Probelm, darin besteht die Profillosigkeit, das ist eine Folge der aufgabe von Programmen und Haltungen zugunsten des Willesn zu regieren.
Die Grünen haben bitter nötig ein Grünes Programm zu formulieren. Wenn dieses ein vermünftiges (und grünes) ist, wird man feststellen, dass es in österreich keinen Regierungspartner dafür gibt. Die ÖVP ist zu neoliberal und opfert dafür gerne die lokale und eigentlich wichtige Wirtschaft, die SPÖ ist zu rassistisch anstatt Sozialprogramme zu entwickeln, die eine echte Alternative zum neoliberalen Almosenwesen sind. Darin besteht die die Aufgabe, die Öffentlichkeit und die veröffentlichte Meinung, davon zu Überzeugen, dass Rassismus (als Scheinlösung für die sozialen Probleme) und Neoliberalismus als die zerstörerische Kraft schlecht hin (hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit, Ökologie und Wirtschaft) keine zukunftsweisenden Wege sind. Aber da ist Ex-Vizekanzler Riegler (ÖVP) schon um einiges weiter als die Grünen., leider.
Antwort von: ein sympathisant
verfasst am: 24.10.2005 11:58:49
lieber peter,auch ich muss leider gestehen, im letzten moment abgesprungen zu sein. wenn ihr in wien plakatiert "Abrechnung mit der Schüssel-ÖVP", dann ist das total arm und eine
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lieber peter,
auch ich muss leider gestehen, im letzten moment abgesprungen zu sein. wenn ihr in wien plakatiert "Abrechnung mit der Schüssel-ÖVP", dann ist das total arm und eine sinnnlose vermischung von landes- und bundespolitik. so viel muss einem wien wert sein, dass man einen eigenen wahlkampf fährt.
zweitens: die grundsicherung habt ihr mir als wähler entweder nicht ausreichend erklärt oder aber ich hab es kapiert und will es einfach nicht - für die verteilung von hängematten ist nicht mehr genug da. drittens: die kandidatin, die mich bei der övp abgeschreckt hat (kugler-lang) ist in ihrer partei weniger integriert als jene, die mich bei den grünen stören. wer einen chorherr verräumen will und einen kenesei ziehen lässt, ist nicht ganz auf meiner linie.
Im Bezirk natürlich grün, da kenne ich die leute, sie arbeiten hart für ein vernünftiges miteinander und sind pragmatiker mit gutem herz. Unterm Strich tut es mir natürlich weh, dass ihr hinter der FPÖ gelandet seid, und ich werde meine Stimme für die ÖVP oft bereuen. Aber Gegengewicht zur roten Allmacht - nein, also solche haben sich die Grünen in Wien einfach nicht präsentiert.
Antwort von: provinzstimme
verfasst am: 23.10.2005 18:47:57
Hat ja nciht ganz so geklappt:Kein Wunder, wenn man zu einer Art zweiten ÖVP wird, wie das bei den Grünen grad so ist. und sich noch dazu von der gleichen Telekommunikationsfirma sponsern
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Hat ja nciht ganz so geklappt:
Kein Wunder, wenn man zu einer Art zweiten ÖVP wird, wie das bei den Grünen grad so ist.
und sich noch dazu von der gleichen Telekommunikationsfirma sponsern lässt wie der Lieblingsschwiegersohn der Republik, der im Nebenjob als Finanzminister vorwiegend eigene Steuerprobleme löst.
Antwort von: NonConformist
verfasst am: 24.10.2005 09:52:06
Vielleicht indem der/die mit Arbeit ein klein wenig mehr als 900 Euro bezahlt bekommt??? Es muss ja nicht gleich das 10 oder 100-fache sein. Noch nie auf die Idee gekommen, dass 900 Euro verdammt
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Vielleicht indem der/die mit Arbeit ein klein wenig mehr als 900 Euro bezahlt bekommt??? Es muss ja nicht gleich das 10 oder 100-fache sein. Noch nie auf die Idee gekommen, dass 900 Euro verdammt wenig sind. Aber den Armen und Ärmsten etwas wegzunehmen (oder nicht zu geben) ist eben leichter als den Reichen ein bisschen was abzuverlangen.
Außerdem sind die mit Arbeitplatz, Job, Berufung, ... genau diejenigen, die den anderen die Arbeit wegnehmen.
800 Euro Grundsicherung, das ist ohnehin fast nichts.
Und genau das ist eben das Problem der Grünen. Nicht Fisch - nicht Fleisch.
Für die Korruptionisten und Privilegierten ist eine Forderung nach Grundsicherung schon zu viel. Die wollen wieder Gaskammern, damit die Armen, Türken, Schwarzafrikaner und andere Untermenschen von ihrem Leiden befreit werden. Das ist deren Ansicht von sozialer Gerechtigkeit.
Für die anderen ist eine Grundsicherung von "nur" 800 Euro kein Grund Grün zu wählen. Weil das gibt es de facto ohnehin in ähnlicher Form (Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Notstandshilfe). Und eine rein marketingtechnische Umbennenung ist das Kreuzerl auf dem Stimmzettel nicht wert.
Antwort von: Grünsympathisant
verfasst am: 23.10.2005 18:59:44
Im Gegenteil, die weltfremde Forderung nach der Grundsicherung war wohl mitausschlaggebend! Die Forderung nach 800 Euro Grundsicherung, gegen Wahlkampfende das zentrale Thema der Grünen, war
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Im Gegenteil, die weltfremde Forderung nach der Grundsicherung war wohl mitausschlaggebend! Die Forderung nach 800 Euro Grundsicherung, gegen Wahlkampfende das zentrale Thema der Grünen, war wohl der Grund für das unterdurchschnittliche Abschneiden. Für mich der Grund nicht grün zu wählen. Denn wie soll das gehen, wenn jemand mit 40 Stunden Arbeit 900 Euro verdient und ein anderer ohne Arbeit 800 Euro. Ein minimaler Anreiz muss sein.
Antwort von: Provinzstimme
verfasst am: 23.10.2005 21:36:32
dann war das wohl das vergebliche Bemühen, sich mit untauglichen Mitteln doch noch von den Schwarzen unterscheidbar zu machen. Ich wähle sie auf absehbare Zeit nicht mehr, denn sie sind als
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dann war das wohl das vergebliche Bemühen, sich mit untauglichen Mitteln doch noch von den Schwarzen unterscheidbar zu machen. Ich wähle sie auf absehbare Zeit nicht mehr, denn sie sind als politische Kraft im Lande genauso notwendig wie das BZÖ, als Mehrheitsbeschaffer für die ÖVP.
Antwort von: @pilzsammler
verfasst am: 22.10.2005 22:19:30
wie wäre es mit chorherr
Antwort von: klara v
verfasst am: 22.10.2005 20:50:29
In Anbetracht des trsotlosen Wahlkampfs und im Kenntnis des Goldenen wiener Herzens: ich prognostiziere 1) SP 2) Grün 3) FP 4) Gio. Wer hält dagegen?
Antwort von: SS
verfasst am: 21.10.2005 18:54:49
Interessanter Weise haben die Wiener Grünen den Wahlkampf nicht dem Thama "Der Speck muss weg" gewidmet. Das Motto lautet "Wiener Mut". Auf manchen Plakaten findet man neben
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Interessanter Weise haben die Wiener Grünen den Wahlkampf nicht dem Thama "Der Speck muss weg" gewidmet.
Das Motto lautet "Wiener Mut". Auf manchen Plakaten findet man neben lifestyle-gerecht lächelnden Politiker(innen)-Gesichtern noch den Hinweis "Grün wählen" oder "ÖVP überholen". Lauter furchtbar mutige Sachen jedenfalls.
An den Speck und die SPÖ trauen sich offenbar nicht einmal mehr die Grünen heran.
Das ist keine Oppositionspolitik, sondern schlicht und einfach furchtbar schlapp, lasch und opportunistisch.
Ganz richtig: der Speck muss weg. Auch bei den Grünen.
Antwort von: Unrechtsstaat Österreich
verfasst am: 21.10.2005 17:45:20
Ganz egal wer regiert, Österreich ist ohnehin seit längerem ein Unrechtsstaat. Daran werden ein paar Mandate für die Grünen auch nichts ändern.
Antwort von: Pilzsammler
verfasst am: 21.10.2005 12:28:48
Sehr geehrter Dr. Pilz! Wenn ich in Wien Grün wähle, dann wähle ich doch auch die Landespartei, die Sie nicht so gern auf wählbarem Platz bei NR-Wahlen platziert. Das will ich
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Sehr geehrter Dr. Pilz!
Wenn ich in Wien Grün wähle, dann wähle ich doch auch die Landespartei, die Sie nicht so gern auf wählbarem Platz bei NR-Wahlen platziert. Das will ich aber nicht. Wem muß ich meine Vorzugsstimme geben, damit das auch eine Stimme für PP (und VdB) ist?
Ich bin nämlich so einer, der die Äquidistanz zu ÖVP und SPÖ für gut hält, und das nicht als unerhörte Anbiederung an die Klerikal-Faschisten versteht, also bin ich offenbar ein elender bürgerlicher Grüner (huch, ich habe gerade eine berufsbedingte Krawatte um meinen Hals entdeckt, darf ich trotzdem Grün wählen?).
PS: Antworten wären super!
Antwort von: Tom
verfasst am: 21.10.2005 11:20:31
Zwei Sachen:1) Im 8. ist Frau Kostal Bezirksvorsteherin, und die ist von der ÖVP. Die VP tritt in der Josefstadt nicht mehr als ÖVP, sondern gemeinsam mit dem Bürgerforum als "Pro
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Zwei Sachen:
1) Im 8. ist Frau Kostal Bezirksvorsteherin, und die ist von der ÖVP. Die VP tritt in der Josefstadt nicht mehr als ÖVP, sondern gemeinsam mit dem Bürgerforum als "Pro Josefstadt" an. Keine Ahnung warum, vielleicht weil sie unbedingt am letzten Listenplatz gereiht werden wollen, um dann eine Verfolgungswahn-Theorie gegen die bösen Rathhausroten erstellen zu können, die aus Angst vor den übermächtigen schwarzen alles unternehmen um ihnen zu schaden.
2) Ok, zuviel Macht ist schlecht. Keine Frage. Trotzdem eine Rückfrage: Laut Christoph Chorherr Blog gabs in dieser Legislaturperiode 23 rot/grüne Projekte, dabei so tolle wie dieses Community TV, das grad am entstehen ist oder das City Bike Projekt. Also, mein Eindruck - von aussen: Trotz absoluter Mehrheit (egal ob mit 46 Prozent gerechtfertigt oder nicht) hat die SPÖ in Wien mit zumindest den grünen gut für das Wohl der Stadt zusammengearbeitet. Wo wird dann niedergedrückt?






